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Original im Internet

Für Junge Leute

Die perfekte Passform

Aus der November 2024-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 22. Januar 2024 im Internet.


Kurz nach Beginn meines Studiums hatte ich den Wunsch, meine Individualität stärker zum Ausdruck zu bringen. Das bewog mich dazu, mir in einem Secondhand-Laden einen knöchellangen Wollmantel und Kampfstiefel zu kaufen – beides viel zu groß. Nach der ersten verregneten Radfahrt zur Uni war der Mantel nass und schwer und die Spitzen meiner Kampfstiefel rollten sich nach oben wie Elfenschuhe. Nicht gerade der Look, den ich mir vorgestellt hatte.

Obwohl ich dachte, dass mein beabsichtigter neuer Stil zu mir passte, fühlte ich mich in Wirklichkeit unwohl damit, mich so sehr auf mich selbst zu fokussieren – wusste aber nicht genau, warum. Doch das sollte ich bald herausfinden.

Als Kind hatte ich eine Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft besucht, in der ich lernte, dass meine Identität geistig ist und dass ich die Widerspiegelung Gottes bin. Als ich nun mein Studium der Christlichen Wissenschaft fortsetzte, erfuhr ich mehr darüber, was das eigentlich bedeutet. Ich begann meine Individualität wertzuschätzen und zwar als von Gott und nicht von mir definiert. Ich lernte, dass meine Individualität einzigartig, geliebt und vollständig ist. Als mir der geistige Sinn von Identität dämmerte, fokussierte ich mich weniger auf mich selbst, und suchte stattdessen nach Wegen, andere zu lieben. Dies führte dazu, dass ich die Möglichkeit bekam, im Übergangswohnheim eines Therapiezentrums zu arbeiten. Ich besuchte auch eine nahe gelegene Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft und auf dem Campus die Gottesdienste der Hochschulvereinigung der Christlichen Wissenschaft. Ich hatte ein immer stärkeres Verlangen, mich meinem Vater-Mutter-Gott näher zu fühlen. 

Ich habe gelernt, dass ein klareres Bewusstsein des großen Wertes unserer geistigen Identität, unserer Individualität als geschätztes Kind Gottes, unweigerlich zu der umfassenderen Freiheit führt, die Person zu sein, die wir sind. Für mich bedeutet das, uns selbst so zu kennen, wie Gott uns kennt: schön, gut, und geliebt. Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift spricht unsere geistige Individualität in dieser Aussage an: „Der Mensch geht nicht in der Gottheit auf, und er kann seine Individualität nicht verlieren, denn er spiegelt ewiges Leben wider; auch ist er keine isolierte Einzelidee, denn er stellt das unendliche Gemüt dar, die Summe aller Substanz“ (Mary Baker Eddy, S. 259).

Viele Faktoren unseres Lebens mögen uns dazu führen zu glauben, dass wir uns auf uns selbst fokussieren und unsere Identität gestalten müssen. Oder wenn wir Teil einer Gruppe sind oder einer Gruppe zugeteilt werden, können wir uns fühlen, als ob wir von anderen definiert und unserer Individualität beraubt werden. Aber es gibt eine dritte Option: Wir können uns der Sichtweise über uns zuwenden, die vollständig von Gott definiert ist. Wenn wir verstehen, dass wir Geist (ein anderer Name für Gott) angehören und ausdrücken, können wir vollständig zufrieden sein. Das beinhaltet beides, eine sprühende Individualität und wertvolle Beziehungen, die beweisen, dass wir ein Teil von Gottes Familie sind. Es schließt auch ein Gefühl von Frieden und die Gewissheit ein, dass unsere Identität bereits jetzt genau richtig ist. Auch wenn wir also immer mehr über unsere Identität entdecken können, gibt es nichts, was wir ihr hinzufügen müssen, und nichts, was ihr jemals weggenommen werden kann.

Es mag nicht verwunderlich sein, aber es dauerte nicht lange, bis ich die viel zu großen Schuhe und den Mantel entsorgt habe. Ich bin so dankbar für das, was ich in der Christlichen Wissenschaft gelernt habe, denn damit habe ich etwas gefunden, was viel besser zu mir passt.

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