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Original im Internet

So fand ich zur Christlichen Wissenschaft

Auf der Suche nach einem geistigen Pfad zur Gesundheit

Aus der März 2021-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 7. Dezember 2020 im Internet.


Vor ca. zehn Jahren verging kein Monat, ohne dass ich wegen Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt werden musste. Da ich kränklich war, nahm ich oft verschreibungspflichtige Medikamente ein und ging in unsere örtliche Apotheke.

Es gefiel mir nicht, dass meine Gesundheit von Medikamenten abhängig war. Ich wollte frei davon sein und bat den Pastor der Kirche, die ich mit meinen Eltern besuchte, mich zu heilen. Er empfahl mir, drei Tage zu fasten, und ferner, mich weiter im Krankenhaus behandeln zu lassen. Ich ging nicht ins Krankenhaus, und nach drei Tagen Beten und Fasten füllten sich meine Augen mit Tränen, denn meine Gesundheit hatte sich nicht gebessert. Ich sagte: „Gott, kannst Du mich nicht heilen?“

Kurz darauf machte mich eine Nachbarin, die von meinem Verlangen nach geistiger Heilung wusste, mit einer Gruppe Christlicher Wissenschaftler bekannt in der Hoffnung, dass ich die Antworten finden würde, nach denen ich suchte. Die Christlichen Wissenschaftler trafen in ihrem Wohnzimmer zusammen, wenn sie unser Dorf in Nigeria besuchten. Ihre Unterhaltungen waren formlos; sie erhellten die Lehre der Christlichen Wissenschaft und wie ihre Anwendung Heilung bewirkt. Bei meinem ersten Besuch bekam ich das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy. Ich freundete mich schnell mit der Lehre in dem Buch und den Erklärungen an, die von Gott als Geist und dem Menschen als geistig gegeben wurden.

Bald darauf fuhr ich dann immer in ein anderes ca. 100 km entferntes Dorf, um die regelmäßigen Sonntagsgottesdienste und Mittwoch-Zeugnisversammlungen zu besuchen, die diese Christlichen Wissenschaftler abhielten. In der Zeit ging ich auch hin und wieder in meine eigene Kirche.

Eines Tages erkrankte ich wieder und wurde von meiner älteren Schwester, die sich sehr um meine Gesundheit sorgte, ins Krankenhaus gebracht. Doch wieder war mir der Gedanke an eine medizinische Behandlung unangenehm, denn sie hatte mich nicht geheilt, also verließ ich das Krankenhaus und ging heim. Meine Schwester bestand darauf, dass ich zurück ins Krankenhaus ging, aber ich weigerte mich. Ich sagte ihr, dass mir durch das Lesen von Wissenschaft und Gesundheit klar geworden war, dass ich ohne Medikamente behandelt werden konnte.

Seit ich die Christliche Wissenschaft studiere, habe ich gelernt, dass diese Glaubensrichtung die Tatsache respektiert, dass jeder Mensch das grundsätzliche Menschenrecht hat, selbst über seine Gesundheitsfürsorge zu entscheiden. Die Christlichen Wissenschaftler stehen nicht im Widerstreit mit Menschen, die sich teilweise oder ganz auf Medizin und andere materielle Mittel verlassen, um Heilung zu finden, und kritisieren sie auch nicht, doch die heilende Praxis der Christlichen Wissenschaft verwendet solche Mittel nicht. In meinem Bestreben, Christi Jesu Beispiel zu folgen, habe ich gelernt, dass das Heilen von Sünde und jeglicher Krankheit, ob körperlich oder mental, am besten bewerkstelligt wird, indem man sich einzig auf Gott verlässt und Gottes Wort akzeptiert, das im 1. Kapitel der Genesis folgendermaßen wiedergegeben wird: „Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau“ (Vers 27).

Als ich die Bibel und Wissenschaft und Gesundheit weiterstudierte, erlangte ich ein klares Verständnis von dem Unterschied zwischen den beiden Schöpfungsberichten in der Genesis, auf den die Lehre der Christlichen Wissenschaft verweist. Nach und nach erkannte ich die absolute Wahrheit des geistigen Berichts in 1. Mose 1 und den ersten Versen von 1. Mose 2, der besagt, dass Gottes Werk „sehr gut“ und vollständig ist, und verstand die Falschheit des materiellen Berichts im restlichen 2. Kapitel und danach.

Gleichzeitig half mir eine Stelle aus Wissenschaft und Gesundheit, die ich sehr liebe: „Die ewige Wahrheit wandelt das Universum um. In dem Verhältnis, wie die Sterblichen ihre mentalen Windeln ablegen, erweitert sich der Gedanke zum Ausdruck“ (S. 255). Ich hielt an dieser Idee fest, dass die ewige Wahrheit, Gott, mein Denken umwandelte, sodass ich die Natur Gottes und meine Beziehung zu Gott klarer verstand und begriff, dass ich als Sein Bild und Gleichnis erschaffen bin.

Als ich schließlich erkannte, dass all das wahr über mich ist, wurde mir klar, dass Lungenentzündung weder wirklich ist noch Macht über mich hat. Und dann dachte ich nur an diese Tatsache meiner geistigen Natur, und als ich in meinen Gebeten an dieser Wahrheit festhielt, erlebte ich die Heilung wie ein Licht, das die Dunkelheit überstrahlt. Ich war durch Christus erweckt worden, der den Menschen die wahre Idee von Gott vermittelt. Der alte Glaube über die Schöpfung – dass der Mensch ein anfälliger, aus Staub entstandener Sterblicher ist – verließ mich. Ich war vollständig von der chronischen Lungenentzündung geheilt.

Diese Heilung erfüllte mich mit Freude, und ich wusste, dass die Christliche Wissenschaft der richtige Weg für mich ist. Ich trat der Christlich-Wissenschaftlichen Vereinigung in Owerri, Nigeria, und der Mutterkirche in Boston, USA, bei. Seitdem hatte ich das Privileg, am Elementarunterricht in der Christlichen Wissenschaft teilzunehmen, wo ich ein besseres Verständnis vom praktischen Wesen von Christi Jesu Lehre erhielt und lernte, so zu heilen wie er.

Wir lesen in Wissenschaft und Gesundheit: „Wahrheit schafft eine neue Kreatur, in der das Alte vergeht und ‚alles neu geworden‘ ist“ (S. 201). Die Christliche Wissenschaft führte mich aus Verzweiflung heraus zu Gesundheit und Glück, und durch ihre Lehre verstehe ich nun etwas, von dem ich gedacht hatte, dass ich es nie begreifen würde: Körperliche Heilung einzig durch geistige Mittel ist möglich.

Esther Okoko

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Die Mission des Herold

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden ...“

– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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