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„Das Kindlein, das wir lieb und wert halten sollen”

Aus der Juni 1942-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Auf Seite 370 in „Miscellaneous Writings” schreibt Mary Baker Eddy von der göttlichen Idee: „In dieser Zeit nimmt sie intelligenter als je zuvor die Gestalt des christlichen Heilens an. Dies ist das Kindlein, das wir lieb und wert halten sollen”.

Wie dieses Kindlein—das christliche Heilen—am weisesten und wirksamsten lieb und wert zu halten ist, so daß es sich zur Mannheit des Sohnes Gottes entwickeln kann, muß jeder sich selber fragen. Denen, die die heilende Kraft der Christlichen Wissenschaft erfahren haben, in denen der Glaube entzündet worden ist, die von Leiden, von Furcht, von Disharmonie befreit worden sind, ist das Kindlein schon erschienen. Aber selbst wenn dies so ist, müssen sich viele trotzdem noch fragen: Wie beharrlich, wie intelligent, wenn in der Tat überhaupt, ist es lieb und wert gehalten worden? Ist es in selbstsüchtiger Voreingenommenheit, in vorsätzlicher Unverantwortlichkeit, in furchtsamer Selbstherabsetzung nicht manchmal geradezu vernachlässigt oder vergessen worden?

In unserer heutigen Zeit versichert uns die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, daß die göttliche Idee der Menschheit nicht als eine zu erstürmende Festung, als ein Allerheiligstes, das nur wenige Bevorrechtete betreten dürfen, als ein fernes, schwer zu erreichendes Ziel dargeboten ist, sondern als ein Kindlein, das zu lieben, zu schützen, zu nähren ist.

Für das menschliche Denken ist das christliche Heilen in der Tat ein Kindlein. Der Welt in der Vollständigkeit seiner Vollkommenheit durch Christus Jesus dargeboten, siechte es nachher dahin und verschwand dann nahezu trotz der ewigen Verheißung: „Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue”. Als das christliche Heilen von Mrs. Eddy entdeckt wurde, hatte es tatsächlich aufgehört, das Denken sogar derer zu beschäftigen, die sich im Gebet an Gott wandten.

In unserer Zeit bieten sich diesem Kindlein, das wir lieb und wert halten sollen, viele von denselben Problemen dar, die es vor nahezu 2000 Jahren bedrängten. Denkmäler für menschliches Wissen, Archive von erschöpfender Forschung zeugen von Fleiß und Hingebung zum Nutzen der Menschheit. Aber wie blind, oft mit welchem Spott und Hohn die heilende Kraft und die Gegenwart des Christus mißachtet worden sind! Trotzdem ist zu allen, denen das Kindlein geoffenbart worden ist, etwas gekommen, womit sich kein menschliches Mittel messen oder vergleichen kann. Diese sind daher mit der Verantwortung betraut worden, es zu bewachen, seine Geburt und Abstammung kennen zu lernen, um den falschen Darstellungen, Verfluchungen und Verwerfungen entgegenzuwirken, die es zu zerstören suchen. Es liegt ihnen ob zu sehen, daß die Materialität, die es mit Füßen treten möchte, der Haß gegen die geistige Idee, der es verfolgen und kreuzigen möchte, die Selbstsucht und die Unflätigkeit, die es lächerlich machen und herabsetzen möchten, angesichts der Allerhabenheit des Geistes nichts nützen, nichts vollbringen.

Nur wer nicht sich allein, sondern die ganze Menschheit liebt, wird zärtlich und unaufhaltsam fortfahren, das Kindlein—das christliche Heilen—zu lieben.

Auf Seite 507 in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” hat Mrs. Eddy geschrieben: „In gebührender Weise nährt und kleidet der Geist jedes Ding, wie es in der Richtung der geistigen Schöpfung erscheint, und bringt so die Vaterschaft und die Mutterschaft Gottes in zärtlicher Weise zum Ausdruck”. In jeder Tat der Liebe und des Erbarmens zeigte Jesus die Art Gottes. Infolge seiner vollendeten Wahrnehmung ihrer Bedürfnisse wurden die Kranken und die Sünder, die mit der Wahrheit in Berührung kamen, mit Gerechtigkeit gekleidet und mit dem Brot des Himmels gespeist. So wurde das Kindlein—das christliche Heilen—beständig lieb und wert gehalten. So wurde die heilende Mission des Christus eingeführt.

