
Zeugnisse
Als Teenager besuchte ich die Sonntagsschule von drei protestantischen Konfessionen. Doch schließlich blieb ich dem Unterricht fern, weil keiner der Sonntagsschullehrer mir die Bibelgeschichten in sinnvoller Weise erklären konnte.
Als ich geboren wurde, hatten sich meine Eltern sechs Jahre mit der Christlichen Wissenschaft befaßt; daher wurde ich von frühester Kindheit an in dieser Lehre erzogen. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs hatte ich bereits sechzehn Jahre die Sonntagsschule einer Zweigkirche besucht.
Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, wird mir klar, daß sich für mich in dem glücklichen Augenblick, als meine Familie von der Christlichen Wissenschaft Christian Science (kr’istjən s’aiəns) erfuhr, ein völlig neuer Horizont auftat. Ich war noch ein Kind, als mein Vater ganz unerwartet starb und meine Mutter mit drei kleinen Kindern hinterließ, die sie nun allein erziehen mußte.
Vor etwa sieben Jahren lernte ich die Christliche Wissenschaft kennen. Ich hatte kurz zuvor mein Studium abgebrochen, weil ich keinen Sinn darin sah, es fortzusetzen.
Von Kindheit an war ich ein treuer Protestant. Von meinem siebzehnten Lebensjahr an wurde ich mit wichtigen Aufgaben in meiner Kirche betraut und nahm oft an Bibelseminaren teil — in meinem Heimatland und auch im Ausland.
Als ich etwa zwölf Jahre alt war, vertrat ich einen Monat lang den Organisten in einer Zweigkirche, in deren Nähe ich wohnte. Es war keine große Kirche (auch hatte sie keine große Orgel!), aber wenn ich dort war, fühlte ich einen wunderbaren Frieden.
So spricht der Herr: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, daß er klug sei und mich kenne, daß ich der Herr bin.
Ich kam während meiner Studienjahre zur Christlichen Wissenschaft, als ich eine junge Frau kennenlernte, deren Religion meine vielen Fragen beantwortete. Die Kirche, in der ich groß geworden war, hatte mir keine zufriedenstellenden Antworten gegeben.
Vor vielen Jahren, als unsere Tochter noch sehr klein war, brachte sie der Fahrer ihres Kindergartenbusses eines Tages frühzeitig nach Hause und sagte uns, daß sie sich krank fühle. Ich brachte sie zu Bett, aber ihr Befinden wurde zunehmend schlimmer.
Tiefempfundene Dankbarkeit für die Christliche Wissenschaft* läßt sich nicht mit Worten ausdrücken. Doch möchte ich hier versuchen, meine tiefe Dankbarkeit für die Freude und den Frieden zu bekunden, die mein Bewußtsein erfüllen aufgrund der zahlreichen Heilungen, die ich durch die Christliche Wissenschaft erlebt habe.