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Im Blickpunkt: Mary Baker Eddy Bibliothek

Die Mary Baker Eddy Bibliothek: Fakten, Hintergründe, Visionen

Ein inspiriertes und inspirierendes Leben

Aus der April 2002-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Mary Baker Eddys Mittelpunkt im täglichem Leben war die Bibel. Von klein auf war ihr Leben durch sie bestimmt. Ihre Familie kam morgens und abends zusammen, um gemeinsam zu beten und aus der Heiligen Schrift zu lesen. Die Botschaft der Bibel legte in ihr den Samen für das feste Wissen, dass Gott Liebe ist und dass „mir [Gott] sollen sich alle Knie beugen", wie es bei Jesaja (45:23) heißt. Als Mrs. Eddy heranwuchs, musste sich jeder religiöse Gedanke diesem zentralen Gebot unterordnen — nämlich dass Gott Liebe ist. Diese Wahrheit wurde ihr sogar in ihrer Kindheit schon bewiesen. Sie heilte sie, als sie krank war.

Als sie sich später einer Schicksalsprüfung nach der anderen gegenüber sah, waren es wieder die Bibel und ihre unerschütterliche Überzeugung von Gottes Liebe, die sie aufrecht hielten.

Die erste Hälfte von Mrs. Eddys Leben hätte wohl kaum die Aufmerksamkeit von Historikern geweckt. Ihr Vater, Mark Baker, gehörte dem strengen Kalvinismus an. Doch unterwarf Mary ihr natürliches Gespür für Gottes Liebe nie dieser harschen Theologie.

Trotz ihrer physischen Gebrechlichkeit und der tief verwurzelten Begrenzungen, denen Frauen damals generell ausgesetzt waren, gab sie nie ihren Sinn für Gottes Güte auf. Sie war davon überzeugt, dass sie an etwas festhielt, was sich ihrem Herzen offenbart hatte.

Dieser Standpunkt von Mrs. Eddy illustriert ihre Fähigkeit, der göttlichen Offenbarung zu vertrauen. Später schreibt sie: „Aus hartem Stein, Gewalt und Schein/ Kann Gott erneu'n;/ Es keimt die Saat, in Geist und Tat,/ Für die Getreu'n." (Christian Science Liederbuch, Nr. 160)

Mit jeder überwundenen Herausforderung wuchs ihre Überzeugung von Gottes Liebe und deren lebendiger, gegenwärtiger Macht in ihrem Leben. Sie lernte, dass es eine Koinzidenz zwischen der Wahrnehmung der Liebe Gottes und dem Erleben von Heilung gibt.

In den späten 1860ern, als ihr eigenes Leben in Gefahr war, wandte sie sich intuitiv den Evangelien zu. Die Worte, die sie las, öffneten die Tür zu ihrer Entdeckung — dass die ewige, unverfälschte, andauernde Macht der Liebe, die Jesus illustrierte, immer noch gegenwärtig und aktiv war. Das, was sie in diesem Moment verstand, ließ sie von dem Bett aufstehen, das ihre Freunde schon für ihr Totenbett gehalten hatten. Sie erklärte, dass sie diese Heilung durch die göttliche Wahrheit erfahren hatte, wie sie in Jesu Leben und Liebe offenbart wurde.

Von da an konnte Mrs. Eddy einfach niemanden leiden sehen, ohne darauf einzugehen. Forschungen über ihr Leben in dieser Zeit haben folgende Heilungsberichte ans Licht gebracht: ein entzündeter Finger, der amputiert werden sollte, Ischiasbeschwerden, Taubheit, Rauchen, Geisteskrankheit, Schwindsucht, Lungenentzündung und ein Klumpfuß. (Mary Baker Eddy, Christian Healer, Yvonne Caché von Fettweis, Robert Townsend Warneck, The Christian Science Publishing Society, Boston 1998, Kapitel 4 und 5) Als sie gefragt wurde, wie sie einen Mann geheilt hatte, der stark verkrüppelt war, sagte Mrs. Eddy: „Als ich diesen Mann ansah, floss mein Herz von unsagbarem Mitgefühl und Gebet über" (ebd. S. 229).

Dennoch genügte es ihr nicht, eine effektive christliche Heilerin zu sein. So schreibt sie in Wissenschaft und Gesundheit: „Nach meiner Entdeckung suchte ich drei Jahre lang die Lösung dieser schwierigen Aufgabe des Heilens durch Gemüt, ich forschte in der Heiligen Schrift und las wenig anderes, hielt mich von der Gesellschaft fern und widmete Zeit und Energie der Entdeckung einer definitiven Regel." Sie fährt fort: „... ich musste die Wissenschaft dieses Heilens ergründen, und durch göttliche Offenbarung, durch Vernunft und Demonstration fand ich meinen Weg zu absoluten Schlüssen" (S. 109). Dadurch, dass sie die Darlegungen ihrer Entdeckung der Wissenschaft des Christentums erklärte, erwarb sie die Fähigkeit, andere zu unterrichten.

