Welch eine Freude und ein Privileg es ist, die jährlichen Versammlungen meiner christlich-wissenschaftlichen Schülervereinigung zu besuchen. Es wird nicht nur der geistige Sinn gestärkt, sondern der Lehrer weist auch die Anwesenden auf Annahmen im Weltdenken hin, die beachtet und durch Gebet berichtigt werden müssen. Tatsächlich gibt es Arbeit für uns alle!
Einmal sah ich mich gleich am Tag nach meiner Rückkehr von einer besonders erhebenden Schülerversammlung vor die Notwendigkeit gestellt, zu beweisen, daß die Christliche WissenschaftChristian Science (kr´istjən s´aiəns) heilt — und zwar schnell und endgültig. Als ich ein Bücherbrett hochhob, glitt es mir aus den Händen und schlug mit der Schmalseite hart auf einen Zeh auf, der aus meinen offenen Sandalen herausschaute. Als ich mir den Zeh ansah, stellte ich eine tiefe Wunde im Zehennagel und Zeh fest. Ich erklärte, daß Gottes Idee, der Mensch, von keinem Anspruch der Materie berührt worden sei, und ging umher, so gut ich konnte. Tatsächlich war es mir an jenem Abend möglich, eine Aufgabe in meiner Zweigkirche zu erledigen. Während der folgenden Tage erfüllten mich Ehrfurcht und Dankbarkeit, denn eine der wunderbarsten Heilungen vollzog sich. Ich bezweifle nicht, daß es Gott ist, der „heilet alle deine Gebrechen“ (Ps. 103:3), und daß diese vollkommene und endgültige Heilung durch den Gehorsam gegen Seine ewigen Gesetze der Wahrheit zustande kam.
Wir sollten für die Gelegenheiten, die Wahrheiten der Christlichen Wissenschaft zu beweisen, danken, die den von Gott geschaffenen Menschen als vollkommen offenbaren, so wie er wirklich ist — wie Christus Jesus ihn sah. Ich denke gern darüber nach, wie Jesus den Menschen betrachtete (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, S. 476): „Jesus sah in der Wissenschaft den vollkommenen Menschen, der ihm da erschien, wo den Sterblichen der sündige, sterbliche Mensch erscheint. In diesem vollkommenen Menschen sah der Heiland Gottes eigenes Gleichnis, und diese korrekte Anschauung vom Menschen heilte die Kranken.“ Wir können tatsächlich das Zeugnis der materiellen Sinne durchschauen und die vollkommene geistige Idee erkennen, die von Gott geschaffen wurde.
Seit unsere Familie zum erstenmal von der Christlichen Wissenschaft hörte — ich war damals achtzehn oder neunzehn Jahre alt —, habe ich festgestellt: Wenn die Lehren der Christlichen Wissenschaft richtig demonstriert werden, zeichnet sich die Lösung eines Problems ab und es wird bewältigt. Gott ist in der Tat eine „Hilfe in den großen Nöten“ (Ps. 46:2). In unserer Familie habe ich Heilungen von Verbrennungen, scheinbarer Nahrungsmittelvergiftung, Lungenbeschwerden und anderen Krankheiten erlebt.
Einige Tage nach meiner Ankunft in einem anderen Land, in das ich versetzt worden war, begann ich unter Verstopfung zu leiden. Als sich das Problem verschlimmerte, rief ich in jener kleinen Stadt, in der ich wohnte, eine Ausüberin der Christlichen Wissenschaft an. Sie willigte ein, für mich zu beten. Da keiner von uns beiden die Sprache des anderen sprechen konnte, erwies es sich als ein Segen, daß ein Exemplar der deutschen Übersetzung des Lehrbuchs, Wissenschaft und Gesundheit, zur Hand war, in dem der englische Originaltext auf den der deutschen Übersetzung gegenüberliegenden Seiten steht. Wir lasen gemeinsam im Lehrbuch — die Ausüberin las den Text in Deutsch, ich las ihn in Englisch. Während wir das taten, erkannte ich die unveränderliche Vollkommenheit des Menschen, der zu Gottes Ebenbild erschaffen ist. Ich studierte auch die Stelle (ebd., S. 91): „Laßt uns uns von der Annahme frei machen, daß der Mensch von Gott getrennt sei, und laßt uns nur dem göttlichen Prinzip gehorchen, das Leben und Liebe ist.“ Die Furcht wurde überwunden, und bald konnte ich der Ausüberin berichten, daß sich die Körperfunktionen wieder normalisiert hatten. Ich war dankbar, daß mir gezeigt worden war, wie man sich an Gott und Seine vollkommene Idee halten kann, so daß die Heilung erfolgt, wenn die Furcht ausgemerzt ist.
Vor kurzem hatte ich Grund zur Freude, weil ich von einem anomalen Zustand geheilt wurde, der meine Verdauung beeinträchtigte und mein Herz angriff. Die Anfälle, die sich wiederholten, alarmierten mich sehr — d. h., sie alarmierten mich, bis eins unserer Kirchenmitglieder mich darauf hinwies, daß der Irrtum zwar schreien mag, Gottes Idee jedoch in Wirklichkeit von allem unberührt bleibt. Ich hielt an den Worten fest, die in Wissenschaft und Gesundheit auf Seite 97 zu finden sind: „Es erfordert Mut, die Wahrheit zu äußern; denn je stärker die Wahrheit ihre Stimme erhebt, desto lauter schreit der Irrtum, bis seine unartikulierten Laute auf immer in der Vergessenheit zum Schweigen gebracht sind.“ Und ich fand weitere Wahrheiten in Mrs. Eddys Schriften und bekräftigte sie mit Nachdruck. Ich wurde von allem physischen Druck frei, und die Heilung erfolgte nach einem Besuch bei meinem Lehrer der Christlichen Wissenschaft. Wir hatten darüber gesprochen, daß die Harmonie des Menschen unmöglich gestört werden kann. Ich dachte über die folgende Bibelstelle nach (Jes. 26:3): „Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden ...“; und das bewahrte meine Gedanken davor, ins Materielle und Negative abzugleiten; es hielt sie stets auf Gottes Attribute ausgerichtet und auf ihre Widerspiegelung durch den Menschen. Einige Tage nach dem Besuch bei meinem Lehrer wußte ich ganz plötzlich, daß ich geheilt war, und die Anfälle haben sich seitdem nicht wiederholt.
Ich werde Gott immer dankbarer für die Wahrheiten der Bibel und für Mrs. Eddys Entdeckung der Christus-Wissenschaft, die von Christus Jesus, unserem großen Wegweiser, für alle Zeiten demonstriert wurden. Es ist mein inniges Verlangen, jeden Tag dem Beispiel unseres Meisters mehr und mehr zu folgen.
Southampton, Hampshire, England
