Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer

Der Leitstern geistigen Heilens

Aus der Dezember 1995-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Die Drei Weisen hatten ihre Augen fest auf das Ziel gerichtet — sie suchten den Christus. Und sie waren bereit, weit zu reisen, um den langersehnten Messias zu sehen. Aber sie mußten nach dem Weg fragen! Sie gingen nach Jerusalem und fragten: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten." Mt 2:2. Nach der Prophezeiung, so wurde ihnen gesagt, sollte der Messias in Bethlehem geboren werden. König Herodes schickte sie dorthin und sagte ihnen, sie sollten zu ihm zurückkommen und ihm genau beschreiben, wo sie das Kind gefunden hatten.

Um sich nicht zu verirren, hielten sie ihre Augen auf den Stern gerichtet, der ihnen wieder erschien, nachdem sie Herodes verlassen hatten. Weise schlugen sie den Kurs ein, den sein Licht ihnen wies, und folgten ihm getreulich, bis sie gefunden hatten, was sie suchten — das Jesuskind. Die Bibel berichtet: „Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war." Mt 2:9. Sie gaben dem Kind Geschenke und zogen daraufhin auf einem anderen Weg wieder in ihre Heimat, denn Gott hatte sie davor gewarnt, zu Herodes zurückzukehren.

Heutzutage durchdringt das Licht der göttlichen Wissenschaft wie ein Laserstrahl der Hoffnung und Heilung die Nacht des Irrtums und des Widerstands gegen den Geist. Diejenigen, die sich danach sehnen, Christi Gebot zu gehorchen und geistig zu heilen, wissen, daß sie weise Führung brauchen, und die Christliche WissenschaftChristian Science (kr´istjen s´aiens) versichert ihnen, daß das leitende Licht gegenwärtig ist und genauso hell scheint wie damals. Mary Baker Eddy, die die Christliche Wissenschaft entdeckte und gründete, schreibt: „Der Stern, der liebevoll auf die Krippe unseres Herrn herabschaute, leiht dieser Stunde sein strahlendes Licht: das Licht der Wahrheit, das den Menschen ermutigt, führt und segnet, wenn er danach strebt, die kindhafte Idee göttlicher Vollkommenheit zu erreichen, die über der menschlichen Unvollkommenheit aufdämmert; es beschwichtigt die Furcht des Menschen, erleichtert ihm seine Lasten, veranlaßt ihn, sich zu Wahrheit und Liebe zu erheben, zu der durch sie verliehenen holden Freiheit von Sünde, Krankheit und Tod." Vermischte Schriften, S. 320.

Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich verläßliche Führung brauchte. Unser Jüngster war plötzlich krank geworden.

Das Licht der göttlichen Wahrheit mit seiner ewigen Verheißung von Heilung und Erlösung für die ganze Menschheit scheint durch das inspirierte Wort der Heiligen Schrift und wird durch das Prisma der göttlichen Wahrheit verbreitet, so daß alle es wahrnehmen können. Gott ist die Quelle dieses Lichts; daher kann es seine Anziehungskraft für den ehrlichen Sucher nie verlieren. Es kann nie die Kraft verlieren, ihn auf seinem Weg zu führen, die Schritte des Anfängers zu festigen und den erfahrenen Wanderer zu ermutigen. Immer ist es notwendig, daß wir der sicheren Führung dieses Lichts der Wahrheit folgen. Darüber wachsen wir nie hinaus.

Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich verläßliche Führung brauchte. Unser Jüngster war plötzlich krank geworden und fing an zu weinen. Ich nahm ihn hoch, um ihn zu trösten, und es erschreckte mich, wie heiß er sich anfühlte. Ich hatte riesige Furcht, und mir war klar, daß er Hilfe brauchte. Ein Christian Science Journal Das Christian Science Journal ist eine englische Zeitschrift, die monatlich erscheint und von der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft herausgegeben wird. lag auf dem Tisch neben mir. Ich suchte nach einer Eingebung, schlug ihn auf, und mein Blick fiel auf ein Zitat aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy.

Die Worte waren auf die momentane Situation wie zugeschnitten, so daß ich augenblicklich beruhigt war. Es hieß da: „Nicht die Materie, sondern Gemüt reguliert den Zustand des Magens, der Därme, der Nahrung und der Temperatur bei Kindern und Erwachsenen." Wissenschaft und Gesundheit, S. 431.

