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Es gibt nichts außerhalb von Gott

[Urtext in deutscher Sprache]

Aus der Februar 1965-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Wir können aus einem Haus herausgehen und es von außen betrachten, aber niemand kann aus Gottes Gegenwart herausgehen. Niemand kann sich Ihn von außen betrachten. Auch ist es nicht möglich, aus Gott hinauszublicken, wie man zum Fenster eines Hauses hinausblickt, um zu sehen, was draußen geschieht. Gott, Geist, hat kein Außen. Es gibt nichts außerhalb von Ihm, denn Er ist Alles. Nichts anderes besteht, nichts anderes hat Wirklichkeit, denn Gott ist der einzige Schöpfer.

Gott schuf nichts, was krank sein und sterben könnte, denn Gott ist Leben. Leben schließt Tod aus, und es gibt keinen Ort, wo Leben nicht ist. Alles, was besteht, ist im Leben und kann niemals daraus verlorengehen. Ein sterblicher, materieller Körper stellt nicht unser wahres Sein dar. Gott erzeugt keine Materie, denn Er ist Geist. Paulus sagte: „In ihm leben, weben und sind wir“ (Apg. 17:28). Die Christliche Wissenschaft [Christian Science] lehrt uns, daß wir geistig sein müssen, um im Geist zu leben. Wir können nicht materiell sein, weil es nur Gott, Geist, und Seine Idee, den wirklichen oder geistigen Menschen gibt. Dies ist die göttliche Botschaft des Christus, die Jesus den Menschen brachte.

Die Worte aus dem zweiten Korintherbrief (5:6): „So sind wir denn getrost allezeit und wissen: solange wir im Leibe wohnen, wallen wir ferne vom Herrn“ widersprechen dem nicht. Der materielle Körper ist mit allen Vorstellungen über ihn eine Annahme des sterblichen Gemüts, der wir unterworfen zu sein scheinen. Wer glaubt, in einem materiellen Körper zu sein oder daß ein materieller Körper sein Ich ist, sollte danach trachten, das Einssein oder die Einheit von Gott und Mensch zu verstehen. In ihrem Buch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ (S. 588) schreibt Mrs. Eddy: „Es gibt nur ein Ich oder Uns, nur ein göttliches Prinzip oder Gemüt, das alles Dasein regiert.“ Das Verständnis von der Allheit Gottes zerstört die Annahme von einem sterblichen Gemüt und einem sterblichen Menschen, der in einem materiellen Körper lebt. Was Gott nicht hat, hat auch der Mensch nicht. Wie der Vater in Jesu Gleichnis zu seinem älteren Sohn sagte: „Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein“ (Luk. 15:31).

Wenn wir anfangen den Menschen als das zu sehen, was er ist, nämlich als das Bild und Gleichnis Gottes, werden wir allmählich von der Annahme frei werden, daß der Mensch ein materieller Sterblicher ist. Es ist unmöglich, den unbegrenzten Geist und seinen Ausdruck in etwas Begrenztes zu zwängen. Die Kinder Gottes haben eine unbegrenzte Individualität und sind immer in Gott.

Der Mensch, die Widerspiegelung Gottes, steht Gott nicht gegenüber. Gott schließt Seine Widerspiegelung in sich. „Gott ist zugleich Mittelpunkt und Umkreis des Seins“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 204). Gott hat keinen Ort geschaffen, an dem Er nicht ist oder an dem Er nicht widergespiegelt wird. Gott umschließt Seinen Ausdruck, der so unbegrenzt ist wie der Geist, den er ausdrückt. Sterbliche Annahmen sind auf materiellen Raum und materielle Zeit beschränkt, die es beide in Gott nicht gibt. Gottes Maßstäbe sind Unendlichkeit und Ewigkeit. Sie sind geistige Begriffe und können nicht eingeteilt werden.

Die menschliche Annahme hält sowohl Gutes als auch Böses für möglich. Gott hat nur gute Eigenschaften. Diese haben kein Gegenteil; ein Gegenteil müßte außerhalb von Gott sein, wollte es bestehen. Der Christliche Wissenschafter verneint, daß der Gottesmensch schlechte Eigenschaften besitzt. Er hält daran fest, daß der Mensch nur das Wesen Gottes zum Ausdruck bringt. Das verständnisvolle Festhalten an dieser Wahrheit eröffnet die Möglichkeit, bei Konferenzen und Versammlungen privater wie geschäftlicher Natur Gegensätze und Spaltungen zu verhindern oder zu beseitigen. Gewiß mögen bei diesen Versammlungen viele Meinungen geäußert werden, aber sie werden zu guten Lösungen führen, wenn wir wissen, daß das Wirken des allumfassenden Geistes vom Menschen widergespiegelt wird. Gott ist die einzige Quelle wahrer Ideen. Von Ihm strömen unaufhörlich Gedanken aus. Er ist gut, und Er ist stets dort, wo das sterbliche Gemüt meint, daß Er nicht ist. Der Psalmist sang (139:8): „Bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist du auch da.“

Die Menschen meinen, daß es ein Leben außerhalb von Gott gäbe, den sie in einem fernen Himmel wähnen; daher leiden sie unter dieser Annahme. Mrs. Eddy schreibt auf Seite 72 ihres Buches „Vermischte Schriften“: „Das Sein ist Gott, unendlicher Geist, daher kann es nichts Materielles oder außerhalb der Unendlichkeit Liegendes kennen.“ Wenn wir in der Christus-Wissenschaft verstehen lernen, daß Gott nur gut ist und daß es nichts außerhalb von Gott, dem Guten, gibt, werden wir die Harmonie und Gesundheit demonstrieren, die diese Wahrheit in sich schließt.

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