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Original im Internet

Für Kinder

Ich bin frei!

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 16. September 2019


Als Kind fühlte ich mich oft unfrei. Manchmal war ich traurig und allein. Manchmal verstand ich die Welt nicht oder war entmutigt. Dann setzte ich mich auf das große Sofa im Keller. Meine Hündin Betsy kam immer dazu und leistete mir Gesellschaft. Sie tröstete mich. Und sie brachte mir eine Menge über Freiheit bei.

Betsy verkörperte Freiheit. Als sie ein Welpe war, zäunten wir ein Stück im Keller für sie ein. Sie fand immer eine Lücke. Als sie größer wurde, überließen wir ihr den halben Keller. Doch sie lernte, die Türklinke mit der Pfote zu bedienen!

Schließlich errichtete mein Vater einen hohen Zaun im Garten. Dort würde Betsy auf keinen Fall entkommen können! Sie saß im Garten und schaute meinem Vater bei der Arbeit zu. Und als er das letzte Brett annagelte, nahm Betsy etwas Anlauf und sprang mühelos über die Pforte! Nichts konnte sie von ihrer Freiheit abhalten.

Wir alle haben ein gottgegebenes Recht, frei zu sein. Wir haben die Freiheit, Gott zu folgen, indem wir Ihm zuhören und gehorchen. Wir haben die Freiheit, fröhlich, gesund und vollständig zu sein. Wir haben das Recht auf Freiheit von jedem Gedanken an Traurigkeit, Einsamkeit und Krankheit. Mary Baker Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Gott hat den Menschen frei erschaffen. ... Bürger der Welt, nehmt die ‚herrliche Freiheit der Kinder Gottes‘ an und seid frei! Das ist euer göttliches Recht“ (S. 227).

Bedeutet Freiheit, dass wir alles tun können, was wir wollen? Nein, wahre Freiheit bedeutet nie, dass wir gegen die Regeln verstoßen können. Wahre Freiheit kommt nur durch genaues Befolgen der Regeln und von Gottes Gesetzen, Gottes Willen, Gottes Weg. Durch Gehorsam können wir jetzt sofort völlige Freiheit erlangen, auch wenn es sich anfühlt, als seien wir von Trauer, Begrenzung, schlechtem Verhalten oder Krankheit gefangen.

Erstens müssen wir verstehen, dass Gott alles ist und dass Er völlig frei ist von jeder Art von Begrenzung, Angst, Krankheit und Mangel. Und weil das über Gott wahr ist, kann Er nichts anderes im Menschen zeigen – in dir, mir und allen. Wir sind dazu erschaffen, all das Gute auszudrücken, das Gott ist. Gott braucht jeden von uns, damit Seine Güte und Liebe vollständig ausgedrückt werden.

Wenn wir verstehen, dass Gott alles Gute ist und dass wir eins mit Ihm sind, wissen wir, wie wir Seiner Güte jeden Moment gehorchen können. Wir müssen das tun, was Gott von uns verlangt, denken, was Gott uns zu denken aufgibt, und das sein, was Gott möchte. Wenn wir die Wahrheit über Gottes Güte kennen und als Ausdruck des Guten leben, dann sind wir frei. Jesus sagte seinen Jüngern: „[Ihr] werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32).

Wenn wir Gottes Güte kennen und leben, können wir den Unterschied zwischen dem Guten erkennen, das wir tun sollten, und den Fehlern, die wir vermeiden sollten. Wenn etwas nicht gut ist, dann ist es nicht von Gott und somit kein Teil von dir, Seinem Kind. Du kannst es dir nicht einmal wünschen. Gott sagt uns allen: „Wenn es nicht so ist wie Ich, dann bist du es auch nicht. Wenn du es in Mir finden kannst, dann kannst du es in dir finden!“

Als Kind bewies ich, dass die Wahrheit über Gott und den Menschen zu wissen Freiheit bewirkt. Ich hatte oft Ohrenschmerzen. Manchmal betete meine Mutter oder eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft mit mir. Manchmal betete ich allein. Die Ohrenschmerzen hörten dann auf, aber ich hatte immer Angst, dass sie wiederkommen könnten, besonders wenn ich beim Schwimmen getaucht hatte. Schließlich fing ich an zu verstehen, dass ich ein Recht darauf habe, frei zu sein – frei von Ohrenschmerzen, frei von Angst und frei, zu schwimmen. Ohrenschmerzen sind nicht gut, also kommen sie nicht von Gott. Und weil sie nicht von Gott kommen und nicht wie Gott sind, waren es auch nie meine Ohrenschmerzen. Gott macht uns frei, unbeschwert und vollständig, und Er sorgt dafür, dass das immer so bleibt. Als ich anfing, Gott besser zu verstehen, war ich nicht mehr so ängstlich, sondern freier. Die Probleme mit den Ohren hörten auf und kehrten nicht wieder. Heute schwimme ich besonders gern unter Wasser. Ich fühle mich so frei und natürlich wie ein Delphin!

Zu wissen, was über Gott und dich wahr ist, bewirkt Freiheit. Wir können immer frei sein, denn Freiheit gehört dazu, im Reich Gottes zu leben.

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Der Herold ermutigt jeden von uns, das geistig Gute zu entdecken — den geistigen Sinn zu betätigen. Wir sehen damit klarer die geistigen Tatsachen unserer Beziehung zu Gott und entdecken gleichermaßen auch Gelegenheiten, sie der Welt zu verkünden und anzuwenden: mit anderen Worten, die Aufgabe des Herolds zu erfüllen.

Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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