Der 12. Dezember 1943 war der erste wirklich kalte Wintertag des Jahres. Ich arbeitete in dieser Kriegszeit als Schiffsausrüster auf einer der größten Werften Neuenglands. Mehrere Tage lang war ich mit der Installation von Verbindungsklappen in den Schotten zwischen den Kraftstofftanks eines großen Schlachtschiffs beschäftigt gewesen. Diese Kraftstofftanks sind bei den Kriegsschiffen über den Boden des Rumpfes verteilt, wo sie den Raum nutzen, der sonst nicht gebraucht wird, und sie sind durch wasserdichte und feuerfeste Schlingerwände voneinander getrennt.
Diese Anordnung der Tanks machte meine Arbeit besonders schwierig und anstrengend, denn ich musste durch enge Räume kriechen und mich durch unzählige kleine als „Fluchtluken“ bezeichnete Löcher zwängen. Auf dem Weg zu den vielen Tankkammern, wo die Klappen erforderlich waren, musste ich über 30 Meter Schweißkabel und die Schnur für meine Handlampe hinter mir her ziehen und außerdem den Sichtschutz und die Werkzeugkiste tragen.
An dem betreffenden Tag wollte ich die Installation der letzten von 39 Klappen den Auftrag gerade abschließen, als ich bei der Überprüfung meiner Arbeit feststellte, dass ich bei irgendeinem Tank eine Klappe vergessen hatte. Das war sehr enttäuschend, denn durch das Liegen auf dem nackten kalten Stahl war ich klamm vor Kälte und wollte endlich mit dieser Arbeit fertig werden, um eine andere Aufgabe zu bekommen, bei der ich aufrecht stehen und mich frei bewegen konnte.
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