Meine Gedanken konzentrierten sich auf eine heilende Tatsache der Wahrheit, und es war, als ob ich dabei von einem Stern geleitet würde. Ich schaute auf meinen Sohn und sah, daß er friedlich schlief.

Die Christliche Wissenschaft hatte mich gelehrt, daß es nur ein Gemüt gibt — Gott. Und die Erkenntnis, daß dieses Gemüt mein Kind in dem Moment mit vollkommener Liebe regierte, war so tröstlich für mich, daß sich die Furcht auflöste. Meine Gedanken konzentrierten sich auf eine heilende Tatsache der Wahrheit, und es war, als ob ich dabei von einem Stern geleitet würde. Ich schaute auf meinen Sohn und sah, daß er friedlich schlief. Ich konnte fühlen, wie sich sein Körper in meinen Armen auf eine normale Temperatur abkühlte. Als er einige Minuten später aufwachte, war er gesund und wollte spielen.

Wenn wir das Licht der göttlichen Wissenschaft wahrnehmen und jeder Erleuchtung, die wir empfangen, vertrauen und folgen, erleben wir Heilungen — manchmal schnell, manchmal nicht ohne Beharrlichkeit. Und wenn dann andere um Behandlung in der Christlichen Wissenschaft bitten, können wir die gleiche verläßliche Führung auf dem Weg zur Heilung erwarten.

Der eigentliche Heiler ist Gott. Die Fähigkeit, diese göttliche Heilkraft widerzuspiegeln, erlangt der einzelne durch den Christus–Geist, durch die Demonstration von Liebe, von Sanftmut, Aufrichtigkeit, Hingabe an die geistigen Tatsachen über Gott und Seinen geliebten Menschen und durch Beharrlichkeit. Sind wir dem Licht der Wahrheit treu, dann können wir darauf vertrauen, daß Weisheit — und nicht Furcht — uns sicher leitet, wenn wir anderen helfen und sie heilen wollen.

In Wissenschaft und Gesundheit wird die göttliche Wissenschaft als „Tagesgestirn" Siehe ebd., S. VII. bezeichnet. Ein Tagesgestirn leuchtet besonders hell und ist daher kurz vor der Morgendämmerung sichtbar; es ist der Morgenstern, der den Beginn eines neuen Tages anzeigt. Ja, mit dem Tagesgestirn der göttlichen Wissenschaft bricht ein neuer Tag für die Menschheit an. Dieser neue Tag kennzeichnet ein erleuchtetes Zeitalter, in dem Wahrheitssucher danach streben, einer geplagten Welt Frieden, Gesundheit und Harmonie zu bringen. Die Bibel sagt nicht, wie viele Menschen dem Stern vor so langer Zeit folgten oder wie weit die einzelnen zu gehen hatten, aber die Botschaft ist eindeutig: Sie waren genug, um sein Licht zu erkennen, und treu genug, um sich von ihm auf sicherem Weg bis zum Ziel leiten zu lassen.

Auch heute halten aufrichtige Denker nach dem Aufdämmern des geistigen Lichts Ausschau. Und heute wie damals scheint es durch Ablenkungen und Schwierigkeiten verdeckt zu werden. Heilung ist nach wie vor notwendig. Doch das Licht des Christus kennt keine Grenzen, und auch die Weisheit, die jeden ehrlichen Sucher zum Tagesgestirn der göttlichen Wissenschaft leitet, hat keine Grenzen.

Wie die drei Weisen, so müssen auch wir dem Licht geduldig folgen und uns von ihm zum Christus leiten lassen — dazu, den Menschen als Bild und Gleichnis Gottes zu sehen. Dann findet Heilung genauso sanft statt, wie die Sonne aufgeht. Das Licht der aufdämmernden Geistigkeit zerstört die Nacht menschlichen Leidens.

Wenn Sie mehr Inhalte wie diese erforschen möchten, können Sie sich für wöchentliche Herold-Nachrichten anmelden. Sie erhalten Artikel, Audioaufnahmen und Ankündigungen direkt per WhatsApp oder E-Mail. 

Anmelden

Mehr aus dieser Ausgabe / Dezember 1995

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

                                                                                                                            Mary Baker Eddy

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.