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Original im Internet

Gottes Reichtum ist bereits vorhanden

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 14. September 2026


Angesichts einer anhaltenden Krise in der Wasserversorgung bestimmter Teile von Johannesburg in Südafrika fühle ich mich immer wieder veranlasst, tiefer über die wahre Quelle aller Versorgung nachzudenken, nämlich Gott, Geist – und über die grenzenlosen Ressourcen von Geist. Die häufigen Ausfälle der Wasserversorgung in unserer Region werden für meine Familie dadurch verschlimmert, dass unser Haus sich ganz oben an einem Hang befindet. Wenn ein Problem auftritt, das auf die Infrastruktur zurückzuführen ist, sind wir im Allgemeinen die Ersten, denen das Wasser ausgeht, und die Letzten, die wieder Wasser bekommen.

Wassermangel betrifft weit mehr als die Bestandteile des Alltags wie Wäschewaschen, Putzen, Kochen und Körperhygiene. Er beeinträchtigt das Einkommen vieler und auch unseres, denn wir vermieten ein kleines Haus auf unserem Grundstück. Wie die meisten hier haben wir einen 5000-Liter-Tank, der Ausfälle in der Versorgung überbrücken soll. Wenn kein Wasser aus der Leitung bereitsteht und der Tank leer ist, müssen wir zusätzlich zur normalen Wasserrechnung teures Wasser von einem Privatversorger bezahlen. Und wenn Ausfälle mehr als zehn oder vierzehn Tage dauern, wirkt sich das sehr stark auf das emotionale Gleichgewicht der Bevölkerung aus. Die Wasserkrise hat die Grundstückswerte beeinträchtigt, sodass es unmöglich geworden ist, ein Haus zu verkaufen und woanders hinzuziehen.

Bei jeder Unterbrechung bete ich innig – und beschäftige mich eingehend mit den Gesetzen Gottes, des Guten –, um mit Konzepten aus den Lehren der Christlichen Wissenschaft auf die Situation einzugehen. Das hat uns vielfach vor einem Ruin geschützt. Wir haben kostenlos Wasser aus unerwarteter Quelle bekommen, Gottes reichhaltige Versorgung deutlich gemacht und Momente der Gnade erlebt, die uns geholfen haben, auch bei akutem Stress die Hoffnung nicht zu verlieren.

Doch unser jüngster Wasserausfall war eine besonders große Herausforderung. Nach acht Tagen ohne Wasser aus der Stadtversorgung enthielt unser Wasserspeicher nur noch ca. 30 Liter. Unser Mieter war verständlicherweise verärgert, denn er wollte duschen und Wäsche waschen. Hinzu kam, dass eine starke Hitzewelle herrschte. Ich hatte jedoch nicht das Geld, Wasser zu kaufen.

Ich bezog mich auf alles, was ich über Gottes unbegrenzte Versorgung mit geistig Gutem gelernt habe, und bekräftigte, dass Wasser eine geistige Idee repräsentiert. Eine geistige Idee kann nicht eingedämmt werden. Nicht in einem Wasserkrug. Nicht in einem Reservoir. Nicht in einem Wasserspeicher. Gottes Versorgung ist unendlich! Ich beschloss, mich von dem so wirklich erscheinenden Mangel abzuwenden, damit ich diese grenzenlose geistige Versorgung erkennen konnte. Ich war überzeugt, dass wir, wie der Apostel Paulus in Römer 8:35, 37 bestätigt hat, durch nichts von Gottes Liebe getrennt werden können – ob von einem defekten Wasserreservoir, einer unfähigen Stadtverwaltung oder einem leeren Wassertank.

