Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer
Original im Internet

Die Krone, die das Kreuz krönt

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 30. März 2026


Stellen Sie sich die Situation vor: Ein durch und durch guter Mensch – vollständig rein, heilig, liebevoll und gerecht; er liebte uneingeschränkt, und keine seiner Heilungen war misslungen. Und doch war Jesus wie ein Verbrecher zum Tode verurteilt worden. Die „Krone“, die er am Tag seiner Kreuzigung trug – eine Dornenkrone –, war ihm als Verhöhnung seiner prophezeiten Stellung in der Menschheitsgeschichte aufgesetzt worden. Von außen gesehen, besonders aus Sicht derer, die ihn kannten und liebten, muss das wie das Ende ausgesehen haben – das schlimmstmögliche Ende. Trotz allem, was Jesus ihnen versprochen hatte, schien es keine Hoffnung zu geben, dass er auferstehen würde.

Und auch uns mag es manchmal so vorkommen, wenn auch auf einer weniger dramatischen Ebene. Inmitten der Qual, ob aus Angst, Verrat, einer lähmenden Enttäuschung oder aus körperlichen Schmerzen, sieht ein Sieg über das augenfällige Gewicht materieller Umstände keineswegs gesichert aus.

So furchtbar und ungerecht die Kreuzigung von Jesus auch war, so hatte es dennoch einen Hinweis auf Gnade gegeben, den wir uns in unseren eigenen Kämpfen zu Herzen nehmen können, nämlich, dass Jesus durch vorherige Erlebnisse auf diese Situation vorbereitet worden war, ähnlich wie David, der einen Bären und einen Löwen erlegt hatte, bevor er siegreich gegen Goliat antrat. Die Bibel berichtet von drei Personen, die Jesus von den Toten erweckt hatte: Die gerade gestorbene zwölfjährige Tochter von Jairus, den erwachsenen Sohn einer Witwe, der kurz zuvor gestorben war, und Jesu Freund Lazarus, der bereits vier Tage im Grab gelegen hatte. Nach diesen unanfechtbaren Beweisen des unvergänglichen Lebens nahm Jesus den höchsten Glauben an ein materielles Leben und einen materiellen Tod in Angriff und überwand ihn, indem er vom Grab auferstand. An dem Tag, den die Christenheit als Ostern feiert, stellen wir den eindeutigen Beweis des auferstandenen Erlösers in den Mittelpunkt, dass ein Sieg über Hass, Gewalt und sogar den Tod nicht nur möglich, sondern unvermeidlich ist. Und diesen Beweis erbrachte er nicht nur für ihn selbst, sondern für jeden Menschen, der in seine Fußstapfen trat.

Am Ende schmückte nicht ein Dornenkranz, sondern eine königliche Krone das Kreuz – ein Symbol der alles überragenden Autorität. Erniedrigung war durch Herrschaft und letztendlich Majestät ersetzt worden. Jesu Sieg war einzigartig, doch die Christliche Wissenschaft erklärt, dass er uns allen den Weg vorzeigte. Mary Baker Eddy, die Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, beschrieb unsere eigenen (metaphorischen) Kreuz-und-Krone-Erfahrungen, als sie erklärte (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 254): „Deine guten Werke werden verleumdet werden. Das ist das Kreuz. Nimm es auf dich und trage es, denn durch das Kreuz gewinnst und trägst du die Krone.“

Wie ermutigend ist es zu erkennen, dass Augenblicke, in denen wir unseren persönlichen Willen und unsere Persönlichkeit als Opfergabe darbringen, uns befähigen, die Krone zu tragen. Eine andere Auslegung der Stelle könnte sein, dass wir die Krone ständig tragen, so „unüberwindlich“ eine Hürde auch aussehen mag. Mrs. Eddy erklärt in Wissenschaft und Gesundheit, dass der Sieg bereits in Sicht ist, selbst wenn wir uns noch mitten im Kampf befinden (S. 574): „Gerade den Umstand, den dein leidender Sinn für bedrohlich und schmerzlich hält, kann Liebe in einen Engel verwandeln, den du ohne dein Wissen beherbergst.“

Wie ist das möglich? Nur das durch die Linse der Christlichen Wissenschaft betrachtete Leben von Jesus kann diese Frage beantworten. Mit jeder Heilung und jeder Zurückweisung lang gehegter, aber falscher theologischer Vorstellungen über Gott bewies Jesus, dass Leben in und aus Geist, Gott, die einzige Wirklichkeit für uns alle ist. Unser Vater-Mutter-Gott ist Liebe und Leben – unzerstörbar, unvergänglich, ewig –, die wahre Quelle und Substanz unseres Seins.

