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Bücher sind machtvoll – und eines ganz besonders

Aus der Juni 2017-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Übersetzt aus dem Christian Science Sentinel, Ausgabe 6. Februar 2017


Von handgemeißelten Steintafeln über Papyrusrollen, zusammengenähten Pergamentbögen und gedruckten Papierseiten bis zur digitalen Wiedergabe auf Computern, Tablets und Smartphones – Bücher beschäftigen Denker seit Jahrtausenden und verbinden sie mit anderen Menschen, neuen Ideen und ganzen Welten.

Ein ganz besonderer Artikel über den Wert, Bücher zu lesen, ist in der Wochenendausgabe des Wall Street Journal vom 26./27. November 2016 erschienen. Er trug den Titel: „The need to read“ [Das Bedürfnis zu lesen]. Der Verfasser Will Schwalbe beschrieb den Segen des Internetzeitalters, wies aber auch darauf hin, dass wir angesichts der ständigen Unterbrechungen, die das Internet uns beschert, abschalten müssen. „Lesen“, so schrieb er, „ist eines der wenigen Dinge, die man allein tun kann und die einem doch das Gefühl geben, nicht allein zu sein. Es ist eine abgesonderte Tätigkeit, die einen mit anderen verbindet“ (S. C2).

Ich kann bestätigen, dass ein gutes Buch (ob auf Papier oder digital) in einem gemütlichen Sessel eines der schönsten Abenteuer des Lebens ist. Ich habe im Laufe der Jahre von Stapeln an Büchern profitiert, besonders von der Heiligen Schrift, die seit Jahrhunderten ein Bestseller ist, weil sie den Leser auf eine Weise geistig bereichert, die jedes menschliche Bedürfnis tief im Innern berührt. In Verbindung mit der Bibel ist das Buch, das den größten Einfluss auf mein Leben hatte – ein Buch, das mein Denken seit Jahrzehnten ganz erheblich beschäftigt –, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy. Es enthält die göttlichen Gesetze Gottes, die Christus Jesus praktizierte; sie wurden ihr aufgrund ihrer tiefen Liebe zu und ausführlichen Forschung in der Heiligen Schrift von Gott offenbart. Auf diese Weise erfüllt Wissenschaft und Gesundheit die Verheißung des Trösters, den Gott uns senden wollte, um Jesu Lehren zu erklären, und es ist die Manifestation des Büchleins, das Johannes auf der Insel Patmos von einem Engel prophezeit wurde (siehe Offenbarung 10:1–10) und „für alle zum Lesen und Verstehen“ geöffnet war (Wissenschaft und Gesundheit, S. 559).

Die Anweisungen des Engels lauteten, das Buch zu nehmen und „zu verschlingen“, und Wissenschaft und Gesundheit sagt uns: „Lest dieses Buch von Anfang bis Ende. Studiert es, sinnt darüber nach. Es wird am Anfang tatsächlich süß schmecken, wenn es euch heilt; aber murrt nicht über die Wahrheit, wenn euch deren Verdauung bitter erscheint“ (S. 559).

Als ich Wissenschaft und Gesundheit fand, hungerte ich so sehr nach einem Verständnis von Gott, dass ich ständig darin las. Es eröffnete mir die Welt der geistigen Wahrheit, der geistigen Realität, des unendlichen Geistes als unserem Schöpfer − auch meiner selbst und jedes anderen Menschen als Gottes geistige und vollkommene Schöpfung. Und seine Botschaft leuchtete mir völlig ein. Die Forschung war lieblich, und anstatt meinen Bauch bitter zu machen, wollte ich immer mehr lernen und das Gelernte im Alltag in die Tat umsetzen. Zu meiner Überraschung heilte es ein körperliches Gewächs, das ich mental unter den Teppich gekehrt hatte. Die Heilung trat ein, als ich die Unwirklichkeit des Gewächses mithilfe der Allmacht Gottes erkannte, die mir offenbart wurde.

Ich war jung, heiratete früh und bekam Kinder. Das Buch hielt tägliche geistige Nahrung und die heilende und errettende Macht Gottes für mich bereit, die ganz natürlich in mein Leben trat. Bei jedem Problem ließ ich mich von dem Buch leiten, und meine Familie, mein Umfeld und ich selbst fanden Heilung. Es ging mir wie in den Berichten auf den letzten 100 Seiten von Wissenschaft und Gesundheit – dem Kapitel „Früchte“ –, deren Verfasser es als das „Büchlein“ bezeichnen. Dort lesen wir von Leuten, die so von dem vereinnahmt und erhoben waren, was sie dort lasen, dass sie geheilt wurden, ohne dass sie wussten, wann die Heilung eingetreten war.

Doch in der Christlichen Wissenschaft geht es um viel mehr als nur körperliche Heilungen und Lösungen für andere menschliche Probleme. Wie jemand schrieb: „Ich hatte erst eine kurze Zeit gelesen, als eine wunderbare Umwandlung stattfand! Ich war erneuert, wie neugeboren“ (S. 666).

Das Mehr, das Wissenschaft und Gesundheit uns lehrt und von uns verlangt, damit wir diese geistige Umwandlung des Charakters erleben, ist die Überwindung von Sünde sowie die Notwendigkeit, der Ablehnung, der Verachtung und dem Hass, die dem Christentum Christi entgegengebracht werden, mit selbstloser Liebe zu begegnen, genauso wie Jesus dies getan hat. Hier kommt bei Menschen manchmal Bitterkeit auf, denn es kann erheblich angenehmer sein, gesundgemacht und respektiert zu werden, als Gewohnheiten und Reaktionen aufzugeben, die nicht mit der Heiligkeit Gottes übereinstimmen, dessen Ebenbild wir sind und demonstrieren müssen. Andererseits sind das Aufgeben der Sünde und der Ausdruck selbstloser Liebe die Fundstätte unserer Erlösung von jedem Gefühl von Nichtzugehörigkeit und Begrenzung. Darin lernen und erfahren wir, dass wir untrennbar mit Gott und miteinander verbunden sind, und zwar jederzeit und wo immer wir uns geographisch und kulturell befinden. Aus diesem Grund habe ich es immer eilig, liebgewonnene, aber fehlgeleitete Denk- und Handlungsmuster aufzugeben, selbst wenn dazu sehr viel Forschung, Gebet und demütiges Streben notwendig ist.

Wachstum in der Demonstration geistiger Vollkommenheit als Gottes geliebte Idee lässt mich das Buch Wissenschaft und Gesundheit verschlingen. Ich werde darin beständig in dieser erhebenden, rettenden Tätigkeit des Christus, der Wahrheit, bestärkt. Diese von Sünde, Krankheit und Tod befreiende Tätigkeit – Welten der Heilung und des Fortschritts, die wir erleben und anderen nahebringen können – hört nie auf. Sie baut auf der umwandelnden Macht auf, die durch Wissenschaft und Gesundheit kommuniziert wird. Darin lesen wir: „Gott bringt im Menschen die unendliche Idee zum Ausdruck, die sich unaufhörlich entwickelt, sich erweitert und von einer grenzenlosen Basis aus höher und höher steigt“ (S. 258).

Ob wir also Bücher auf Papier oder in Digitalform lesen, lohnt es sich definitiv, sich Zeit zu nehmen, insbesondere dieses Buch in Ruhe und Frieden zu lesen.

Barbara Vining

Übersetzt aus dem Christian Science Sentinel, Ausgabe 6. Februar 2017

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