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Die lebensverändernde Macht des göttlichen Geistes

Aus der Juni 2017-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Übersetzt aus dem Christian Science Journal, Ausgabe März 2017


Im Römerbrief werden wir liebevoll und überzeugend ermahnt, unser Leben unter die umwandelnde Macht des göttlichen Geistes zu stellen. Der entsprechende Satz lautet: „Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eurer Gesinnung, damit ihr prüfen könnt, was der gute, wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist“ (12:2).

Christen in aller Welt lieben diesen Vers von jeher wegen der darin enthaltenen Hoffnung und Verheißung. Viele kennen zweifellos den mächtigen göttlichen Einfluss, den dieser Vers verbalisiert. Die Christliche Wissenschaft führt aus, warum und wie die nötige Veränderung bewerkstelligt wird, und zeigt einen klaren und nachvollziehbaren Pfad auf, der uns von einer Anpassung an diese Welt zum guten, wohlgefälligen und vollkommenen Willen Gottes leitet. Wir folgen diesem Pfad, indem wir ein Verständnis von dem erlangen, was Gott ist – göttlicher Geist – und was der Mensch ist – das vollkommene Ebenbild des Geistes – und wie wir diese geistigen Tatsachen in unserem Leben demonstrieren können.

Mary Baker Eddy schreibt im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Geist, Gott, hat alles in und aus sich selbst erschaffen. Geist hat niemals Materie erschaffen.“ Und: „Nichts außer Geist, Seele, kann Leben hervorbringen, denn Geist ist mehr als alles andere“ (S. 335). Und wir lernen, was Geist tut: „Geist segnet den Menschen, aber die Menschen wissen nicht, ‚woher er kommt‘. Durch Geist werden die Kranken geheilt, die Leidenden getröstet und die Sündigen umgewandelt. Das sind die Wirkungen des einen universalen Gottes, des unsichtbaren Guten, das der ewigen Wissenschaft innewohnt“ (S. 78).

In dem Maße, wie wir geistige Erneuerung zulassen, kann sich unser Leben völlig ändern.

Falls wir bislang die Denkweise geteilt haben, dass alle Männer, Frauen und Kinder sterbliche, biologische Wesen sind, in einer ganz eigenen Welt völlig auf sich selbst gestellt, ist die Erkenntnis, dass wir in Wirklichkeit geistig sind, wie ein erfrischendes Luftholen. Und wenn die Macht des Geistes uns zu mentalen und moralischen Handlungen anregt, kann dies der Anfang der Veränderung sein, die im obigen Vers aus dem Römerbrief beschrieben wird.

In dem Maße, wie wir diese geistige Erneuerung zulassen, kann sich unser Leben völlig ändern. Eine umfassende, angemessene Liebe, die direkt der göttlichen Liebe entstammt, erfüllt unser Herz und wirkt sich auf alle Bereiche unseres Erlebens aus, wodurch unsere Zuneigungen, Ziele und unser Lebenszweck erhoben werden. Wir erlangen eine neue Sichtweise auf die Möglichkeiten unseres Lebens. Und eine solche geistige Umwandlung kann unsere Mitmenschen auf unzählige Weise segnen und zu einem segensreichen Leben führen.

Ich habe das selbst miterlebt, denn es ist meinen Eltern passiert.

Die beiden lernten sich in einer Bar kennen. Meine Mutter war eine regional berühmte Sängerin in einer zerrütteten Ehe. Mein Vater, acht Jahre jünger als meine Mutter, war in Sportlerkreisen bekannt. Beide waren starke Raucher, beide tranken regelmäßig Alkohol und hatten viel Spaß mit ihren Freunden in der Lieblingsbar.

Nachdem sie geheiratet und Kinder – meinen Bruder und mich – bekommen hatten, übernahmen sie eine Meierei. Dort erlitt mein Vater einen Nervenzusammenbruch. Das war die Art menschliche Krise, die Leute häufig dazu führt, nach etwas Besserem und Höherem zu streben, das ihnen Halt geben kann. Solch ein Ereignis ist außerdem eine Gelegenheit für Gott, uns den Christus, die Wahrheit, nahezubringen. Und natürlich kann eine solche Woge der Christus-Macht im menschlichen Dasein dieses Dasein auf eine Weise umwandeln, die weit über die Heilung des ursprünglichen Problems hinausgeht.

Meine Mutter brachte meinen Vater in die Psychiatrie eines Krankenhauses der ca. 50 km entfernten Großstadt. Dort trat ein Cousin meines Vaters, ein Praktiker der Christlichen Wissenschaft, auf merkliche Weise in unser Leben. Dieser Mann war ein wenig älter als mein Vater. Er hatte Jahre früher aufgrund einer Krankheit das Augenlicht verloren und war durch die inspirierte und beharrliche Anwendung der Christlichen Wissenschaft geheilt worden. Dank der gebetvollen Arbeit dieses lieben Praktikers wurde mein Vater vollständig von seinem Nervenzusammenbruch geheilt.

