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Von Gott bevollmächtigte Hoffnung

Aus der Februar 2011-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Die Welt wird heute von so vielen Schwierigkeiten bedrängt, dass einem manchmal ganz hoffnungslos zumute sein könnte. Dazu zählen der hartnäckige Krieg in Afghanistan, die atomare Bedrohung durch den Iran, die Ungewissheit, wie und wann die Vereinigten Staaten und andere Volkswirtschaften wieder auf die Beine kommen, und Naturkatastrophen wie die Überschwemmungen in Pakistan, die ein Fünftel des Landes verwüstet haben. Auch persönliche Angelegenheiten scheinen manchmal aussichtslos zu sein: Krankheit, sich hinziehende Heilung, Furcht vor Alter und mentalem Verfall, der Verlust des Heims oder des Einkommens.

Menschliche Institutionen sind häufig hilfreich, um eine verbesserte Aussicht zu fördern, aber es ist etwas Tieferes erforderlich, wenn jemand eine dauerhafte, felsenfeste Hoffnung erreichen möchte. Das wird so schön in den Worten von Mary Baker Eddy aufgegriffen: „Die göttliche Liebe ist unsere Hoffnung, unsere Stärke und unser Schutz. Wir haben nichts zu fürchten, wenn Liebe am Steuer des Denkens ist, vielmehr werden wir uns aller Dinge auf Erden und im Himmel erfreuen." (Vermischte Schriften 1883-1896, S. 113)

Das ist keine bloße tröstende philosophische Bemerkung, sondern die wirkende göttliche Liebe – Gott –, wie auch die Bibel in vielen Beispielen herausstellt.

Wenn Sie an die abschreckenden Mauern von Jericho von einem Standpunkt rein menschlicher Logik denken, dann gab es für niemanden einen Grund, warum man hätte erwarten sollen, dass diese Mauern fallen könnten, nachdem man insgesamt dreizehn Mal um sie herum marschiert ist und schließlich die Posaunen geblasen wurden. Die Bibel berichtet nicht, ob die Israeliten, die in dieser Erfahrung mitwirkten, über ihre Aufgabe murrten oder den Nutzen ihrer Aufgabe anzweifelten–wie es aussah, handelten sie bereitwillig. Aber sie gehorchten der Inspiration, die von ihrem Führer Josua ausging. Und durch ihren Gehorsam dieser göttlichen Anweisung gegenüber fielen die Mauern. (Siehe Josua 6)

In diesem Ereignis liegt eine Botschaft der Hoffnung für uns heute. Die heutigen Mauern, wie auch immer sie aussehen mögen, werden fallen. Der Psalmist sagt Folgendes: „Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist." (Psalm 42) Es ist nicht immer einfach, der Inspiration zu vertrauen, die aus der Hoffnung erwächst, aber es ist gewiss der kürzeste Weg zwischen Furcht und erneuerter Zuversicht, zwischen Kummer und Heilung.

Hoffnung beinhaltet, sich zu weigern, Bedingungen so zu akzeptieren, wie sie erscheinen mögen – unwandelbar, überwältigend. Es ist die Überzeugung, dass genau dort, wo diese Mauern hoch und die Dunkelheit tief erscheinen, genau dort die beweisbare Gegenwart Gottes ist, des göttlichen Prinzips, Liebe. Mary Baker Eddys Entdeckung der Christlichen Wissenschaft, die sie manchmal „göttliche Metaphysik" nannte, bietet ein göttliches Gesetz an, das man erlernen und praktizieren kann und auf das man sich im Angesicht einer jeden Situation verlassen kann. Es ist das Gesetz beweisbarer Hoffnungen und geistiger Erfüllung. Es beseitigt die Furcht, bietet Stärke und heilt das Herz.

Unter diesem Gesetz stürzen die Mauern ein, der Glaube an Materialität als etwas Wirkliches und Entscheidendes wird ausgelöscht, ob man sich nun Arbeitslosigkeit, nachlassender Gesundheit, Sorge um einen geliebten Menschen oder wirtschaftlichem Schaden gegenübersieht. Die Hoffnung auf Gott lenkt den Gedanken auf die geistige Natur hin, die er jedem von uns gegeben hat, und besteht darauf dass dies eine beweisbare Wirklichkeit ist. Die wachsende Überzeugung, dass Gott auf Gebet antwortet, sogar in einer Weise, wie wir sie nicht erwarten, wird den Weg zu Antworten öffnen. Es besteht die Notwendigkeit, mit dem Verständnis voranzugehen, dass es unter Gottes Fürsorge keine Mauern gibt, die Fortschritt und Wachstum ausschließen können.

Es gibt Zeiten, vielleicht angesichts einer Krankheit im Endstadium oder bei anderen großen Sorgen, da Hoffnung unmöglich scheint. Mary Baker Eddy gab in ihrer Heilarbeit Antworten für solche Zeiten. Aufgrund ihres eigenen Vertrauens in die Wahrheit Schrieb sie: „Die materielle Medizin sagt: ‚Mehr kann ich nicht tun. Ich habe alles getan, was getan werden kann. ... Es gibt keinen Grund zur Hoffnung mehr.' Dann kommt die Metaphysik, bewaffnet mit der Kraft des Geistes, nicht der der Materie, nimmt hoffnungsfreudig den Fall auf, baut auf den Stein, den die Bauleute verworfen haben, und ist erfolgreich." (Vermischte Schriften 1883-1896, Seite 5)

Jesu Leben gibt das beste Beispiel, das bescheidenere Errungenschaften und weiteren Fortschritt beim Heilen unterstützt. Die religiösen und politischen Herrscher glaubten gewiss, dass ihre Arbeit getan sei, weil sie ihn sicher in das Grab gelegt hatten, seine Seite von einem Speer durchdrungen. (siehe Johannes 19) Ein großer Stein und bewaffnete Wächter sollten ihre Siegessicherheit noch steigern.

Wer hätte erwartet, dass Jesus unter solchen Bedingungen wieder auferstehen und sogar das Grab aufbrechen konnte? Aber durch sein geistiges Verständnis und seinen Gehorsam Gott gegenüber konnte Christus Jesus auferstehen und die Frauen, die gekommen waren, um seinen toten Körper zu balsamieren, fanden stattdessen den lebendigen Christus. (Siehe Matthäus 28)

Die Mauern von Alter, Zweifel, Einsamkeit und anderen negativen Bedingungen mögen besagen, dass Jesus ganz besonders und außergewöhnlich war – und das trifft zu. Aber er versprach, dass viele die gleichen Werke tun könnten, und sogar größere. Diese Verheißung des Meister-Christian gilt für jeden von uns. Es kann unsere Hoffnungen beflügeln, selbst inmitten von Verzweiflung. Egal, wer wir sind oder wo wir uns befinden, wir sind dazu geschaffen, diese Hoffnung zu erkennen, die nicht sterben wird und die weiß, dass unser Vater-Mutter Gott mit uns ist. Dies ist die Hoffnung, die Mauern zum Einsturz bringt, die Berge versetzt und das Herz heilt. Es ist eine Hoffnung, der wir trauen können.

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