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Original im Internet

Suizidalität geheilt

Aus der Mai 2020-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 23. Dezember 2019 im Internet.


Ich hatte jahrelang mit einer psychischen Störung gekämpft, die sich in Form von Selbstmordgedanken äußerte. Dann wurde ich eines Tages aus den düsteren Gedanken, die mich in einer lähmenden Furcht vor Ablehnung gefangen gehalten hatten, herausgehoben.

In einem Moment erschien alles schwer und belastend. Ich hatte mit dem häufigen Gefühl gekämpft, dass etwas mich dazu zwingen wollte, Selbstmord zu begehen. Es hatte Zeiten gegeben, da hatte ich ein Familienmitglied angefleht, bei mir zu bleiben, mich nicht allein zu lassen, da ich riesige Angst hatte, dass ich mir etwas antun oder mich gar umbringen würde. Es hatte viele Tränen gegeben.

Und dann kam der Moment, wo es erschien, als sei ich von einem Alptraum aufgewacht, und ich war frei. Ähnlich wie Hiob in der Bibel sah ich auf einmal das Leben auf völlig neue Weise – dynamisch, fröhlich. Die neue Sichtweise erreichte mich unverzüglich.

Ich war in der Christlichen Wissenschaft aufgewachsen und hatte viele, meist schnelle Heilungen durch Gebet erlebt. In den zehn Jahren, die ich als Erwachsene mit diesem Problem verbrachte, wusste ich, dass Heilung möglich war. Ich hatte mehrmals Praktikerinnen bzw. Praktiker der Christlichen Wissenschaft bis zu dieser Heilung gebeten, für mich zu beten, und hatte Hilfe erhalten. Wahrheitsgedanken, die sie mit mir teilten und mit denen ich betete, betonten Gottes Liebe für mich, meine Identität als Gottes Bild und Gleichnis sowie die Einheit und Einzigartigkeit von Gemüt, Gott – dass es kein anderes Gemüt und kein anderes Befinden gibt als Gott und Seine geistige Schöpfung.

Ich hatte um die klare Erkenntnis gebetet, dass Freude ein dauerhafter Bestandteil meines Seins als Widerspiegelung Gottes ist. Ich hatte an Paulus’ kostbarer Botschaft im Römerbrief festgehalten, dass nichts uns von der Liebe Gottes trennen kann (siehe 8:35–39). Ich hatte mit der Antwort auf die Frage: „Was ist der Mensch?“ in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy (S. 475–477) und der geistigen Auslegung des 23. Psalms gebetet, die mit den Worten beginnt: „[Die göttliche Liebe] ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ (S. 578). Wissenschaft und Gesundheit erklärt, dass die Göttliche Wissenschaft der von Jesus verheißene Tröster ist (siehe S. 55). Alle diese inspirierenden Ideen unterstützten meine Gebete und halfen mir, mehr von diesem Tröster zu fühlen und aggressive Gedanken der Selbstzerstörung abzuwehren. Doch das Auf und Ab des Kampfes dauerte fort. Ich flehte Gott geradezu um Abhilfe von der Depression und der Versuchung an, Selbstmord zu begehen.

Als ich eines Tages einen Stapel Papiere und Zeitschriften durchsah, schlug ich eine Zeitschrift auf, um zu erkennen, warum ich sie aufbewahrt hatte. Mein Blick fiel auf einen Artikel, in dem eine psychische Krankheit beschrieben wurde, mit der eine Angehörige von mir diagnostiziert worden war. Ich hatte viel Zeit mit dieser Angehörigen verbracht, die medikamentös behandelt wurde, und der Zustand hatte Eindruck auf mich gemacht. Ich hatte nicht „gewacht“, wie wir in Wissenschaft und Gesundheit aufgefordert werden: „Steh Wache an der Tür des Denkens. Wenn du nur solche Schlüsse zulässt, die du in körperlichen Resultaten verwirklicht sehen möchtest, wirst du dich harmonisch regieren“ (S. 392).

