Seit über 20 Jahren ist die Christliche Wissenschaft mein Arzt, mein Führer, mein Tröster, an den ich mich in jeder Stunde gewendet habe und nie vergeblich.
Ich befaßte mich mit der Christlichen Wissenschaft, nicht um körperlich geheilt zu werden, sondern weil ich die Wahrheit suchte—die Wahrheit, die, wie Jesus sagte, uns freimachen wird. Als ich die Christliche Wissenschaft fand, war ich jedoch eine nervöse, unbefriedigte, unglückliche Frau, die sich vergeblich nach einer „Lebensgrundlage”, wie ich es nannte, sehnte, nach etwas, was die Leere in meinem Leben ausfüllen würde, die durch nichts je hatte ausgefüllt werden können. Ich suchte natürlich Gott, obgleich ich mir dessen damals nicht bewußt war.
Als ich aber die Christliche Wissenschaft fand, wußte ich, daß mein Suchen zu Ende war; denn die Wissenschaft des Seins, die uns unsere geliebte Führerin Mary Baker Eddy in ihrem Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” lehrt, hat mir Gesundheit und Harmonie, Glück und Frieden gebracht. Sie hat mir eine Lösung für jedes Problem, Heilung für jede Krankheitsannahme, eine unfehlbare Lebensregel und vor allem einen zärtlichen, liebevollen Vater-Mutter-Gott gegeben—einen Gott, der uns nahe ist, dessen ewige Arme uns umgeben, der immer bereit ist, zu führen und zu erretten, wenn wir nur diese Führung suchen.
Ich bin von einer sehr schmerzhaften Stirnhöhlenentzündung, von Nervosität, von Luftröhrenentzündung und von Verletzungen bei einem Kraftwagenunfall, die nach dem Urteil des sterblichen Gemüts sehr bedenklich gewesen wären, und von anderen Schwierigkeiten geheilt worden, die so zahlreich sind, daß ich sie nicht erwähnen kann. Einige der Heilungen fanden schnell, andere langsamer statt; aber diese boten mir Gelegenheit zum Wachstum in der Gnade und im Verständnis Gottes und meines unwandelbaren Einsseins mit Ihm. Wohl eine meiner schwersten Prüfungszeiten war während einer Heilung von Pocken. Als ich während meiner Absonderung den häßlichen Augenschein des Sinnenzeugnisses auszuschließen versuchte, überwältigte mich fast die Furcht vor den entstellenden Nachwirkungen, die für eine Folge dieser entsetzlichen Krankheit gehalten werden. Aber durch die Hilfe einer christlich-wissenschaftlichen Ausüberin verschwand diese Schwierigkeit und hinterließ keine Narben.
Durch die Christliche Wissenschaft sind auch Probleme des Mangels und menschlicher Beziehungen gelöst worden. Der Weg schien zuweilen finster und schwierig und der Nebel des sterblichen Gemüts fast undurchdringlich. Wenn ich mich aber von den Lügenanmaßungen des Irrtums abgewandt und freudig die Dinge erkannt habe, wie sie sind und nicht wie sie zu sein scheinen, hat das Licht der immergegenwärtigen Liebe unfehlbar den Weg erleuchtet.
Als ich mich einmal in einer sehr unharmonischen und unglücklichen Lage befand, lief ich stundenlang auf und ab, eine Minute die Wahrheit erklärend und in der nächsten ausrufend: „Lieber Gott, wie lange, wie lange noch?”, als ob ich darauf wartete, daß Gott herbeieilen und mich aus etwas herausheben würde, worein ich versehentlich geraten war. Plötzlich erwachte ich zu der Erkenntnis, daß ich so lange, wie ich glaubte, daß ich mich in etwas befand, woraus ich herauskommen müßte, darin bleiben würde; denn meine Erfahrung war einfach die Vergegenständlichung meines Denkens. Sobald ich die Tatsache erkannte und daran festhielt, daß ich nie in etwas anderem gewesen war als im Reich der Harmonie—in der Gegenwart Gottes, wo „Freude die Fülle ist”, und daß es daher nichts gab, woraus ich herauskommen mußte, mit andern Worten, daß ich schon heraus war, weil ich nie darin gewesen war—fand die Heilung statt. Und da ich erkennen gelernt habe, daß sich der Irrtum nichts Schlimmeres zu tun anmaßen kann als eine Einflüsterung zu machen, und daß der Einfluß dieser Einflüsterung ganz davon abhängt, ob ich sie glaube oder zurückweise, war ich wenigstens einigermaßen fähig, „Wache zu stehen an der Tür des Gedankens” (Wissenschaft und Gesundheit, S. 392).
Ich lerne auch meinen Mitmenschen lieben. Und wie kann ich ihn lieben, wenn ich den Menschen nicht als durchaus liebevoll und liebenswürdig sehe?
Mein Herz strömt über von Dankbarkeit für die unzähligen Segnungen, die das Ergründen der Christlichen Wissenschaft in meine Erfahrung gebracht hat, und dafür, daß ihr unaufhaltsamer Einfluß heute das Bewußtsein der ganzen Welt durchdringt. Ich bin auch unaussprechlich dankbar, daß ich erkennen lerne, daß alles gut steht, und daß der wirkliche Mensch nicht geändert oder geheilt zu werden braucht; denn er ist jetzt—wie er immer gewesen ist—geistig und vollkommen, „nicht gefallen, sondern rechtschaffen, rein und frei” (Wissenschaft und Gesundheit, S. 171); und die Verwirklichung dieser Tatsache ist Beweis.
Houston, Texas, V.S.A.
