Während der 1960er Jahre des Vietnamkriegs teilte ich mir eine Wohnung mit Kommilitonen, nahm an politischen Protesten und wilden Partys teil und trank häufig Alkohol. Wir hielten uns für kultiviert, waren aber in Wirklichkeit von Hass und Zynismus erfüllt. Ich kam oft mit Ressentiments gegenüber der Gesellschaft von politischen Protestmärschen zurück. Dieses aufgewühlte Denken führte dazu, dass ich häufig krank war. Ja, ich war immer wieder in der Krankenstation auf dem Campus, um Symptome zu behandeln, die meine Mitbewohner auch hatten – Grippe, Mononukleose und Lungenentzündung.
Meine Eltern waren Christliche Wissenschaftler und hatten mich zur Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft gebracht, doch im College war ich von der Christlichen Wissenschaft abgedriftet und besuchte weder die Kirche noch studierte ich diese Wissenschaft. Irgendwann war ich der vielen Krankheiten überdrüssig. Ich dachte: Ich sollte zu dem gesunden Lebensstil zurückkehren, den ich hatte, als ich noch bei meinen Eltern wohnte.
Eines Tages sah ich im Waschsalon einen Ständer mit Exemplaren des Christian Science Sentinels, einer Schwesternzeitschrift des Herolds. Ich nahm einen zur Hand und las ihn. Das erhobene Denken in den Artikeln erinnerte mich an die geistige Atmosphäre des Denkens, die ich spürte, wenn ich die Gottesdienste besuchte. Eine Woche später begegnete ich dem Mann, einem Christlichen Wissenschaftler, der die Zeitschriften zum Waschsalon gebracht hatte. Er war ein einfacher, freundlicher Immigrant, der als Herrenfriseur tätig war. Sein Verhalten stand in großem Kontrast zu der hasserfüllten, zynischen, pseudokultivierten Atmosphäre, die in meiner Wohngemeinschaft herrschte.