Als ich einmal Verwandten half, mit einer Motorsäge Brennholz zu zerkleinern, stieß die Säge plötzlich zurück und traf dann auf die Finger der linken Hand. Ich hob die Säge schnell hoch und, ich muß gestehen, zählte die Finger; alle waren noch da. Meine Frau ging mit mir ins Haus. Dort hielt ich die Hand im Waschbecken unter laufendes Wasser. Sie blutete immer noch sehr stark. Ich fühlte mich recht schwach, ging aber im Gebet dagegen an, daß ich bewußtlos werden könne. Ich wußte, daß Gemüt unendlich ist und daß ich aufgrund meiner wahren Identität als Gottes Idee dieses Gemüt widerspiegelte. Folgende Zeilen aus einem Lied, zu dem Mrs. Eddy die Worte geschrieben hat, gaben mir Trost (Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, Nr. 253):
So auf des Lebens Felsen stellt
Mich Wahrheit hehr;
Der Wind, die Woge, stürmisch droh’n
Mir nimmermehr.
Jetzt konnte ich wieder klar und ruhig denken. Ich vergegenwärtigte mir, daß Gott das einzige Leben ist und daß ich eins mit diesem Leben bin. Wenn Gott mein Leben ist und Gott Geist ist, dann muß Leben unkörperlich sein, unberührt von einer begrenzten, sterblichen Auffassung. Ich fühlte mich gestärkt und frei. Kurz darauf hörten die Finger auf zu bluten.
Bitte anmelden, um diese Seite anzuzeigen
Sie erlangen vollständigen Zugriff auf alle Herolde, wenn Sie mithilfe Ihres Abonnements auf die Druckausgabe des Herold ein Konto aktivieren oder wenn Sie ein Abonnement auf JSH-Online abschließen.