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Gebet beendet Schmerzattacke

Aus der Juni 2017-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Übersetzt aus dem Christian Science Journal, Ausgabe April 2017


Gegen halb zwei morgens wurde ich eines Tages durch ein seltsames Gefühl in einer Seite und dem Rücken geweckt. Kurz darauf folgten starke Schmerzen, die mir das Atmen erschwerten. Meine Frau wurde durch mein Aufstöhnen und die ruckartige Suche nach einer besseren Lage geweckt und fragte, ob sie beten solle. Ich nickte und rollte aus dem Bett in der Hoffnung, auf dem Boden besser zu liegen.

Große Furcht durchdrang mich, und ich war fast geneigt, mich davon übermannen zu lassen. Als ich merkte, dass ich wissen wollte, worin das Problem lag, statt es als irrig abzuweisen, wandte ich meine Gedanken von den Symptomen ab und erteilte mir selbst eine Behandlung in der Christlichen Wissenschaft. Ich wusste, dass der Mensch eine geistige, von Gott erschaffene Idee ist, die völlig den göttlichen Gesetzen untersteht. Ich erklärte im Stillen, dass ich als das Ebenbild Gottes unsterblich, vollkommen und frei von sterblichen Gesetzen der Gesundheit und Körperlichkeit bin.

In meinem Freiheitsbestreben machte ich mir die Wahrheit über mich selbst bewusst und widersetzte mich laut jeder Suggestion, dass Gottes Idee, der Mensch, einem Angriff ausgesetzt sein könnte. Ich kehrte das Bild von mir als kränklichem Sterblichen energisch ins Gegenteil um und bestand darauf, dass ich nicht aus Materie bestehe und dass Gott weder jetzt noch jemals abwesend ist.

Obwohl ich schlecht atmen konnte und nur mit Mühe bei Bewusstsein blieb, wies ich weiter jedes Symptom als Falschaussage zurück und ersetzte es durch sein geistiges Gegenteil der Wahrheit. Ich bestand auf meinem geistigen Wesen, das zu Gottes Bild und Gleichnis gemacht ist, und sagte mir, dass der Körper nicht selbsttätig sein kann – er scheint es nur zu sein (siehe Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, S. 393).

Mir kam der Gedanke, dass dies die letzten Momente meines Erdendaseins sein könnten, doch ich ersetzte diese Furcht gelassen mit einer Überlegung, die ich kurz davor gehabt hatte, nämlich dass Gott unsere Gebete nicht hören muss. Mit anderen Worten, selbst die innigste, dringlichste, selbstloseste Bitte wird Gott nicht dazu bringen, mehr zu tun, denn Er hat längst alles Nötige bereitgestellt. In dem Moment fand ich den Mut, mich völlig Gottes Allmacht anzuvertrauen in der Gewissheit, dass Er weiß, was ich brauche.

Während ich über diese und viele ähnliche Ideen nachdachte, erkannte ich die Absurdität der Vorstellung, dass etwas Teil einer geistigen Idee (also von mir) sein konnte, was Gott unähnlich ist – ein fehlerhaftes oder krankes (oder auch gesundes) Organ zum Beispiel. Ich begriff, dass alles in Wirklichkeit ein geistiger Ausdruck von Gott ist. Gottes Ideen können unmöglich krank, überfallen oder schikaniert sein.

Beruhigt und zuversichtlich legte ich mich wieder ins Bett und schlief friedlich bis zum Morgen. Um sechs Uhr wachte ich voller Vorfreude auf, Mrs. Eddys Schriften weiter zu studieren. Ich wurde dazu geführt, besonders eine wichtige Aussage von Mrs. Eddy erneut zu betrachten, die mir während der Nacht beim Beten gekommen war. Sie erscheint im Kontext einer Erklärung von Jesu Heilung und lautet: „Heute wie damals gilt für Christen der direkte Befehl, christusgleich zu sein, den Christus-Geist zu haben, dem Christus-Beispiel zu folgen und sowohl die Kranken als auch die Sündigen zu heilen“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 138).

Diese Heilung liegt mehr als zehn Jahre zurück, und die Symptome sind nicht zurückgekehrt, noch hat es auch nur eine Spur des Problems gegeben. Sie ist ein praktischer Beweis dafür, dass Heilung nicht nur ein gelegentliches „Wunder“ ist, sondern das verlässliche Ergebnis, das wir von Gebet auf der Grundlage eines geistigen Verständnisses erwarten können.

Natürlich bin ich dankbar für diese schnelle und dauerhafte Heilung und dass meine Frau durch Gebet geholfen hat, doch lässt sich meine Freude über die Gewissheit kaum ausdrücken, dass wir uns jederzeit uneingeschränkt an Gott wenden können, egal worum es geht.

Jon Lang
Lee’s Summit, Missouri, Vereinigte Staaten

Übersetzt aus dem Christian Science Journal, Ausgabe April 2017

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