Die Bibellektion jener Woche aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft hatte das Thema „Liebe“ und war besonders hilfreich. Die Grundbotschaft – dass Liebe, Gott, allen Raum erfüllt – gab mir Auftrieb. Ich argumentierte, dass unser Tank nicht wirklich leer oder nur mit Luft gefüllt sein kann, da Liebe den Tank füllt. Die christliche Heilerin Mary Baker Eddy schreibt (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 520): „Die Tiefe, Breite, Höhe, Macht, Majestät und Herrlichkeit der unendlichen Liebe füllen allen Raum. Das genügt!“ Stellen Sie sich vor, den Widerhall in einem leeren 5000-Liter-Tank zu hören und zu wissen, dass Liebe den Tank füllt!

Biblische Metaphern für Gottes Liebe, für den Reichtum Gottes, des Geistes – in denen zum Beispiel von fortwährend rieselndem Wasser (Jer. 18:14) oder Strömen im dürren Land (Jes. 35:6) die Rede ist –, machten mir immer wieder bewusst, dass die unendliche Liebe ausreicht, um jeden Bedarf reichhaltig zu stillen. Und ich beschäftigte mich zum wiederholten Mal mit einer Geschichte über einen Bauern, der Mary Baker Eddys Haushalt mit Milch versorgte. Eines Tages erklärte er, dass seine Kühe keine Milch mehr gaben, da der Brunnen auf seinem Hof vertrocknet war. Mrs. Eddy sagte zu einer Schülerin: „Oh, wenn er doch nur wüsste, dass Liebe den Brunnen füllt!“ Als der Mann am nächsten Tag wiederkam, berichtete er freudig, dass der Brunnen nun voll Wasser war, obwohl es nicht geregnet hatte (siehe Yvonne Caché von Fettweis und Robert Townsend Warneck, Mary Baker Eddy: Christliche Heilerin, erweiterte Ausgabe, S. 177).

Ich hatte an jenem Nachmittag trotzdem immer noch Angst. Der Wassertank war fast leer, und die Stadtverwaltung hatte mitgeteilt, dass es bis zu einer Woche dauern konnte, bevor wieder Wasser verfügbar war. Und so bekräftigte ich erneut, dass Gott jeden Bedarf deckt – und dass auch unser Bedarf bereits gedeckt war, selbst wenn sich eine Lösung noch nicht gezeigt hatte. Plötzlich hörte ich, wie ein Tanklaster mit Wasser vor unserem Haus hielt. Sein Fassungsvermögen war fast so groß wie ein Benzinlaster. Ein Mann stieg aus und rief laut: „Braucht jemand Wasser?“

Erst war ich nicht interessiert, da ich dachte, dass das Problem durch ein paar 5-Liter-Flaschen nicht behoben sein würde. Was wir brauchten, war Wasser im gesamten System. Daher las ich mir weiter laut die Bibellektion vor und bekräftigte die darin enthaltenen Wahrheitsaussagen über Gottes Reichtum. Und dann hörte ich das Rauschen von Wasser, wie wenn ein Wasserfall in den Bergen in einen schattigen Bach fließt. Ich kannte dieses herrliche Geräusch!

Ich ging nach draußen und sah, dass ein Schlauch in unseren Tank eingeführt worden war und Wasser hineinfloss. Mein Mann war ausnahmsweise früh nach Hause gekommen – unmittelbar nachdem dieser von der Stadtverwaltung ausgesandte Tanklaster angekommen war – und hatte den Fahrer gebeten, unseren Tank zu füllen. Der ganze Tank wurde kostenlos aufgefüllt, und es war noch reichlich Wasser für die anderen in unserer Straße vorhanden. Der Tanklaster verbrachte einige Zeit oben auf unserem Berg und half den Menschen in der Nachbarschaft.

Durch diese Demonstration von Gottes Liebe sprudelte ich – wie die Wasser selbst – vor Freude über den reichhaltigen Fluss von Gottes beständiger, verlässlicher Fürsorge. Seine Versorgung war bereits gegenwärtig, und es war meine Aufgabe zu beten, damit meine Augen dafür geöffnet wurden.

Als ich unserem Mieter Bescheid sagte, dass er duschen konnte, dankte ich unserem Vater-Mutter-Gott dafür, dass Er mir den Reichtum der göttlichen Liebe gezeigt hatte.

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