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Original im Internet

Gebet und Frieden in Flughöhe

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 14. September 2026


Mein Flugzeug hatte bereits abgehoben, bevor mir klar wurde, dass ich meinen Laptop am Sicherheitsschalter eines der meistgenutzten Flughäfen des Landes vergessen hatte. Mein Herz machte einen Aussetzer, als ich an die Hunderte von Familienfotos dachte, die dort abgespeichert waren, ganz zu schweigen von den Manuskripten – meiner Haupteinnahmequelle –, die ich als freiberufliche Autorin erstellt hatte.

Panik setzte ein. Es würde einfach sein, den Laptop zu stehlen. Oder vielleicht hatte jemand ihn versehentlich mitgenommen? Ich konnte mit niemandem im Flughafen kommunizieren, und keiner im Flugzeug konnte helfen. Was sollte ich machen?

Ich betete, um meine Gedanken aus diesem Kreislauf der Angst und Verzweiflung zu befreien. Glücklicherweise hatte ich Hilfe zur Hand. Ich reise immer mit drei Büchern, die für meinen inneren Frieden unverzichtbar sind – Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, einer Sammlung von Mrs. Eddys kürzeren Schriften in einem Band namens „Prose Works“ [Prosawerke] und der Bibel. Diese drei Bücher enthalten praktische Anweisungen über Gott, unsere geistige Natur und unsere Beziehung zu Ihm.

Als ich mir bewusst machte, dass ich einen direkten Kommunikationsweg zu unserem Schöpfer habe, erkannte ich, dass ich keinen Menschen als Vermittler brauchte. Ich hatte unmittelbaren Zugang zur höchsten Macht. Gott, das Gute, ist immer gegenwärtig und allwissend. Unser Vater-Mutter-Gott hört und beantwortet unsere Gebete. Ich musste nur darauf lauschen, was Er mir über diese Situation mitteilte.

Ich schlug Mary Baker Eddys Buch Vermischte Schriften 1883–1896 in „Prose Works“ auf und fing an, darin zu lesen. Gleichzeitig betete ich darum, zu der Harmonie und Güte zu erwachen, die wir als Gottes Kinder alle in uns schließen. Die Christliche Wissenschaft lehrt, dass wir unschuldig und rein und von Gott, Geist, nach Seinem Ebenbild erschaffen sind. Gemüt ist ein Synonym für Gott, und so spiegeln wir Seine Weisheit und Integrität wider. Keine Unehrlichkeit, kein Unfall, keine Zerstreuung und kein Misstrauen können sich in unser Erleben einschleichen.

Folgende Aussage beruhigte mich (S. 56): „Gemüt und Materie, in ständigem Kampf miteinander begriffen, sind ein Reich, das mit sich selbst uneins ist und wüste wird. Die endgültige Zerstörung dieses falschen Glaubens an die Materie wird bei der vollen Offenbarwerdung des Geistes in Erscheinung treten – in einem Gott und in der Brüderschaft der Menschen.“ In diesem Moment beschrieb die Vorstellung von einem Reich, „das mit sich selbst uneins ist“, die entmutigenden Gedanken, die in mir herumschwirrten – Konzepte, die durch das Verständnis zerstört werden mussten, dass Gott ganz und gar gut ist und wir alle als vollständig unschuldig konzipiert sind. Und der letzte Teil der genannten Stelle – ein Gott und die Brüderschaft der Menschen – rüttelte mich wirklich wach! Gott, Gemüt, etabliert die Schwesternschaft und Brüderschaft der Menschen und macht uns alle empfänglich für Seine Güte und Harmonie.

Irgendwann schaute ich aus dem Fenster des Flugzeugs. Tief unter mir schienen alle Gebäude, Seen und Straßen genau an ihrem richtigen Platz zu sein. Was für eine wundervolle Gelegenheit, meinen mentalen Aussichtspunkt weit über Angst vor einem Verlust zu erheben. Psalm 139:7, 8 versichert uns: „Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? Stiege ich zum Himmel hinauf, bist du da.“ Womit wir auch konfrontiert sind – schwierige Lebenssituationen, unharmonische Beziehungen oder gesundheitliche Probleme –, Gott ist da. Unsere Rolle besteht darin, innezuhalten, zuzuhören und auf Gottes Führung und Schutz zu vertrauen.

Als wir landeten, hatte ich ein beruhigendes Gefühl von Frieden und die Überzeugung von Gottes Kontrolle, Ordnung und Timing. Nach einigen Telefonaten und der Hilfe freundlicher Angestellter des Flughafens erfuhr ich, dass mein Computer im Fundbüro abgegeben worden war. Da ich an einem anderen Ort war, fuhr freundlicherweise eine Verwandte von mir zum Flughafen, um den Laptop abzuholen und zu mir nach Hause zu bringen.

Ich war erleichtert und dankbar, jedoch nicht überrascht über das Ergebnis. Meine Gebete hatten bestätigt, dass nichts und niemand jemals außerhalb von Gottes Regierung ist. Mir war die Ironie, dass mich meine Reiseroute hoch in die Luft geführt hat, nicht entgangen. Das hatte mich dazu eingeladen, eine höhere, geistige Sichtweise einzunehmen, die mir eine neue Erhabenheit des Gebets ermöglichte. Nicht einmal der Himmel ist die Grenze, wenn es um Gottes heilende Reichweite geht!

Cynthia Russell
Melbourne, Florida, Vereinigte Staaten

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