Nach der Geburt unserer Tochter kam der Tag, an dem ich das Krankenhaus verlassen und sie mit nach Hause nehmen konnte. Die Ärzte teilten mir damals mit, daß sie ein „Knacken“ in der Hüfte habe. Sie konnten mir allerdings noch nicht sagen, wie schlimm es sich auswirken würde — sie wiesen mich jedoch auf die Möglichkeit hin, daß sie operiert und die Hüfte in Schienen gelegt werden müsse, ja daß unsere Tochter vielleicht sogar hinken werde. So begannen die vielen Besuche im Krankenhaus, wo sie geröntgt und untersucht wurde. Schließlich wurde mir mitgeteilt, daß man für unsere Tochter nichts mehr tun könne, bis sie laufe.
Daraufhin war ich ganz ratlos und hielt nach jeder nur möglichen Hilfe Ausschau. Eines Tages brachte mein Mann einige Literatur der Christlichen Wissenschaft nach Hause, u. a. das Lehrbuch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, andere Schriften Mrs. Eddys und das Buch Ein Jahrhundert christlich-wissenschaftlichen Heilens. Ich begann, die in diesem Buch niedergelegten Heilungen zu lesen und war von den Berichten völlig gefesselt. Ich hatte keine Ahnung, daß die Christliche Wissenschaft auf so vielerlei Weise helfen kann. Dann beschloß ich, das Lehrbuch zu lesen. Zuerst bemerkte ich nicht, daß sich in meinem Denken eine Änderung vollzogen hatte. Doch sie muß ganz natürlich eingetreten sein, denn ich wurde von Migräne und einem Bandscheibenvorfall, unter denen ich sehr gelitten hatte, geheilt — und zwar lediglich durch das Lesen von Wissenschaft und Gesundheit! Eine Wahrheitserklärung, die mir während jener Zeit und seither viel geholfen hat, steht auf Seite 463 des Lehrbuchs: „Eine geistige Idee trägt kein Element des Irrtums in sich, und diese Wahrheit entfernt alles Schädliche in der richtigen Weise.“ Von besonderer Bedeutung ist mir auch das Gebet des Herrn mit seiner geistigen Auslegung, wo Mrs. Eddy sagt (S. 17):
„Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern
Und Liebe spiegelt sich in Liebe wider.“
Als ich lernte, Liebe zum Ausdruck zu bringen, anstatt mich über Menschen und Situationen zu ärgern, konnte ich meine Tochter als vollkommene Widerspiegelung Gottes sehen. Kurz darauf mußten wir wegen weiterer Röntgenaufnahmen wieder ins Krankenhaus gehen. Diesmal jedoch hatte ich keine Angst, denn ich wußte, daß mit meiner Tochter alles in Ordnung war. Nach der Untersuchung zeigte mir der Orthopäde die Röntgenaufnahmen. Er sagte, daß unsere Tochter vollkommen gesund sei, soweit er es beurteilen könne. Als wir das Krankenhaus verließen, war mein Schritt beschwingt, und in meinen Augen standen Tränen der Dankbarkeit für Gottes Schutz und Seine sanfte, heilende Gegenwart.
Dies alles ereignete sich vor über fünf Jahren. Unsere Tochter, die körperlich ganz normal und gesund ist, besucht nun die Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft. Ich wurde Mitglied der hiesigen Zweigkirche. Wir erleben weiterhin viele Beweise der Heilung und Führung. Ich bin tief dankbar, daß mein Mann diese Wahrheit in unser Heim gebracht hat und seine Angehörigen uns so liebevoll unterstützt haben.
Harrogate, North Yorkshire, England