Das bedeutet, dass Jesu Heilungen und sonstige Beweise von Gottes Macht und Gegenwart nicht das Ergebnis eines Kampfes mit einer anderen echten Macht namens Übel waren. Vielmehr zeigten sie die Allerhabenheit und Allheit Gottes, des Guten, wodurch der Glaube an das Böse und an Sterblichkeit hinfällig wird. Heilungen folgten dieser Offenbarung von Gottes nahe gekommenem Reich, obwohl für Jesus dieses Reich – und die Heiligkeit und Vollständigkeit eines jeden Menschen als Gottes geliebtes Kind – schon immer vorhanden und deutlich gewesen war und immer sein würde.

Von außen gesehen stellte Jesu Missionstätigkeit vermutlich eine große Hoffnung dar sowie etwas, das interessant und vielleicht sogar ein wenig spannend war. Würde der Mann Jesus fähig sein, in dieser Stadt zu heilen oder jener Person zu helfen, so wie er es an anderen Orten und bei anderen Personen bewerkstelligt hatte? Sogar seine Jünger, die ihn begleiteten und mit Sicherheit die wachsende Liste der von ihm vollbrachten Heilungen mitverfolgt hatten, hegten weiter Zweifel. Das änderte sich nach seiner Auferstehung allerdings. Mrs. Eddy äußerte sich über das zunehmende geistige Verständnis der Jünger mit der Beobachtung, dass Jesu Auferstehung auch ihre Auferstehung war. Sie schrieb (Wissenschaft und Gesundheit, S. 34): „Sie half ihnen, sich und andere aus geistiger Stumpfheit und blindem Glauben an Gott zu der Wahrnehmung unendlicher Möglichkeiten zu erheben.“

Es war, als ob das Kreuz und die Krone, zuvor zwei getrennte Dinge, jetzt als dauerhaft verknüpft offenbart worden waren: die Krone auf dem Kreuz. Jesus hatte bewiesen, dass für jeden Menschen und bei jeder sterblichen Herausforderung die Wahrheit über die Allerhabenheit des Geistes zur Hand ist, um erkannt und erlebt zu werden. Und in den seitdem vergangenen Jahrhunderten wurden auf dieser Grundlage zahllose Heilungen vollbracht.

Und Heilungen finden nach wie vor statt. In dem Maße, wie wir Jesu Beispiel folgen, ist jede noch so bescheidene Heilung ein weiterer Beweis dafür, dass die strahlende Wirklichkeit des göttlich Guten die einzige Wirklichkeit ist, denn unsere Gebete gründen sich auf dasselbe göttliche Gesetz von Leben und Liebe, das auch Jesu Demonstrationen zugrunde lag. Und wir werden dadurch gestärkt, dass wir unsere gottgegebene Immunität erkennen und behaupten, selbst inmitten schwerer Zeiten, da Jesus uns gezeigt hat, dass der Sieg garantiert ist.

Das Versprechen von Ostern – sichtbar gemacht durch ein Kreuz, das mit dem höchsten Symbol der Hoheit und des Sieges gekrönt ist –, liegt darin, dass Jesu Bezwingen des Hasses durch Liebe und des Todes durch Leben nicht nur ein glorreicher, sondern ein unausbleiblicher Triumph war. Es ist die verlässliche Grundlage für unsere eigene Heilarbeit, die auf diese Weise Früchte tragen wird.

Ethel A. Baker
auf Einladung der Redaktion

Wenn Sie mehr Inhalte wie diese erforschen möchten, können Sie sich für wöchentliche Herold-Nachrichten anmelden. Sie erhalten Artikel, Audioaufnahmen und Ankündigungen direkt per WhatsApp oder E-Mail. 

Anmelden

Weitere Artikel im Web

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

                                                                                                                            Mary Baker Eddy

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.