Über einen Zeitraum von ca. 20 Jahren litt ich an blutenden Hämorrhoiden. Alle Vierteljahre bluteten sie sehr stark. In diesen Fällen betete ich immer und die Blutungen hörten jeweils nach zwei, drei Tagen auf, doch das Problem kehrte immer wieder. Ich hatte mich damit abgefunden, dass es mich mein Leben lang begleiten würde. Es schien, dass ich nichts dagegen tun konnte. Ich erbat keine Hilfe von Praktikerinnen oder Praktikern der Christlichen Wissenschaft, da mir die Art des Problems peinlich war.
Vor einigen Jahren warf ein Freund, der Christlicher Wissenschaftler ist, die Frage auf, warum einige Probleme geheilt werden und andere nicht. Diese Frage verfolgte mich. Warum waren die Hämorrhoiden nicht geheilt worden, wenn ich bei so vielen anderen Dingen Heilung erlebt hatte? Also bat ich Gott um eine Antwort und fing an, in meinem Denken Engelsbotschaften bzw. Ideen von Gott zu erhalten.
Mary Baker Eddy, die Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, erklärt in ihrem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, dass wir aufgrund von Prüfungen wachsen. Sie schreibt: „Prüfungen sind Beweise von der Fürsorge Gottes“ (S. 66).
Ich erkannte, dass jede Lösung eines anhaltenden Problems mit Änderungen in meinem Denken beginnen muss. Außerdem wurde mir klar, dass ich immer mit denselben Gedanken auf diese Situation eingegangen war. Mein Denken musste sich ändern und verbessern, wenn ich Heilung erlangen wollte. Wir lernen in der Christlichen Wissenschaft, dass wir Heilung erleben, wenn wir uns den Ideen von Gott fügen, da sich alles im Denken abspielt.
Mir kam der Gedanke, dass ich größere Inspiration brauchte, um den Glauben zu überwinden, dass dieses Problem endlos bestehen würde. Diese Erkenntnis inspirierte mich. Ich fühlte eine geistige Zuversicht, dass ich dieses Problem überwinden würde, denn ich wusste, dass es nur eine Vorstellung und keine gottgegebene Wirklichkeit war.
Dann stieß ich auf diese Stelle in Wissenschaft und Gesundheit: „Wenn das menschliche Denken von einer Stufe des bewussten Schmerzes und der bewussten Schmerzlosigkeit, des Leides und der Freude zu einer anderen übergeht – von Furcht zur Hoffnung und vom Glauben zum Verständnis –, dann wird die sichtbare Manifestation schließlich der von Seele und nicht vom materiellen Sinn regierte Mensch sein“ (S. 125). Damit hatte ich die Antwort.
Erstens musste ich mein Denken ändern. Mir ging der Zustand zwar gegen den Strich, aber ich hatte ihn akzeptiert. Stattdessen musste ich die Wahrheit über mich wissen – dass ich geistig und von Gott erschaffen bin, kein körperliches Wesen mit einem Defekt. Ich bezog geistig Stellung und wusste und erklärte im Denken, dass ich den materiellen Glauben an ein Problem wie Hämorrhoiden nicht länger akzeptieren würde.
Zweitens erkannte ich, dass ich mehr Vertrauen auf Gott haben musste, wenn ich meine gedankliche Lethargie überwinden und ein neues, heilendes Ergebnis erleben wollte. Wir lesen in der Bibel: „Der Glaube ist die Wirklichkeit dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ (Hebräer 11:1). Und Wissenschaft und Gesundheit erklärt: „Glaube ist höher und geistiger als Annahme. Er ist ein Zustand des menschlichen Denkens, der dem einer Schmetterlingspuppe gleicht, in dem der geistige Beweis, der dem Zeugnis des materiellen Sinnes widerspricht, zu erscheinen beginnt und Wahrheit, die immer-gegenwärtig ist, verstanden wird“ (S. 297).
Ich erkannte, dass ich mehr Glauben haben musste, dass dieses neu errungene Wissen mich heilen würde. Das sterbliche Gemüt (das vorgebliche materielle Bewusstsein) versucht oft, uns einzureden, dass wir nicht genug Glauben haben. Doch Christus Jesus sagte, dass wir nur Glauben haben müssen „wie ein Senfkorn“, um zu erleben, dass sich Berge bewegen (siehe Matthäus 17:20). Ich achtete sehr darauf, inniger zu beten und zu wissen, dass dieses Problem durch göttliche Macht geheilt werden konnte.
Drittens erkannte ich, dass ich ein besseres, klareres Verständnis meiner Beziehung zu Gott benötigte. Immer wenn ich in der Bibel und in Wissenschaft und Gesundheit las, hielt ich nach neuer Inspiration Ausschau, und schon bald fühlte ich eine engere Verbindung zu Gott und zum Christus, der wahren Idee von Gott. Ich verstand, dass ich mich selbst zunehmend als Widerspiegelung Gottes erkennen und materielle Sichtweisen ablegen konnte, und wusste, dass dies meine Gesundheit wiederherstellen würde.
Und schließlich musste ich dankbar sein für alle Heilungen, die ich erlebt hatte, da sie Beweise von Gottes Fürsorge sind. Dazu gehörten Heilungen von Verbrennungen dritten Grades im Gesicht, von einem gebrochenen Arm, starken Allergien usw. Seit ich mit sechzehn die Christliche Wissenschaft kennengelernt habe, war ich weder in ärztlicher Behandlung noch habe ich einen Tag bei der Arbeit gefehlt.
Aufgrund dieser Offenbarungen fing ich an, mit neuer Inspiration zu beten. Das führte dazu, dass ich seit drei Jahren vollständig frei von Hämorrhoiden bin.
Ich konnte diese Wahrheitsgedanken auch auf andere langwierige Probleme anwenden. Ich erlangte meine völlige Freiheit von den schmerzhaften Nachwirkungen eines Skiunfalls, der mehr als vierzig Jahre zurückliegt. Vor ca. acht Jahren bekam ich Fußpilz, der meine Zehennägel dunkel verfärbte. Als ich vor mehr als einem Jahr mit neuer Inspiration betete, verschwand das Problem schlicht und einfach. Und vor rund zehn Jahren trat gelegentlich etwas auf, das mir wie starke Arthritis in den Händen erschien. Vor ungefähr zwei Jahren betete ich mit der oben beschriebenen heilenden Herangehensweise und den Gedanken hinsichtlich dieses Problems, und es ist seitdem nicht wieder aufgetreten.
Ich bin so dankbar für Mrs. Eddys Schriften und die Bibellektion aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft, die ich treu jeden Tag lese; sie haben mich befähigt, in Weisheit und Gesundheit zu wachsen.
Marshall Reddick
Mission Viejo, Kalifornien, Vereinigte Staaten