Dieser Artikel beschrieb genau das, was ich erlebte. Selbst aus menschlicher Sicht konnte weder Vererbung noch Ansteckung die Ursache sein; die Angehörige und ich waren nicht blutsverwandt, und kein Mensch betrachtete diesen Zustand als ansteckend. Plötzlich erkannte ich, was für einen Glauben ich da eingelassen hatte.

Sofort wehrte ich mich vehement gegen den Gedanken, dieser Zustand könnte Wirklichkeit haben. Ich entgegnete auf die aggressive Behauptung, eine psychische Krankheit könne ein Teil meiner Erfahrung sein, mit aller Kraft: „Nein, natürlich nicht!“ Gott, das All-Gute, hat sie nicht erschaffen, daher konnte sie nicht wirklich sein.

Dann fing ich an zu lachen, denn ich erkannte, dass ich nur an meinem eigenen Glauben gelitten hatte, jemand könnte so etwas erleben. Ich hatte ihm Wirklichkeit zustanden, obwohl er nichts anderes war als ein aufdringlicher Gedanke.

In diesem Augenblick der Heilung sah ich vor meinem inneren Auge ein Kind mit einer Pusteblume. Ich war das Kind, und mit dem Samen der Pusteblume war der Glaube wie weggeblasen, dass ich oder sonst jemand eine psychische Krankheit haben könnte. Es fühlte sich an, als ob ein großer Felsbrocken aus meinem Kopf entfernt worden war, obwohl es natürlich keinen gegeben hatte. Plötzlich fühlte ich mich wieder dynamisch.

Dynamisch war das Wort, das mir einfiel. Ich rief meine Tochter in einer anderen Stadt an und sagte ihr, dass ich geheilt war. Natürlich war ich überglücklich. Es war lange her, dass ich solche Freude empfunden hatte. Ich fühlte mich wie der Mann in der Bibel, der von Lähmung geheilt worden war, lief und sprang und Gott lobte (siehe Apostelgeschichte 3:8).

Obwohl der Anschein bestand, als ob in den Jahren, in denen ich „ohne Unterlass“ (1. Thessalonicher 5:17) allein und mit verschiedenen Praktikerinnen und Praktikern der Christlichen Wissenschaft gebetet hatte, wenig Gutes passiert war, hatte Fortschritt stattgefunden. In meinem Denken hatte Heilung stattgefunden. Die Tatsache, dass dieser falsche Glaube von mir genommen und aufgelöst wurde, war ein Beweis dafür.

Wissenschaft und Gesundheit bezieht sich bei folgender revolutionärer Aussage auf die Auswirkungen der Wahrheit: „Die Wirkung dieser Wissenschaft besteht darin, das menschliche Gemüt so aufzurütteln, dass es seine Grundlage verändert, von der aus es dann der Harmonie des göttlichen Gemüts Raum geben kann“ (S. 162). Genau das war bei mir geschehen.

Ich hatte Jahre zuvor Elementarunterricht in der Christlichen Wissenschaft bei einem autorisierten Lehrer der Christlichen Wissenschaft genommen. Eines der Hauptthemen in unserem Studium des Heilens durch Gebet war, wie wichtig es ist, die geistige Wahrheit des Seins zu bekräftigen und den Glauben an das Böse als eine Wirklichkeit abzulehnen. Ich verstand, dass ich den irrigen Glauben an psychische Erkrankungen bis zu diesem Moment nicht wirklich abgelehnt hatte. Jetzt war mir absolut klar, wie unwirklich er war. Mir wurde bewusst, dass Gott mich in all den Jahren sanft zu dieser Erkenntnis geführt hatte.

Ich wusste, dass „Gott ... alles [ansah], was er gemacht hatte, und sieh, es war sehr gut“ (1. Mose 1:31). Diese Heilung liegt mehr als sieben Jahre zurück und ich kann ehrlich sagen, dass ich mich als fester und geliebter Bestandteil von Gottes Schöpfung jetzt wieder „sehr gut“ fühle. Ich bin tief, tief dankbar.

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