Ein winziges Senfkorn. Vielleicht nehmen wir es mit dem Ausmaß des Glaubens, das Christus Jesus für das Versetzen von Bergen empfahl, nicht immer genau genug. Wir mögen es eher mit einer Wagenladung versucht haben — und selbst dann bewegte sich der Berg manchmal nicht.
Jesu Bergpredigt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie die ewigen Wahrheiten über Gott und den Menschen mit der praktischen Anwendung solcher Wahrheiten in Einklang stehen. Er konnte seine Zuhörer beispielsweise ermutigen, genauso vollkommen und vollständig zu sein, wie Gott vollkommen ist. S. Matth. 5:48. Damit machte er eine grundlegende metaphysische Aussage. Und dennoch verlor sich Jesus in seiner Predigt nicht in Theorien; schon ein einziger Punkt — ein Körnchen — der endgültigen geistigen Wahrheit erhellte alles andere, was er sagte, mit einem mächtigen Licht.
Der Grund, warum Jesus auf Demut, Barmherzigkeit, Geduld, Versöhnlichkeit und Treue bestand, wurde buchstäblich lebendig, wenn man ihn in Zusammenhang mit dem brachte, was Jesus über die Beziehung des Menschen zu Gott wußte. Jesus war sich der Reinheit des Menschen und dessen unbeeinträchtigter Einheit mit dem Geist besonders deutlich bewußt. Aber statt endlose Theorien zu predigen, gab er seinem Verständnis durch Gleichnisse und Taten einen praktischen Wert.