Haben Sie je innegehalten, um darauf zu achten, nach wie vielen verschiedenen Richtungen hin sich das Denken bewegt? Man versuche es. Man wird entdecken, daß das Denken sich in einer Menge Richtungen bewegen kann. In einem Augenblick kann der Gedanke die halbe Erde umkreisen und in ferne Länder und zu Personen in weiter Ferne gehen, dann vielleicht auf den Mond oder auf einen Planeten, und zurückkehren, um möglicherweise solch weltliche Dinge wie das Wetter oder die nächste Einkommensteuer zu betrachten! Dies alles zeigt, wie vielseitig und unbegrenzt das Denken ist. Es schlägt unzählige Richtungen ein.
Die Sterblichen finden, daß ihre Gedanken dem zustreben, was sie lieben und was sie nicht lieben. Die Gedanken von Herrn A gehen vielleicht wie ein Stoßdegen mit scharfem Tadel zu seinem Geschäftskonkurrenten Herrn B. Einen Augenblick später mag er voll Liebe und Anerkennung an Leute in den Streitkräften denken, die ihrem Vaterland mutig und mit Auszeichnung dienen.
Das vernunftwidrige Gemisch des guten und bösen Denkens Sterblicher ist die Folge ihres Glaubens, daß ein gutes Gemüt und ein böses Gemüt zusammenbestehen können. Dadurch, daß die Menschen diese Gegensätze für gleich wirklich halten, haben sie ihren Schutz gegen das böse Gemüt und seine Gedanken eingebüßt. Die Christliche Wissenschaft stellt diesen Schutz wieder her, indem sie uns zeigt, wie jedermann durch das Verständnis, daß nur das eine bestimmte, gute Gemüt wirklich und gegenwärtig ist, die Gedanken des sterblichen, materiellen Gemüts als unecht und unwahr austreiben kann.
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