Auf der Jahresversammlung von Erster Kirche Christi, Wissenschaftler, einem großen Kirchenfest meiner Religion in Boston, erlebte ich während des Gottesdienstes eine Heilung:
Ein vereiterter Backenzahn hatte mich dort gequält. Da mein großer Wunsch war, einmal in der Mutterkirche Ordnerdienst machen zu dürfen, bat ich eine Freundin, für mich zu beten. Denn ich wollte nicht wegen der Schmerzen diese Gelegenheit verpassen. Und ich dachte daran, dass mich Gebet schon so oft von Schmerzen befreit hatte. Ungeachtet meines Zustandes konnte ich mich in die große Gruppe der Ordner einreihen. Freudig konnte ich meinen Dienst versehen. Voller Andacht und Freude stand ich beim Gottesdienst im großen Kirchensaal. Beim Singen des letzten Liedes, ich weiß nicht mehr, welches es war, sang etwas in mir, das Ende eines anderen Kirchenliedes, Lied 374: „Sei froh, du bist geheilt.” Ich sang diese Worte wieder und immer wieder. Freudentränen tropften auf das Liederbuch, und ich hatte die sichere Gewissheit in mir, dass alles in Ordnung ist. Ich fühlte mich völlig befreit. Dankbar kehrte ich in mein Zimmer zurück. Obgleich ich beim Blick in den Spiegel keine Veränderung feststellen konnte, wusste ich, dass ich geheilt war. Wann der Schmerz völlig an diesem Tag gewichen ist, weiß ich nicht mehr, jedenfalls war ich am kommenden Tag völlig geheilt.
Heidelberg
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