Vieles aus diesem Abschnitt ihres Lebens ist noch unerforscht. Mrs. Eddy schreibt über sich selbst freimütig: „Bevor sie dieses Werk Wissenschaft und Gesundheit schrieb, hatte sie ausführliche Aufzeichnungen von Bibelauslegungen gemacht, die niemals veröffentlicht wurden. Das war während der Jahre 1867 und 1868. Diese Bemühungen zeigen, wie vergleichsweise unwissend sie bis dahin noch der enormen Aufgabe des Lebens gegenüberstand und wie sie schrittweise schließlich zu deren Lösung gelangte; und sie bewertet diese Schritte, wie Eltern, die Andenken an das Aufwachsen ihres Kindes schätzen, und sie möchte sie nicht geändert wissen." (Wissenschaft und Gesundheit, S. ix-x)

Während ihr die metaphysische Grundlage der göttlichen Wissenschaft klarer wurde, durchlief ihr Denken erdbebenartige Erschütterungen. Es dauerte mehrere Jahre, bis die alten theologischen Lehren ausgemerzt waren. Mrs. Eddy schrieb selbst, dass Wissenschaft und Gesundheit „unerhört ursprünglich" war. (Vermischte Schriften, S. 371) Dass diese Feststellung den Tatsachen entspricht, wird sichtbar, wenn man das Buch mit den Bibelnotizen vergleicht, die sie nur ein paar Jahre zuvor geschrieben hatte. Das Ausmaß der Umwandlung ihres Denkens, lässt uns innehalten und die Kraft der geistigen Offenbarung ermessen, die sich auf ihr Leben ausgewirkt haben muss.

Sie sollte sich zu einer der bedeutendsten religiösen Denker und Führer ihrer Zeit entwickeln. Sie rang unaufhörlich, den Leuten verständlich zu machen, dass es auf ihre Ideen ankam — die Wissenschaft des Christentums brauchte deren volle Aufmerksamkeit. Mrs. Eddy war davon überzeugt, dass Christian Science ihr durch Gott offenbart worden war und dass es ihre Gott-gegebene Mission war, sie der Welt weiterzugeben. Sie lenkte beständig die Aufmerksamkeit der Leute auf ihre Ideen hin. Mrs. Eddy fragte: „Fühlt ihr die Kraft nah und fern?" (Vermischte Schriften, S. 398, wörtlich übersetzt: Fühlt ihr die Kraft des Wortes?) Wenn ja, so schlussfolgerte sie, würden wir beginnen sie zu verstehen und das Ziel ihres Lebenswerkes wertzuschätzen. Doch die Presse neigte dazu, sie eher als alternde Betrügerin denn als die zentrale Figur in einer geistigen und religiösen Revolution darzustellen.

Mrs. Eddy war voll und ganz von der Aussage aus den Evangelien überzeugt, dass nur ein guter Baum gute Früchte hervorbringen kann und dass ein Baum an seinen Früchten erkannt wird. (Lk 6:43, 44) Sie warnte davor, dass unberichtigte falsche Darstellungen über sie in der Presse zu Missverständnissen führen, die ehrliche Sucher nach Wahrheit davon abhalten könnten, Christian Science zu finden. Deshalb unternahm sie Schritte, die Dokumente über ihr Leben zu erhalten, so dass die Wahrheit publik werden konnte.

Mit der Eröffnung der Mary Baker Eddy Bibliothek für den Fortschritt der Menschheit werden nun die ursprünglichen Materialien der Öffentlichkeit bereitgestellt, die nötig sind um die Ereignisse in Mrs. Eddys Leben wahrheitsgetreu zu erforschen.

Warum sollten wir das Leben dieser Frau besser verstehen? Ganz einfach, weil wir dadurch den Einfluss zu verstehen beginnen, den die Göttlichkeit auf das menschliche Leben haben kann. Wir werden sehen, dass es auch heutzutage immer noch möglich ist, diese geistige Beziehung herzustellen und dass bessere Gesundheit und größere Freiheit von Unfällen, Kriminalität oder sogar vom Tod auch heute möglich sind. Wir können erkennen, dass die Verheissungen, die Jesus durch sein Leben in die Welt brachte, heute noch immer real und machtvoll sind und dass sie sich in unserem Zeitalter erfüllen.

Mary Baker Eddys Lebenslauf zeigt nicht nur ein Leben auf, das in völliger Hingabe an Christus gelebt wurde, sondern vor allem eines, das sich vom Leben dieses guten Menschen, Jesus, bewegen und von seinem Beispiel anregen ließ und zwar so sehr, dass der verheißene Tröster, der uns alles, was Jesus sagte und tat, in Erinnerung bringt, in ihren Werken offenbart ist.

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