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Original im Internet

Gewalt hat in Gegenwart des Christus keine Chance

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 16. Februar 2026


Im heutigen digitalen Zeitalter werden wir rund um die Uhr mit Nachrichten konfrontiert. Oft sind dies hauptsächlich sensationelle Meldungen über schlechte Menschen und schlechte Taten. Und selbst ein Blick auf beliebte Fernsehserien und Filme bestätigt, dass die meisten diesem menschlichen Handlungsablauf ebenfalls folgen. Doch es gibt eine Macht, die Situationen dieser Art ändern kann, auch wenn sie in den jeweiligen Zusammenhängen selten erwähnt wird: die Macht des Christus, der wahren Idee Gottes, wie Jesus sie in seiner Heilarbeit verdeutlichte.

Vor Jahren habe ich selbst erlebt, wie diese Macht bedrohliche Umstände umwandeln kann. Ich war in einem Leseraum der Christlichen Wissenschaft tätig, der sich im Innenstadtbereich einer Großstadt befand. An einem dunklen, gewittrigen Freitagabend war ich die einzige Person dort. Die Tür ging auf und ein schroffer Hüne kam herein, der sofort eine unangenehme Atmosphäre verbreitete. Er befahl mir, ihm ein Taxi zu rufen, was ich auch sofort tat, doch die Leitung war besetzt. Daraufhin wurde der Mann wütend.

Es war deutlich, dass er unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol oder vielleicht beidem stand. Als seine Wut darüber, dass ich das Taxiunternehmen nicht sofort erreichte, wuchs, fing er an, mich zu bedrohen. Er sagte, er sei ein Söldner, der von Gruppen weltweit damit beauftragt wurde, Menschen „auszuschalten“ und die Ziele dieser Gruppen voranzutreiben. Er sagte mir mehrmals, dass es einfach sein würde, mein Leben in Sekundenschnelle zu beenden, wenn ich nicht tat, was er wollte.

Ich war vor Angst fast überwältigt von der Heftigkeit und Kälte seiner Energie. Das löste eine körperliche Reaktion aus – meine Nackenhaare richteten sich auf und ich bekam Adrenalinstöße, die mit einer Kampf-oder-Flucht-Reaktion einhergehen. Doch während diese meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollten, öffnete sich mein Herz für Gottes Hilfe. Mein Denken erweiterte sich über die menschliche Situation hinaus und machte mich empfänglich für eine Macht, die viel größer war als das, was meine unmittelbare Situation zu beherrschen schien.

Plötzlich sank der Mann in einen Stuhl und schloss die Augen. Alles war still, und ich fühlte tief in mir geistige Hoffnung aufkommen. Mir gegenüber hing ein Poster mit der Aufschrift (2. Korinther 3:17): „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“

Ich wusste, dass diese Worte aus einem Brief von Paulus in der Bibel stammten, und in diesem Augenblick kamen sie mir vor wie ein helles Licht. Mein Herz wurde von einem immer größer werdenden Gefühl von Gott, dem Guten, als dem einzigen Leben erfüllt. Das bescherte mir einen geistigen Frieden, der so machtvoll war, dass er ein Eigenleben zu haben und alles zu regieren schien. Mir kam es so vor, als sei das die Gegenwart des Heiligen Geistes im Leseraum.

Ich rief erneut bei dem Taxiunternehmen an, erreichte diesmal jemanden und erhielt die Zusage, dass ein Taxi schnell kommen würde. Ich stand am Schreibtisch, während der Besucher weiterhin regungslos im Stuhl saß – ich wusste nicht, ob er schlief oder bewusstlos war. Ich dankte wortlos Gott, während ich eine alles durchdringende Liebe empfand, die mit Worten nicht zu beschreiben ist. Einige Minuten später kam das Taxi an und der Fahrer hupte draußen. Ich weckte sanft den Besucher, der mich anstarrte. Er war nicht mehr rot im Gesicht, und seine Augen waren klar, nicht länger mit erweiterten Pupillen und blutunterlaufen. Seine Energie hatte sich vollständig verändert, er war gelassen und geistig voll da.

Er stand auf und ging zur Tür. Beim Hinausgehen drehte er sich um und sagte: „Danke, Bruder ..., dass du mich geheilt hast.“

Folgende Worte von Jesus, die im Johannesevangelium wiedergegeben werden, erinnern mich daran, wie es sich anfühlte, als ich miterlebte, wie der Christus die Situation übernahm (14:10): „Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.“ Es hatte sich angefühlt, als ob der Besucher und ich zusammen eins mit Gott waren, doch es war auch, als ob noch eine Präsenz zugegen war, die Gegenwart des Christus, die uns diese Einheit offenbarte und die Heilung bewirkte. Dieses Erlebnis fühlte sich heilig an.

Wie so oft bei solchen Situationen hielt diese Erfahrung der Gegenwart des Christus mehr für mich zu lernen bereit. Einerseits hatte ich das Gefühl, dass mein „Ich“ – meine Person, meine menschliche Geschichte – durch geistige Inspiration dazu gebracht wurde, nicht im Weg zu stehen. Und andererseits hatte ich das Gefühl, dass ich dem Christus-Geist folgte, quasi wie Vögel, die in Formation im Windschatten des jeweiligen Vogels vor ihnen fliegen. Christus hatte uns beide umfangen und verändert.

Mich dem Christus zuzuwenden, wie ich es durch mein Studium der Christlichen Wissenschaft gelernt habe, ist etwas, worauf ich auch weiterhin vertraue – in Zeiten der Not und auch, wenn alles friedlich zu sein scheint. Mary Baker Eddy erklärt im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift (S. 351), dass sie bei dem Streben danach zu erkennen, wie Jesus geheilt hat, begriff, dass es „die lebendige, pulsierende Gegenwart des Christus, der Wahrheit, [war,] die die Kranken heilte“.

Und in all den Jahren ist mir im Bewusstsein geblieben, dass die Gegenwart des Christus und die damit einhergehende mich umhüllende Liebe immer in meinem empfänglichen Herzen zugegen ist. Jesus sagt über den Christus – „seine göttliche Natur, die Verbundenheit mit Gott, die ihn beseelte“ (ebd., S. 26) –, dass er ewiglich bei uns ist, weil er immer-gegenwärtig ist (Matthäus 28:20): „Seht, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“

Dieser Christus wandelt uns um und baut uns wieder auf. Weder die Umstände noch die Art, wie sich das Leben präsentiert, können seine wohltuende Macht übersteigen, denn sie ist Immanuel, „Gott mit uns“, der hier und jetzt bei uns ist. Mrs. Eddy beschreibt den Immanuel als „die souveräne Immer-Gegenwart, die die Menschenkinder von jedem Übel erlöst, das ‚des Fleisches Erbteil‘ ist“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 107).

Mit anderen Worten, er ist nicht aufzuhalten!

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