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Original im Internet

GOTT ist LIEBE und sorgt für uns alle

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 22. Juni 2026


Wenn wir allgemein über Fürsorge reden, dann meinen wir meistens das liebevolle Versorgen unseres Nächsten, wie Familienmitglieder, Freunde, Kollegen, Kirchenmitglieder, Haustiere usw. Andere zu versorgen ist ein geschätzter Beweis unserer christlichen Nächstenliebe. Doch hat diese menschliche Fürsorge immer eine positive Wirkung auf uns? Was ist mit den Zeiten, wenn uns alles zu viel wird? Das kann dazu führen, dass uns die Probleme anderer zu sehr belasten und wir sogar darunter leiden.

Doch das ist keine unweigerliche Folge davon, anderen Liebe zu zeigen. Ja, es ist möglich, sich auf Gott zu stützen und Ihm unsere Probleme und Sorgen anzuvertrauen in der fröhlichen Erwartung, dass Er sie für uns und unseren Nächsten regeln wird.

Die Bibel ist bei dieser Arbeit ein wichtiger Wegweiser für uns. Im Alten wie im Neuen Testament finden wir Beweise der Liebe und Fürsorge Gottes – in wundervollen Geschichten, in denen Gott die Menschen beschützt, geführt, errettet, ernährt und geheilt hat. Vielen Menschen erscheinen diese Geschichten möglicherweise eher unglaubwürdig, oder sie werden einfach als Wunder der damaligen Zeit abgetan, die heute unmöglich sind. Doch diese sogenannten Wunder stützten sich auf das natürliche und unveränderliche Gesetz Gottes, des Guten, dem „alle Dinge möglich“ sind (Matthäus 19:26). Dieses göttliche Gesetz der Liebe, das damals wirkte, wirkt auch heute und zu allen Zeiten für alle.

Ein Beispiel für Gottes Fürsorge ist die Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Herrschaft. In der Bibel steht, dass die Wanderung ins gelobte Land vierzig Jahre gedauert hat. Während dieser Zeit redete Gott mit Mose und gab ihm die Weisheit und die Anweisungen, die nötig waren, um die Menschen zu führen und zu versorgen. All die Jahre hatten sie zu essen und zu trinken, indem sie sich an Gott wandten, und ihre Kleider und Schuhe nutzten sich nicht ab. Wir lesen in 5. Mose 2:7: „Der Herr, dein Gott, ... hat um dein Wandern durch diese große Wüste gewusst, und diese vierzig Jahre ist der Herr, dein Gott, bei dir gewesen, sodass dir nichts gemangelt hat.“

Andere Beispiele umfassen den Propheten Elisa und die Witwe, deren Öl in einer Zeit großer Not nicht versiegte, der Schutz von Daniel in der Löwengrube, die drei jungen Hebräer, die unverletzt aus Nebukadnezars Feuerofen hervorkommen konnten, und die Speisung zweier Menschenmengen (beide Male mehrere Tausend) durch Jesus. Was für wunderbare Beweise der beständigen Fürsorge Gottes!

Christus Jesus hatte offensichtlich nie den geringsten Zweifel, dass Gott die Macht zu heilen hat. Er, der Sohn Gottes, hat sich in vielen Fällen auf seinen heiligen Vater gestützt. Doch wenn er betete, wandte er sich nicht so an Gott wie an einen Menschen, dessen Aufmerksamkeit man sich „erbeten“ muss. Jesus lehrte seine Nachfolgerinnen und Nachfolger ihr geistiges Einssein mit Gott, der allgegenwärtigen Liebe, und erwartete ein positives, heilendes und segnendes Resultat für alle.

Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, schreibt in ihrem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift (S. 13): „Wenn wir zu Gott beten, als wäre Er eine körperliche Person, wird uns das hindern, die menschlichen Zweifel und Befürchtungen aufzugeben, die mit einem solchen Glauben zusammenhängen, und so können wir die Wunder nicht fassen, die die unendliche, unkörperliche Liebe bewirkt, für die alle Dinge möglich sind.“

Jeder Mensch – jede Frau, jeder Mann und jedes Kind – kann seine Einheit mit dem göttlichen Prinzip, Liebe, für sich behaupten. Mrs. Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit (S. 256): „Liebe, das göttliche Prinzip, ist Vater und Mutter des Universums, einschließlich des Menschen.“

Ich habe Gottes Liebe und beständige Fürsorge so oft in meinem eigenen Leben erfahren, dass ich mich ganz natürlich zuallererst an Gott wende, insbesondere, wenn ich in Bezug auf einen menschlichen Bedarf nicht weiterweiß. Und Gott hat mich nie im Stich gelassen! Ich werde wie damals die Israeliten seit meiner frühesten Kindheit immer beschützt, geführt, errettet, ernährt und geheilt. Und nicht nur ich habe Gottes Liebe in diesen Erfahrungen gespürt, sondern auch all die Menschen und Tiere, um die ich mich gekümmert habe (und immer noch kümmere), wurden (und werden) gesegnet.

Als Pflegerin in der Christlichen Wissenschaft wurde ich einmal ans Bett einer Dame gerufen, die an Rückenbeschwerden litt. Auf dem Weg dorthin hatte ich Zeit zu beten. Mein Gebet führte mich zu der Schlussfolgerung, dass ich eigentlich nur eine treue Zeugin der Wirksamkeit der göttlichen Fürsorge sein kann. Und so war es dann auch. Als ich ankam, machte unser gemeinsames Gottvertrauen es möglich, dass die Dame ohne Schmerzen aufstehen konnte. Abends konnte sie schon allein duschen, und am nächsten Tag war sie völlig wiederhergestellt.

Sich um jemanden zu kümmern muss nicht mit Belastung und Sorge verbunden sein. Und wenn, dann können wir uns davon befreien, indem wir die ganze Gelegenheit Gott überlassen. Petrus schrieb (1. Petrus 5:7): „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“

Da Gott Liebe ist, unser liebevoller Vater und unsere liebevolle Mutter, ist für uns alle gesorgt – in alle Ewigkeit.

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