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Original im Internet

Die Heilung unserer Tochter

Aus der Mai 2020-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 27. Januar 2020 im Internet.


Unsere jüngste Tochter hatte immer sehr viel Energie. Seit sie krabbeln konnte, war sie praktisch ständig in Bewegung. Doch als sie sechs war, wurde sie auf einmal sehr lethargisch. Mein Mann und ich merkten schnell, dass sie Mühe beim Atmen hatte, und baten sofort eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft um Behandlung in der Christlichen Wissenschaft. Wir haben beide unser Leben lang überzeugende Heilungen in der Christlichen Wissenschaft erlebt und waren sicher, dass dies das richtige Vorgehen für unsere Tochter war.

Während mein Mann und ich unsere Tochter abwechselnd auf dem Schoß hielten, beteten wir intensiv für sie und fühlten die liebevolle Unterstützung der Praktikerin, die mehrmals hinsichtlich des Fortschritts mit uns redete. Die Gesundheit unseres Kindes und die Notwendigkeit einer schnellen Heilung standen für uns an erster Stelle, und die Praktikerin teilte die machtvolle, geistige Wahrheit mit uns, auf die sich ihre Behandlung stützte.

Ich erkannte, dass ich mental einen klaren Standpunkt für das beziehen musste, was ich durch mein Studium und meine Praxis der Christlichen Wissenschaft als wahr gelernt und demonstriert hatte, denn erst war ich vor Furcht wie gelähmt. Folgendes wusste ich: dass Gott All-Leben und allmächtig ist; dass es keine gegensätzliche Macht gibt, die das Leben oder die Gesundheit von Gottes Kindern wegnehmen kann; jedes Kind ist eine beständige Widerspiegelung des göttlichen Lebens; meine Tochter hat eine untrennbare Beziehung zu ihrem wahren Vater-Mutter-Gott.

Obwohl ich tief im Herzen wusste, dass all das wahr ist, musste ich den mentalen Lärm in meinem Kopf abstellen, der das Gegenteil behauptete. Es erschien mir richtig, die Wohnung zu verlassen, um an einem Ort weiterzubeten, wo ich nicht mit dem beängstigenden Bild unserer Tochter konfrontiert war. Sie war derweil in der kompetenten Obhut meines Mannes, einem Pfleger in der Christlichen Wissenschaft.

Damals lebten wir auf dem Gelände eines Pflegeheims der Christlichen Wissenschaft, dessen wundervolle Bibel-Referenzbibliothek ich häufig nutzte. Ich ging den Hügel hinunter zum Hauptgebäude und betete innig bei jedem Schritt, um Gott die Fürsorge unserer Tochter anzuvertrauen. Ich hatte in der Woche angefangen, das Buch Hiob in der Bibel zu lesen, und an einer Stelle aufgehört, wo all das Chaos über ihn hineinstürzte. Nun beschloss ich, die Geschichte zu Ende zu lesen.

Ich wusste bereits, dass Hiob bei all seinen schweren Herausforderungen nie Gottes machtvolle Gegenwart in seinem Leben anzweifelte und dass ihm alles, was er verloren hatte, reichhaltig ersetzt wurde. Interessanterweise hatte ich nie wirklich tief darüber nachgedacht, was erforderlich sein würde, um inmitten dieses menschlichen Leidens so viel Vertrauen zu haben und wirklich aus ganzem Herzen zu glauben, dass bei Gott alle Dinge möglich sind (siehe Matthäus 19:26). Ich erkannte, dass nun die Gelegenheit dazu gekommen war.

Mein Vertrauen auf Gott hatte oft auf wackligen Füßen gestanden. Es war kein Problem, Gottes Gegenwart und harmonische Auswirkungen auf mein Leben anzuerkennen, wenn alles glatt ging, doch mein Glaube war von äußeren Umständen abhängig geworden. Jetzt betete ich aus vollem Herzen, um zu verstehen, dass Gott immer gegenwärtig und die einzige Macht war und ist. Ich betete, um zu wissen, dass Er die Herrschaft über unsere Tochter hat und ihre Gesundheit aufrechterhält, auch wenn es gerade nicht so aussah. Wie Hiob konnte sie keinen Augenblick von Gottes liebevoller Fürsorge getrennt sein.