Das Kindlein—das christliche Heilen—verehren, anerkennen, genügt nicht. Dieses Kindlein ist unser Kindlein, und niemand kann einem andern sein Eigentumsrecht überweisen, seine Pflichten übertragen, seine Verantwortungen aufladen. Jeder muß seine Arbeit mit eifrigem, andächtigem Verständnis, mit begeisterter Hingebung, mit freudiger Inspiration tun. Alles, was wahr ist, was mit der geistigen Schöpfung übereinstimmt, muß von jedem einzelnen erfaßt und ausgedrückt werden. Wenn dieses Kindlein wachsen soll, bis es, wie der Apostel Paulus sagt, „im Maße des vollkommenen Alters Christi” ist, dann muß seine Entwicklung im Denken und Handeln des einzelnen sichtbar gemacht werden.

Welche Liebe und Weisheit, welche Hingebung und edle Bemühung diese heilige Pflicht von uns fordert! Denn „das Kindlein, das wir lieb und wert halten sollen”, wird uns in Stärke und Schönheit, in stets zunehmendem Wirkungsvermögen der Gnade und Intelligenz in dem Maße gehören, wie wir verstehen, was es von uns fordert, und willig sind, seine Forderungen zu erfüllen. Es muß beständig, nicht nur hin und wieder, mit der Milch des Wortes, mit dem Brot des Lebens gespeist werden. Keine Unzulänglichkeit, keine mangelhafte Ernährung, kein falscher Ersatz für das Wirkliche darf sein Wachstum gefährden und seine Fähigkeiten lähmen. In der reinen Atmosphäre der Wahrheit, im strahlenden Sonnenschein der Liebe wird sich dieses Kindlein sicher in Ebenmaß und Lebenskraft entwickeln, bis seine erlösende Gegenwart auf der ganzen Erde gefühlt wird. Die Versuchungen, die uns bedrängen mögen, die Last der Verantwortung, die quälende Furcht, einer so großen Aufgabe nicht gewachsen zu sein, oder anderseits Selbstsucht und Trägheit, Teilnahmlosigkeit und Gleichgültigkeit mögen beanspruchen, unsern Glauben zu schwächen und unsere Handlungen zu lähmen. Aber Gedanken, die furchtsam, herabsetzend sind, oder deren Antrieb die Menschen von der wahren Quelle ihrer Fähigkeit, ihr Los zu erfüllen, trennt, steigen nur auf, um gemeistert und überwunden zu werden.

Auf Seite 4 in „Pulpit and Preß” schreibt Mrs. Eddy: „,O du Schwächling ohne Willenskraft‘. Jesus sagte: ‚Fürchtet euch nicht!‘” Und sie fügt etwas weiter unten hinzu: „Ist ein Mensch nicht metaphysisch und mathematisch Nummer Eins, eine Einheit und daher eine ganze Nummer, von seinem göttlichen Prinzip, Gott, regiert und geschützt?” Er wird sich daher nicht mit einem andern vergleichen, den er in geistiger Gesinnung, in der Fähigkeit, die Vaterschaft und Mutterschaft Gottes auszudrücken, für tauglicher gehalten haben mag, und so sein Vertrauen untergraben und seine Bemühungen entkräften. Von seinem göttlichen Prinzip regiert und geschützt, weiß der Mensch, daß er für den alleinigen Zweck seines Daseins—die Art Gottes auszudrücken—göttlich ausgerüstet ist.

Mögen wir von heute, denen das Kindlein geoffenbart worden ist, uns zu der uns von unserer Führerin anvertrauten Aufgabe in Freude und Begeisterung erheben! Möge dieses Kindlein—das christliche Heilen—inmitten der Härte und Unnachgiebigkeit so vieler menschlicher Erfahrungen mit einer Treue lieb und wert gehalten werden, die Widerstand nur läutern und stärken kann!

In Übereinstimmung mit der geistigen Schöpfung wird das Kindlein gekleidet und gespeist werden. Es wird die zärtliche Liebe der Vaterschaft und der Mutterschaft Gottes ausdrücken und in der heutigen Zeit seine Verheißung ewiger Erlösung erfüllen.

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