Die Sprache ist meine erste Liebe. Französisch, Niederländisch, Deutsch ..., sie sind immer meine besten Freunde gewesen. Ich hab aber erst nach Jahren Studium verstanden, warum Sprachen mich so faszinieren. Man kann unglaublich toll mit Sprachen spielen, z. B. durch Wortspiele und durch das Erfinden von neuen Wörtern. Man kann sogar in der Suppe mit der Sprache spielen. Sie kennen bestimmt diese Suppe mit Buchstabennudeln. Man kann mit den Buchstaben auf dem Tellerrand Worte und Sätze zusammenstellen, bevor sie gegessen werden.
Wie Buchstaben, die in einer Suppe schwimmen, sind Sprachen flexibel und immer in Bewegung. Manchmal wird eine Regierung versuchen die Regeln einer Sprache zu lenken oder festzulegen. So wie die Rechtschreib-Reform in Deutschland und so wie die französische Académie, die versucht das mehr und mehr erscheinende „franglais” zu minimieren. Aber man kann nicht verhindern, dass Sprachen sich trotzdem immer weiter entwickeln, u. a. indem sie sich gegenseitig beeinflussen.
Außer dieser Flexibilität hat eine Sprache aber auch Regeln — die Grammatik. Wenn man sich nicht an die Regeln hält, kann man die Sprache nicht gut sprechen und man wird schlecht verstanden. Innerhalb eines Satzes hat jedes Wort seinen Platz. Und jedes Wort hat ein Verhältnis zum anderen.
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