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Regierung auf der Grundlage des göttlichen Prinzips

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 16. Februar 2026


Das Thema von Gottes Allmacht zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Alte und Neue Testament der Bibel. Der Jehova der Hebräer ist der eine Allmächtige. Der Gott, den Christus Jesus als unendlichen Geist offenbart hat, ist auch der allmächtige Herrscher über das Universum.

In gleicher Weise erklärt die Christliche Wissenschaft Gottes Allheit, Allmacht und Allgegenwart. Er ist die einzige Macht und die einzige Gegenwart. Dementsprechend können wir logisch folgern, dass Sein Gesetz das von Ihm erschaffene Universum regiert, und Gottes Gesetz entspricht Gottes Willen. Aus diesem Grund ist die Regierung des Universums das Gesetz Gottes, die Herrschaft des göttlichen Prinzips, die Manifestation von Gottes Willen. Diese Regierung muss aufgrund ihres göttlichen Ursprungs gerecht, rechtschaffen, unfehlbar und beständig sein, und auf diese Weise regiert Gott Sein Universum, das Universum geistiger und vollkommener Ideen. Das ist der Stand im Reich der Wirklichkeit, Gottes Reich, dem einzigen Universum.

Doch stellt sich die Frage: Wie lässt sich diese geistige Wahrheit in der von Menschen – und Staaten – ausgeübten Regierung umsetzen? Die Christliche Wissenschaft beantwortet diese Frage umfassend und auf praktisch anwendbare Weise. Sie macht deutlich, dass der Mensch von Gott regiert wird. Die rechtschaffene Regierung des Einzelnen zeigt sich proportional zu dessen Gehorsam dem göttlichen Gesetz gegenüber. Der wahre Mensch, Gottes Ebenbild, wird immer gerecht regiert, weil Gott ihn regiert. Die Sterblichen werden in dem Maße rechtschaffen regiert, wie sie sich nach dieser göttlichen Regierung richten – wie sie die göttlichen Eigenschaften im Alltag umsetzen. Wer Gottes Gegenwart, die Gegenwart der vollkommenen Eigenschaften Gottes, sucht und erkennt und diese Eigenschaften dann in seinem Denken und Handeln zum Ausdruck bringt, stellt Gottes Regierung unter Beweis. Er beweist den Weg von Leben und versteht, dass er gerecht und rechtschaffen regiert wird, wenn er nach dem göttlichen Gesetz lebt. Solch ein Mensch wird unweigerlich zu der besten Art von Bürger, da er für seine Integrität, Freundlichkeit, Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit in allen Dingen bekannt ist. Damit hilft er, Gottes Regierung zu etablieren, und zwar nicht nur in seinem eigenen Land, sondern auf der ganzen Welt.

Nun setzt sich ein Staat aus Einzelpersonen zusammen, die kollektiv betrachtet werden, und im Fall einer Demokratie ist ihre Regierung der Ausdruck des Willens der Bevölkerung. Sie handelt gemäß den von der Wählerschaft akzeptierten Regeln. Der mentale Zustand eines Landes hängt von der Qualität des Denkens der Wählerinnen und Wähler ab. Die Ideale des Landes sind ihre Ideale. Ihre Regierungsform ist ein Ausdruck der Auffassung der Menschen von dem, was Regierung beinhalten soll. Und die sprichwörtliche Stimme des Volkes kann nur dann der Stimme Gottes entsprechen, wenn die Bürgerinnen und Bürger den Willen Gottes auch wirklich zum Ausdruck bringen. Somit liegt auf der Hand, dass Reformen und der Einsatz einer rechtschaffenen Regierung jeden Menschen etwas angehen! Die Regierung auf der Grundlage des göttlichen Prinzips muss also das Ziel aller ehrbaren Bürgerinnen und Bürger sein, denn sie ist die einzig gerechte, rechtschaffene und beständige Regierung.

Wann immer die Allgemeinheit sich mit Regierungsproblemen befasst und vor allem, wenn die Wahl der Regierungsvertreterinnen und -vertreter ansteht, ist es äußerst wichtig, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger von Gott leiten lassen! Diese Pflicht gilt besonders für Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, denn ihnen ist die Art und Form einer rechtschaffenen Regierung offenbart worden. Und sie wurden außerdem mit Mitteln und Wegen zur Errichtung dieser Regierung im menschlichen Bereich vertraut gemacht. Sie wissen, dass die Herrschaft auf [Christi] Schulter ist (siehe Jesaja 9:5) und dass es keine Stabilität in der Regierung geben wird, solange Gottes Herrschaft nicht „auf Erden wie im Himmel“ (Matthäus 6:10) anerkannt ist.