Natürlich ist es eine Sache, eine Heilung zu erfahren, wie mein Vater diesmal und sein Cousin vor ihm. Doch es ist ganz etwas anderes, die Macht der Wahrheit mitzuerleben, das Leben und die Denkweise derjenigen, die geheilt worden sind, völlig umzuwandeln. Und im Fall meiner Familie kann ich dankbar sagen, dass genau das passiert ist.

Nachdem mein Vater geheilt war, änderte sich unser Leben völlig. Der Alkohol, der Besuch von Bars und die alten Freunde verschwanden aus dem Leben meiner Eltern. Meine Mutter hörte kurz darauf mit dem Rauchen auf, und mein Vater tat es etwas später. Sie meldeten meinen Bruder und mich in der Sonntagsschule der Kirche Christi, Wissenschaftler, an; sie selbst lasen mit Ernst die Bibellektionen der Christlichen Wissenschaft. Beide Eltern traten der Mutterkirche und unserer Zweigkirche bei. All dies geschah mit der liebevollen Ermunterung des Cousins meines Vaters.

Wow, das war eine völlige Umkehr! Mein Bruder und ich waren mit Zigarettenrauch aufgewachsen und erinnern uns gut daran, von unserer Mutter winzige Mengen Bier zu bekommen, damit wir uns bei Partys nicht ausgeschlossen fühlten. All das änderte sich total. Nun hörten mein Bruder und ich häufig morgens beim Aufwachen, wie unsere Eltern unten gemeinsam die wöchentliche Bibellektion lasen. Und unsere Mutter bestand darauf, dass ihre Söhne ohne Ausnahme jeden Morgen einen Abschnitt der Lektion lasen.

Samstagabend war nicht mehr für Partys reserviert, sondern wurde zur Vorbereitung auf den Sonntagsgottesdienst genutzt. Und sonntagmorgens ging es um nichts anderes, als zur Kirche zu gehen und am Gottesdienst teilzunehmen. Später betätigte sich meine Mutter selbst als Heilerin in der Christlichen Wissenschaft.

Das Erlebnis meiner Familie steht für mich als Beispiel für die umwandelnde Macht des Christus. Man hört ähnliche Geschichten von Personen und Familien, die sich unvoreingenommen an die Christliche Wissenschaft gewandt haben. Die lebensverändernde Macht des Geistes hat nichts mit Wundern zu tun. Sie folgt einer unantastbaren göttlichen Gesetzmäßigkeit und gründet sich auf die Tatsache, dass der Mensch bereits das geliebte Kind eines allwissenden, allliebenden und allmächtigen Vater-Mutter Gottes ist, der sich in Seiner geistigen Schöpfung beständig zum Ausdruck bringt.

Die Umwandlung, die durch die heilenden Auswirkungen des Geistes zu den Menschen kommt, kann nur eine echte, umfassende Veränderung sein. Das sterbliche Gemüt wird immer argumentieren, dass eine oberflächliche Umstellung einzelner Teile genug ist. „Vielleicht reicht es vorerst, ein paar Sachen zu ändern“, sagt es. Doch der Wandel von einer materiellen, sterblichen Zielrichtung zu einer geistigen erfordert ein völliges Abwenden vom Alten, und das passiert, wenn der Mensch demütig dem Christus das Ruder überlässt.

Es scheint leicht zu sein, unserer Umwelt und Kultur zu gestatten, uns zu modeln. Doch in dem Maße, wie uns beigebracht wird, wir seien Sterbliche mit materialistischen Tendenzen, und wir unser Leben an diese limitierte Sichtweise anpassen, sind wir menschlichen Schwächen wie physischen und psychischen Krankheiten ausgesetzt. Diese Sichtweise hatten meine Eltern, als mein Vater den Nervenzusammenbruch erlitt. Die starke umwandelnde Wirkung des göttlichen Geistes auf ihr Denken befreite sie aus der kulturellen Schublade, in die sie sich gesteckt hatten, und sie erhielten ein Christus-gleiches Verständnis von Leben und ihrem Daseinszweck.

Die ewige Arbeit des göttlichen Geistes liegt darin, unendliche Vollständigkeit und Vollkommenheit in ihrer geistigen Idee, dem Menschen, zum Ausdruck zu bringen. Wenn wir unser echtes, geistiges Selbst schon im Kleinen begreifen, zeigt die umwandelnde Macht des Geistes bereits Auswirkungen. Und wie unsere Familie festgestellt hat, ist ein Leben des Gehorsams gegen die moralischen und geistigen Gesetze, die Christus Jesus uns gelehrt hat, nie langweilig, sondern von stiller Freude, geistigem Wachstum und Fortschritt erfüllt.

Übersetzt aus dem Christian Science Journal, Ausgabe März 2017

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