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Original im Internet

Von der Vorstellung geheilt, ich hätte Feinde

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 30. März 2026


Ich bin so dankbar für die Erkenntnis, dass die Fähigkeit, unsere Feinde zu lieben, mit einer inneren Umwandlung beginnen muss. Wenn wir meinen, jemand sei schwer zu lieben, dann muss unser Denken über sie geheilt werden.

Viele Jahre lang glaubte ich, Kritiker oder Feinde unter meinen Geschwistern, im Kollegenkreis und in der Nachbarschaft zu haben. Doch als mein Verständnis der Christlichen Wissenschaft zunahm, verstand ich, dass nicht sie das Problem waren, sondern dass ich mein Denken berichtigen musste. 

Das bedeutet nicht, dass andere nie etwas falsch gemacht hatten, doch ich fand in diesen Worten von Jesus im Matthäusevangelium (5:43–45) einen hilfreichen Denkansatz: „Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut denen Gutes, die euch hassen, betet für die, die euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel seid.“

Diese Stelle half mir, besser zu verstehen, dass Gott Liebe ist und daher Seine Kinder beschützt. Und als Seine Kinder spiegeln wir die göttliche Liebe wider, also können wir nicht anfällig für Disharmonie sein oder schlechte Beziehungen zueinander haben. Ich verstand immer besser, dass jede und jeder von uns eins mit Gott ist, so wie ein Tropfen Wasser eins mit dem Ozean ist. Dieses Verständnis befähigte mich, nicht einzelne oder Gruppen als Feinde zu bezeichnen, sondern die Gedanken, die uns entzweien: Angst, Selbstverdammung usw.

Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, erklärt in ihrem Artikel „Liebet eure Feinde“ (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 8), dass die Vorstellung, wir hätten Feinde, ein Irrglaube ist. „Nenne nur das deinen Feind, was das Christusbild, das du widerspiegeln solltest, besudelt, entstellt und entthront.“ Und auf der nächsten Seite schreibt sie: „‚Liebe deine Feinde‘ ist gleichbedeutend mit ‚du hast keine Feinde‘.“

In meinem Gebet fing ich an, mich darauf zu konzentrieren, die Christus-Botschaft – die wahre Idee von Gott, die Christus Jesus demonstrierte – zum Ausdruck zu bringen und das Konzept, unsere Feinde zu lieben, mit dem Verständnis zu verbinden, dass wir keine Feinde haben. Dieses Verständnis, „du hast keine Feinde“, wurde zu einem Segen in meinem Leben, denn damit konnte ich denen vergeben, die ich bis dahin als Feinde betrachtet hatte, und ihnen gegenüber Liebe und Freundlichkeit zum Ausdruck bringen. Ich konnte sie jetzt unvoreingenommen und liebevoll begrüßen – und ich merkte, dass sie auch viel freundlicher zu mir waren. Mir wurde klar, dass Vergebung nicht sie, sondern mich befreite. Unseren Feinden zu vergeben und sie zu lieben befreit uns mental; es ist ein wichtiger Bestandteil unserer geistigen Entwicklung. 

Wenn wir Jesu Leben und Charakter betrachten, stellen wir fest, dass er sehr viel Liebe zu denen hegte, die sich ihm, seiner Lehre und seiner Heilarbeit entgegenstellten. Das befähigte ihn sogar, am Kreuz zu sagen (Lukas 23:34): „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“

Die Erkenntnis, dass wir alle die geliebten Kinder Gottes und der Ausdruck der göttlichen Liebe sind, versetzt uns in die Lage, Personen, die gegen uns zu sein scheinen, zu vergeben und für sie zu beten. Wenn wir diese Art von Liebe zu anderen fühlen und zeigen, dann bringen wir das Wesen Gottes zum Ausdruck. Das bedeutet es meiner Meinung nach, „das Salz der Erde“ (Matthäus 5:13) und „das Licht der Welt“ (Matthäus 5:14) zu sein. 

Ich bin immer dankbar für das Geschenk der Christlichen Wissenschaft in meinem Leben. „Geistlich gesinnt sein bedeutet Leben und Frieden“ (Römer 8:6).

Isaac Otieno
Nairobi, Kenia

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