Ich wurde von einer Welle großer Freude und Unbeschwertheit erfasst und sprang mit der absoluten Überzeugung vom Stuhl auf, dass meine Tochter völlig frei war! Jeder Gedanke, der Furcht genährt hatte, löste sich im Licht des geistigen Verständnisses völlig auf. Ich machte mich auf den Weg nach Hause, um die Heilung meiner Tochter mitzuerleben und freudig zu begehen – ich war sicher, dass sie von allen Krankheitssymptomen frei war.

Doch in der kurzen Zeit, die ich in der Bibliothek verbracht hatte, war dichter Nebel aufgezogen und bedeckte den Hügel, auf dem wir wohnten. Ich konnte buchstäblich nichts sehen und lachte über die perfekte Metapher, die sich mir bot. Ich musste blind vertrauen, dass Gott mich führte und unterstützte, da ich nichts sehen konnte, genau wie ich vertrauen musste, dass Gott mein Kind versorgt. Die heilende Wahrheit, die Christus Jesus lehrte und praktizierte, kann heute genauso demonstriert werden wie vor Tausenden von Jahren. Ich musste mein Denken über das sterbliche Bild von Krankheit und Disharmonie (den Nebel) erheben, um das göttliche Bild zu sehen, das vollkommene Kind, das Gott erschaffen hatte.

Mary Baker Eddy sagt so passend: „Nach rechts und links in den Nebel hineinschlagen klärt niemals die Sicht, sich aber darüber erheben ist ein unübertreffliches Allheilmittel“ (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 355). Damit beschreibt sie genau meinen Weg zu einem besseren Verständnis von Gottes Herrschaft bzw. überragender Macht als das Heilmittel für Schwierigkeiten oder Krankheiten jeder Art.

Als ich froh zu Hause ankam, war mein Denken mit den vielen Stellen in der Bibel und den Schriften von Mrs. Eddy hinsichtlich der sich auflösenden Nebel des materiellen Sinnes und des durchscheinenden Lichts der göttlichen Wahrheit erfüllt.

Doch als ich die Wohnung betrat, hielt mein Mann unsere Tochter immer noch auf dem Schoß und es hatte den Anschein, als hätte sich nichts geändert. Ich weigerte mich, die geistige Überzeugung, die ich erlangt hatte, anzuzweifeln und leugnete vehement, dass Angst oder Entmutigung sich auch nur einen Augenblick wieder einschleichen konnten. Ich stand fest auf der Seite der Wahrheit und erklärte laut, dass meine Tochter gesund war und dass Gott regiert. Innerhalb einer Minute setzte sie sich auf, rutschte meinem Mann vom Schoß und verbrachte den Abend, als ob sie nie krank gewesen wäre. Jedes Anzeichen der Krankheit war verschwunden und sie war wieder so fröhlich und aktiv wie immer.

Ich bin sehr dankbar für diese wertvolle Erfahrung. Die geistigen Lektionen, die ich an jenem Abend gelernt habe, und mein Fortschritt im Glauben ebneten den Weg für zahllose andere Heilungen in meiner Familie und anhaltende Demonstrationen von Gottes Fürsorge. Unsere Tochter ist heute in der Oberstufe und treibt viel Sport. Sie erinnert sich sehr gut an den Augenblick, als sie wieder frei und normal atmen konnte. Meine Dankbarkeit für diese wertvolle Erfahrung und die machtvollen Lektionen, die ich gelernt habe, ist grenzenlos.

Angela Denson
Ballwin, Missouri, Vereinigte Staaten

Ich bin die in diesem Zeugnis erwähnte Tochter und weiß noch genau, wie ich augenblicklich völlige Freiheit erlangte. Ich konnte frei und natürlich atmen und es fühlte sich an, als habe es den Vorfall nie gegeben – es gab nicht die geringste Erholungsphase.

Madeleine Denson

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