Der erste Schritt in dieser christlichen Pflicht ist, vollkommen überzeugt zu sein, dass Gott regiert und dass Seine rechtschaffene Regierung bei den aktuellen Bedürfnissen praktisch unter Beweis gestellt werden kann. Wenn wir die treuen Nachfolgerinnen und Nachfolger Gottes in Vorzeiten betrachten, finden wir viele beeindruckende Beispiele. Wir lesen in den Psalmen (67:5): „Die Völkerschaften freuen sich und jauchzen.“ Warum tun sie das? Weil sie wissen, „dass du die Menschen gerecht richtest und die Völker der Erde regierst“. Solch eine Gewissheit kommt zum Tragen wenn Gottes rechtschaffene Regierung über die Menschen aufgerichtet wird.

Dann ist die erste von Christlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern anerkannte Pflicht, zu verstehen, was wahre Regierung eigentlich bedeutet. Darauf folgt der Wunsch, sie im menschlichen Bereich deutlich zu machen. Eine Prüfung der vorliegenden Probleme im Licht geistiger Erhellung offenbart, welche Lösungen dem göttlichen Prinzip am nächsten kommen. Und damit kann man erkennen, was der höchsten Richtigkeit am nächsten kommt – was dem göttlichen Prinzip am Ehesten entspricht. Wenn das einmal klarsteht, erkennt man, wie man am besten vorgeht, und handelt gemäß dem unter den gegebenen Umständen höchstmöglichen Standard. Dieser Prozess schließt rein persönliche Ziele, Bestrebungen und Meinungen aus. Er lässt keinen Einfluss von Feindseligkeit oder rein persönlicher Zuneigung zu (siehe Mary Baker Eddy, Handbuch der Mutterkirche, S. 40). Er schließt jeglichen Eigennutz aus. Was gut für die oder den Einzelnen ist, ist gut für alle. Mrs. Eddy erklärt dies sehr klar auf Seite 206 von Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „In der wissenschaftlichen Beziehung von Gott zum Menschen erkennen wir: Was einen segnet, segnet alle, wie es Jesus mit den Broten und Fischen zeigte – weil Geist, nicht die Materie, die Quelle der Versorgung ist.“ Und durch rechtschaffenes Gebet kann diese ewiglich zwischen Gott und dem Menschen bestehende wissenschaftliche Einheit in unseren menschlichen Angelegenheiten deutlich umgesetzt werden, damit alle Segen und Nutzen daraus erlangen. Durch diese Art von Gebet kann eine rechtschaffene Regierung, die des göttlichen Prinzips, aufgerichtet werden.

Eine Bostoner Zeitung gab einmal Mrs. Eddys Ansicht wieder, dass alle, die das Wahlrecht haben, dieses Recht auch in Anspruch nehmen sollten und dass jeder Mensch selbst bestimmen sollte, welche Partei oder Person seiner Unterstützung würdig ist. Auf die Frage: „Welche politische Einstellung haben Sie?“ erwiderte sie (Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 276): „Ich habe in Wirklichkeit keine, außer dem Bestreben, eine gerechte Regierung stützen zu helfen, Gott über alles zu lieben und meinen Nächsten wie mich selbst.“ Und meint Mrs. Eddy mit gerechter Regierung nicht die Regierung, die rechtmäßig gewählt wurde und dem göttlichen Prinzip so nahe wie möglich kommt – die am besten den göttlichen Forderungen entspricht? Somit erfordert die Entscheidung bei der Wahl der richtigen Partei oder Person als Erstes, dass man sich darüber informiert, welche Partei Gottes Regierung am ehesten entspricht. Welche Partei legt die „Weisheit, Wirtschaftlichkeit und brüderliche Liebe“ (Kirchenhandbuch, S. 77) am besten an den Tag, die Mrs. Eddy von allen Christlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Bezug auf ihre eigenen Angelegenheiten verlangt? Die Regierungsangelegenheiten eines Landes liegen den Bürgerinnen und Bürgern zweifellos am Herzen. Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben das besondere Privileg, Gott, Sein Gesetz und die Art und Weise zu kennen, wie dieses Gesetz bei der Wahl und Unterstützung einer rechtschaffenen Regierung angewandt werden kann. Es ist absolut Teil des praktisch Demonstrierbaren, dass Gottes Wille „auf Erden wie im Himmel“ umgesetzt wird.

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