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Original im Internet

Gesucht: Zeugen für Gottes vereinigende Harmonie und Liebe

Aus der Mai 2020-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 10. Februar 2020 im Internet.


Es war acht Uhr morgens in der Bäckerei. Ich saß an einem Tisch, während mein Auto in der Werkstatt nebenan repariert wurde. Als ich von meiner Zeitung aufsah, bot sich mir ein schönes Bild. Die Atmosphäre an diesem beliebten Frühstücksort war mit Leben erfüllt. Eine Kassiererin und ein paar Bauarbeiter tauschten lustige Geschichten aus. Ein Rentner bot einer Mutter mit zwei kleinen Kindern freundlich seinen Tisch an. Polizisten brachten einen kleinen Jungen zum Lachen. Und die ganze Zeit schmetterte ein Mitarbeiter zwischen Bestellungen Lieder – sehr zum Amüsement seiner Kollegen. Jeder brachte so viel Fröhlichkeit und Freundlichkeit zum Ausdruck, dass man meinen könnte, alle gehörten zur selben Familie.

Bei dieser Beobachtung fühlte ich mich ebenfalls erhoben. Ich dachte: „Wenn doch nur die ganze Welt täglich so aufwachen könnte!“ Die Nachrichten jenes Morgens hatten nun wirklich nichts mit dem Bild zu tun, das sich mir bot. Ich fragte mich: War dieser fröhliche Morgen in der Bäckerei nur ein winziges Phänomen in der Gesamtheit der Welt? Oder bot er einen Einblick in etwas sehr Bedeutsames und Echtes?

Ich wusste intuitiv, dass die zweite Möglichkeit die richtige war. Die Nachrichten berichten nicht immer von solchen Strömungen der Freude und Leichtigkeit, aber das heißt nicht, dass es sie nicht gibt oder dass sie nicht vonstattengehen.

Ja, solche Ausdrücke von Güte, Dankbarkeit, Wärme, Freude, Freundlichkeit, Selbstlosigkeit – ob in unserer eigenen Umgebung oder in fernen Ländern – weisen auf ein zeitloses, grundsätzliches Konzept hin, auf das ich durch mein Studium der Christlichen Wissenschaft aufmerksam geworden bin: dass wir alle einem göttlichen Vater-Mutter, einem erhabenen Urheber und Schöpfer entstammen. Diese ursprüngliche Quelle ist Gott, der universale, göttliche Liebe ist und uns als Sein Ebenbild oder Ausdruck erschaffen hat.

Die Bibel enthält dieses Konzept immer wieder in Stellen wie diesen: „Haben wir nicht alle einen Vater? Hat uns nicht ein Gott geschaffen?“ (Maleachi 2:10) und „Geliebte, lasst uns einander lieben, denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott geboren und kennt Gott“ (1. Johannes 4:7).

Genau diese geistige Realität unserer Einheit mit der göttlichen Liebe kommt uns zu Hilfe, wenn Bitterkeit, Rivalität oder Hass vorzuherrschen scheinen. Sie ermächtigt uns zu erkennen, dass wir einen Mangel an Liebe nicht zynisch als „ganz normal“ akzeptieren müssen. Die wahre Natur eines jeden von uns ist das geistige Ebenbild der Liebe, Gottes. Wenn wir diese Wahrheit durch Gebet besser verstehen und in unser Herz einlassen, wenn wir uns nicht von Disharmonie hypnotisieren lassen, sondern auf die Seite des Wahren stellen, folgen Heilung und Lösungen auf dem Fuß.

Einmal zerstritten sich mir nahestehende Menschen aufgrund von Missverständnissen und verletzten Gefühlen. In dem Wunsch, Harmonie wiederherzustellen, betete ich über die Situation und weigerte mich zu akzeptieren, dass Disharmonie unvermeidlich war.

Ich klammerte mich an das, was Jesus über unsere gottgegebene Kapazität zu lieben offenbart und demonstriert hat. Er fasste diesen Punkt klar zusammen, als er sagte: „Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut denen Gutes, die euch hassen, betet für die, die euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel seid“ (Matthäus 5:44, 45). In diesem Fall gab es keine „Feinde“, doch ich war von dieser Idee inspiriert, dass selbst die bittersten Situationen durch die Liebe gerettet werden können, die Gott in Seiner ganzen Schöpfung zum Ausdruck bringt.

Ich wusste, dass mehrere von uns in derselben Weise beteten. Am Ende wurde die liebevolle Kommunikation wiederhergestellt und normalisiert, und so ist es bis heute geblieben.

Mary Baker Eddy, die die Christliche Wissenschaft entdeckt und diese Zeitschrift gegründet hat, schrieb einst: „Ich stelle hohe Anforderungen an die Liebe, verlange tatkräftige Beweise für sie, ihr entspringende hochherzige Opfer und große Leistungen“ (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 250). Die Liebe, die ihren Ursprung in Gott nimmt, hat nicht Seltenheitswert, egal wie sehr es danach aussehen mag. Sie ist unendlich, einheitsstiftend und allgegenwärtig. Sie ist in den kleinsten Bäckereien und den größten Parlamentssälen gleichermaßen spürbar. Doch sie braucht aktive Zeugen, die sie erkennen, für sie einstehen und sie leben. Auf diese Weise kann jeder von uns daran beteiligt sein zu beweisen, dass diese Harmonie, Liebe und Freude keine einmaligen, zufälligen Eigenschaften sind, sondern die immer-aktive, universal zugängliche Wirklichkeit des Seins.

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