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Freiheit

Aus der Januar 1924-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


Uns allen sind die so oft wiederholten Worte der Madame Roland wohl bekannt: „O Freiheit, welche Verbrechen werden in deinem Namen begangen!” Da es so überzeugend klar, so selbstverständlich ist, daß ein Mensch Freiheit oder — was dasselbe ist — Selbstregierung erst auf der höchsten Stufe seiner sittlichen Vervollkommnung erlangen kann, so steht es außer Frage, daß Verbrechertum mit Freiheit nicht im geringsten zusammenhängt. Was denn sonst ruft also das in oben erwähnten Worten ausgedrückte Gefühl hervor, wenn nicht die Tatsache, daß Menschen mit raubgieriger und verbrecherischer Gesinnung den Namen Freiheit als Mantel benutzen, um ihr Unrechttun damit zu verdecken? Durch eine solche Anwendung verliert das Wort seine gute Bedeutung, denn eine verwerfliche Lebensführung ist der Ausdruck der Zügellosigkeit und nicht der Freiheit.

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Die Mission des Herold

Jeder einzelne Herold enthält die gute Botschaft, dass der Mensch als die Widerspiegelung Gottes vollkommen ist und dass er in seinem wahren Wesen eine geistige Idee ist und nicht eine an einen bestimmten Ort gebundene sterbliche Persönlichkeit. Der Herold offenbart denen, die ihn lesen, ihre Fähigkeiten, ihre unbegrenzten Möglichkeiten sowie ihre Freiheit und ihren Adel als Kinder Gottes.

– Mildred W. Willenbrock, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1963 

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