1941 reiste ich in die Vereinigten Staaten. Gegen Jahresende fühlte ich mich sehr elend, denn ich litt unter Herzschmerzen. Die Ärzte untersuchten mich und sagten mir, daß es sehr ernst um mich stehe und ich mich körperlich nicht anstrengen solle. Kurz danach besuchte ich ein Lesezimmer der Christlichen Wissenschaft, wo mir das Lehrbuch, Wissenschaft und Gesundheit von Mary Baker Eddy, gegeben wurde. Danach unternahm ich eine zehntägige Reise nach Kolumbien.
Ich besuchte dort einige Ärzte und erzählte ihnen, was mir zugestoßen sei. Sie führten einige Tests durch und stellten fest, daß ich Syphilis hatte. Die ärztliche Diagnose lautete, daß mich niemand und nichts heilen könne und daß ich nicht länger als drei Monate leben würde.
Ich ging zu meinen Eltern in einer nahegelegenen Stadt, wo ich meine Zeit mit dem Lesen von Wissenschaft und Gesundheit verbrachte. Nach etwa einem Monat hörte ich auf, die Arzneien einzunehmen, die mir die Ärzte gegeben hatten. Als ich dann weiter die in Wissenschaft und Gesundheit enthaltene Wahrheit aufnahm, verschwanden die bedrückenden Herzschmerzen. Meine Eltern rieten mir, die Ärzte noch einmal aufzusuchen, aber ich sagte ihnen, daß ich gesund sei. Dann dachte ich an jenen Bibelvers, den Mrs. Eddy zitiert (ebd., S. 496): „Wenn aber dies Verwesliche wird anziehen die Unverweslichkeit und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: ‚Der Tod ist verschlungen in den Sieg.‘ “ (1. Kor. 15:54.) In dieser Heilung erfüllten sich folgende Worte (Eph. 5:14): „Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.“
Ich begann für eine Fluggesellschaft als zweisprachiger Assistent im Kontrollturm zu arbeiten. Körperliche Bewegung bereitete mir keine Beschwerden. Vor der Arbeitsaufnahme unterzogen mich die Ärzte einer gründlichen Untersuchung. Ich wußte, daß ich geheilt war, und so war es auch!
Seit mehr als zehn Jahren habe ich keine Kopfschmerzen, Erkältungen, Magenschmerzen oder Verdauungsstörungen gehabt. Ich habe sogenannten Gesetzen der Hygiene keine Beachtung geschenkt, sondern habe mich, um geheilt zu werden, vollständig auf die Christliche Wissenschaft verlassen und an den Worten Christi Jesu festgehalten (Matth. 5:48): „Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“
Vor etwa acht Jahren erklärten die Ärzte, daß meine Mutter unheilbar an einer Venenentzündung erkrankt und dem Tode nahe sei. An ihren Beinen waren Geschwüre. Ich las ihr einige Seiten aus dem Kapitel „Die Betätigung der Christlichen Wissenschaft“ in Wissenschaft und Gesundheit vor. Nachdem ich viel für sie gebetet hatte, besuchte ich sie einige Tage später. Der Zustand der Geschwüre an ihren Beinen hatte sich gebessert. Die Blutung hatte aufgehört, und binnen eines Monats war sie vollständig wiederhergestellt. Ich hatte ihr folgende Worte vorgelesen (ebd., S. 381): „Laßt uns Krankheit wie einen Geächteten verbannen und bei der Regel der immerwährenden Harmonie bleiben — bei dem Gesetz Gottes.“ Meine Mutter ist jetzt hundertacht Jahre alt.
Ich bin sehr glücklich, weil wir nun schon seit über zehn Jahren christlich-wissenschaftliche Gottesdienste in unserer Stadt halten und gegenwärtig Schritte zur Gründung einer christlich-wissenschaftlichen Vereinigung einleiten.
Worte sind unzureichend, um meine Dankbarkeit gegen Gott für Klassenunterricht, für Christus Jesus, der den Weg zur universalen Erlösung wies, für die Offenbarung des Christus, der Wahrheit, und gegen Mrs. Eddy für die Heilung der ganzen Menschheit und Die Mutterkirche auszudrücken.
Cali, Valle, Kolumbien
