Viele Jahre lang hatte ich eine körperliche Einschränkung akzeptiert, die Teil meines Lebens geworden war. Als ich in der fünften Klasse war, teilte meine Lehrerin meiner Mutter mit, dass ich eine Brille brauchte. Sie sagte: „Er kann nicht lesen, was auf der Tafel steht.“ Meine Mutter besorgte mir eine Brille, aber ich trug sie nur, wenn es unbedingt nötig war.
Als ich den Führerschein machte, enthielt er den Vermerk, dass ich beim Autofahren eine Brille tragen müsse. Also setzte ich zum Fahren die Brille auf.
Viele Jahre später, nun im Rentenalter, wollte ich wieder einmal meinen Führerschein erneuern, bestand aber den Sehtest nicht. Aufgrund dessen erhielt ich die Aufforderung, mir eine stärkere Brille zu besorgen und dann den Test noch einmal zu machen. Der Optiker sagte mir allerdings, dass ich bereits die stärkste Brille hatte, die es gab. Er konnte nichts weiter für mich tun.
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