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Wie Mir Meine Mutter erzählte,...

Aus der Dezember 1995-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Wie Mir Meine Mutter erzählte, empfahl ihr in einer Zeit, wo sie sehr traurig und leidend war, eine Bekannte die Christliche Wissenschaft. Meine Mutter hatte neun Kinder gehabt, drei davon waren als Säuglinge gestorben, und eines war tot geboren. Nachdem meine Mutter diese Religion angenommen hatte, zog sie ihre fünf überlebenden Kinder ohne Medizin auf. Meistens war Mutter unsere Ausüberin.

Als ich sechs Jahre alt war, konnte ich schon lesen, und noch als Kind las ich in Deutsch eine Biographie von Mrs. Eddy und einige ihrer anderen Werke. Da wir keine Kirche in der Nähe hatten, hielten wir zu Hause Gottesdienste ab. Mutter und eine meiner Schwestern lasen die Lektionspredigt, und Freunde und Nachbarn nahmen daran teil.

Vor dreißig Jahren, nachdem ich geheiratet hatte, wurde ich sehr krank. Mein Hals war so entzündet, daß ich drei Monate lang nicht sprechen konnte.

Mein Mann war damals noch kein Christlicher Wissenschafter, und er verlangte, daß ich einige Ärzte konsultierte; keiner von ihnen konnte das Problem diagnostizieren. Einer der Ärzte sagte mir, er wolle meinen Hals operieren, aber er könne nicht garantieren, daß ich dann gesund würde. Daher entschloß ich mich, eine Ausüberin der Christlichen Wissenschaft um Hilfe zu bitten.

Sie wählte einige Abschnitte aus Wissenschaft und Gesundheit zum Thema Angst für mich aus und bat mich, sie zu studieren. Einer davon lautete: „Sünde fürchten heißt die Macht der Liebe und die göttliche Wissenschaft des Seins hinsichtlich der Beziehung des Menschen zu Gott mißverstehen — heißt Seine Regierung anzweifeln und Seiner allmächtigen Fürsorge mißtrauen. Dich der Krankheit und dem Tode für überlegen zu halten ist ebenso weise und steht in Übereinstimmung mit der göttlichen Wissenschaft. Es ist unmöglich, Krankheit und Tod zu fürchten, wenn du Gott völlig begreifst und weißt, daß sie kein Teil Seiner Schöpfung sind“ (S. 231). Eine andere Stelle lautete: „Wenn die Furcht verschwindet, ist die Grundlage der Krankheit dahin“ (S. 368).

Auch las ich Wissenschaft und Gesundheit von der ersten bis zur letzten Seite. Ein weiterer Abschnitt, der mich sehr stärkte, war der folgende: „Beachte einmal, wie der Gedanke das Gesicht blaß macht. Er verzögert oder beschleunigt den Blutumlauf und macht so die Wangen erbleichen oder erröten. In derselben Weise vermehrt oder vermindert der Gedanke die Absonderungen, die Tätigkeit der Lungen, der Därme und des Herzens“ (S. 415).

Eines Nachts waren die Schmerzen so stark, daß ich sie nicht ertragen konnte, und ich rief wieder einmal die Ausüberin an. Am nächsten Tag brachte mich mein Mann in ein medizinisches Institut in einer anderen Stadt, da er sich immer noch um mich sorgte. Auf dem Weg dorthin sagte ich zu ihm: „Wir können umdrehen, ich bin geheilt.“ Aber mein Mann antwortete: „Jetzt haben wir schon die halbe Strecke hinter uns, also fahren wir ganz hin.“

Der Arzt untersuchte mich und verordnete mir Medizin. Mein Mann behielt das Rezept vierzehn Tage lang in seiner Brieftasche. Dann sagte ich zu ihm: „Du brauchst es nicht mehr aufzubewahren, ich bin geheilt.“ Schließlich warf er das Rezept weg.

Bis zum heutigen Tag habe ich nie wieder eine Halsentzündung gehabt, und auch das Sprechen macht mir keine Schwierigkeiten mehr. Ich arbeite auswärts, habe fast nie von meiner Arbeit gefehlt und kümmere mich um eine Reihe von Aufgaben, die Heim und Familie mit sich bringen.

Aufgrund dieser Heilung begann mein Mann, die Kirche zu besuchen. Heute sind wir beide Mitglied Der Mutterkirche und einer hiesigen Zweigkirche. Außerdem war mein Mann verschiedene Male Leser und auch Präsident unserer Kirche.

Eine andere Heilung trug sich zu, als ich zehn Monate vor der Pensionierung meine Stelle verlor. Finanzielle Schwierigkeiten der Firma wurden dafür verantwortlich gemacht, aber meiner Meinung nach war das Verhalten ungerecht. Der Schock saß tief. In der Zeit danach stellten sich schwere Herzprobleme ein, und ich war fast einen Monat bettlägerig. Ich verlor alle Kraft im linken Arm und war deswegen in großer Verzweiflung. Einmal war die Verzweiflung so groß, daß ich dachte: „Wenn ich so leben muß, möchte ich lieber gar nicht mehr leben.“

Aber dank eines starken Glaubens und viel Gebet in der Christlichen Wissenschaft und mit der Hilfe einer lieben Ausüberin wurde mein Denken mehr vergeistigt, und ich wurde von diesem schwierigen körperlichen Zustand geheilt. Ich verließ mich bei der Heilung nur auf die Macht Gottes.

Ich bin Gott dankbar und bin dankbar für Mrs. Eddys wunderbare geistige Erkenntnis. Mein großer Dank gilt auch der Frau, die meiner Mutter die Christliche Wissenschaft empfohlen hatte, und den Ausübern, die immer auf die liebevollste Weise bereit sind, uns zu helfen. Ich danke Gott ununterbrochen dafür, daß Er immer für die ganze Menschheit sorgt.


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