
Editorials
Es kann vorkommen, dass wir meinen, selbst schuld an unseren Problemen zu sein. Oder wir glauben, wir wären dafür verantwortlich, dass sie geheilt werden.
Als ich unlängst online eine Reihe von christlich-wissenschaftlichen Zeugnissen las, fiel mir der enorme Kontrast auf zwischen dem Inhalt der heutigen sozialen Medien und dem kleinen Einblick in das Leben von Personen, der jeden Monat in Form von Heilungszeugnissen zu uns kommt. Statt „Selfies“ zu verbreiten – ob in Wort oder Bild –, mit denen die „neuesten“ Errungenschaften der Familie oder topaktuellen persönlichen Meinungen mitgeteilt werden, können wir sicher sein, dass Zeugnisse von heiligen, lebensverändernden Augenblicken berichten.
Alles, was Christus Jesus lehrte, spiegelte die über alles erhabene Liebe Gottes zum Menschen wider – und er bewies dies durch sein Leben. Seine Auferstehung gipfelte in dem Beweis für die ganze Menschheit, dass einzig und allein die göttliche Liebe Leben ist.
Manchmal scheint es, als stünden wir uns selbst im Weg. Entgegen unseren höchsten Hoffnungen und Bestrebungen scheinen gewisse Charaktereigenschaften und Angewohnheiten uns anzuhaften wie störrische Kletten, die man einfach nicht wieder los wird.
Mary Baker Eddys Hauptwerk Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift enthält ein Kapitel („Versöhnung und Abendmahl“), in dem die Autorin ausführlich auf das Opfer und den Triumph Jesu eingeht.
Die Vorstellungen und Erwartungen, die die Menschen mit Weihnachten verbinden, sind unterschiedlich. Für Händler etwa ist die Weihnachtszeit in der Regel ein wirtschaftlicher Segen, eine willkommene Quelle benötigter Einnahmen; andere hingegen beklagen die Kommerzialisierung des Festes.
Ganz gleich, ob es sich um einen wichtigen Meilenstein im Leben oder um ein akademisches Vorhaben handelt, ob es die Pflichten am Arbeitsplatz oder die Anforderungen eines Falls, der durch christlich-wissenschaftliche Behandlung geheilt werden soll, betrifft, oder ob es einfach nur um die täglichen Herausforderungen des Lebens geht – manchmal fühlt man sich schlichtweg überfordert. Und man mag sich fragen: „Wo fange ich bloß an?“ Wenn es mir so ergeht, muss ich häufig an folgende Stelle in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy denken: „Die Christliche Wissenschaft bildet keine Ausnahme von der allgemeinen Regel, dass es ohne Arbeit in einer bestimmten Richtung keine Vortrefflichkeit gibt.
Wären da nicht die etwas altmodisch anmutenden Vornamen, so könnte man fast meinen, es handele sich im Folgenden um eine Nachricht auf Facebook: „Heißt unsere Schwester Phöbe herzlich willkommen, die so vielen gegenüber freundlich und großzügig gewesen ist. Grüßt mir Priszilla und Aquila, die für mich Kopf und Kragen riskiert haben! Und viele Grüße auch an Epänetus, Andronikus und Junias!“ (siehe Römer 16:1–4, 5, 7).
Anlässlich der Einweihung des Erweiterungsbaus der Mutterkirche kam im Juni des Jahres 1906 eine große Schar Christlicher Wissenschaftler in Boston zusammen. Sogar aus den Zeitungsberichten jenes Tages wird deutlich, dass es dabei um mehr ging als lediglich um ein Treffen von dreißig- bis vierzigtausend Teilnehmern, die sich versammelt hatten, um an verschiedenen Veranstaltungen teilzunehmen.
Die Tatsache, dass allzu viele Menschen meinen, dass sie nichts mehr vom Leben haben und keinen anderen Ausweg sehen, als sich das Leben zu nehmen oder es mit medizinischer Hilfe zu beenden, deutet auf eine fundamentale, oft tragische, Fehleinschätzung dessen hin, was das Leben ausmacht. Wenn das Weltall wirklich mit dem Urknall begonnen hätte – egal wie komplex seine Entwicklung seither auch gewesen sein mag –, dann wäre Leben im Grunde ein Zufallsprodukt und nahezu sinnlos.