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Die Knechtschaft der Apathie durchbrechen

In Übereinstimmung mit unseren Kollegen des Christian Science Sentinel geben wir die Namen der Redakteure an dieser Stelle nicht mehr an.

Aus der Dezember 2007-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


In einem komplexer werdenden Leben scheint es, als würde die individuelle Verantwortung für Entscheidungen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene immer abstrakter werden. Entscheidungen aus dem Weg zu gehen oder Aktivitäten wie Kirchenarbeit, Schulveranstaltungen oder Kandidatentreffen zu vermeiden, scheint die Norm zu werden.

Aber Apathie war niemals der sinnvolle Weg, um Fortschritt in der Gesellschaft zu erreichen. Und heute ist der Bedarf nach wachsamer Geistigkeit des Einzelnen besonders groß. Die Aufdeckung terroristischer Pläne in Deutschland und Dänemark in den letzten Wochen schreien förmlich nach weiteren Gebeten. Wie auch die Ämterwechsel der Ministerpräsidenten in Russland und Japan, neben der Debatte über die Rolle der Vereinigten Staaten im lrak und in anderen Regionen des Nahen Ostens.

„Mangelnde Selbsterkenntnis ist die hartnäckigste Annahme, die überwunden werden muss, denn sie hat Gleichgültigkeit, Unehrlichkeit und Sünde zur Folge“, schreibt Mary Baker Eddy in dem Artikel „Richtiges und falsches Wachen“ und weist auf den Ursprung der Apathie hin. (Erste Kirche Christi, Wissenschaftler und Verschiedenes, S. 233). Unwissenheit darüber, wer wir sind, nämlich die Kinder Gottes, hält uns davon ab, die Macht des Guten, die jedem von uns zu eigen ist, auszuüben. Sie kann uns auch täuschen zu glauben, dass wir in erster Linie materielle Wesen wären, deren einzige Aufgabe es ist, persönliche Bequemlichkeit und persönliches Glück zu erlangen. Diese materielle Sicht hat die Menschen in manch dunkle Bereiche geführt, beispielsweise zu der anhaltenden Unruhe auf dem US-amerikanischen Immobilienmarkt. Und die gleiche, auf der Materie beruhende Apathie Kann die Wachsamkeit der für die Sicherheit der Staaten zuständigen Behörden abstumpfen.

Unsicherheit und Stumpfheit mögen die Freunde der Apathie sein, aber sie fallen vor der aufrüttelnden und korrigierenden Macht der göttlichen Liebe. Die göttliche Macht verleiht mehr als alles andere echte Sicherheit. Die menschliche Weisheit kann Daten hervorbringen und Empfehlungen zu intelligenten Handlungen in Bezug auf die eigene Berufsausübung, das Familienleben oder sogar auf internationale Themen wie Krieg und Frieden oder die Verbreitung atomarer Waffen aussprechen. Aber die Macht der Liebe zu verstehen befreit uns von der mangelnden Selbsterkenntnis und von Zukunftsangst.

Niemand hat die Liebe und ihre befreiende Macht besser verstanden als Christus Jesus. Während seines Wirkens hat Jesus die Unwissenheit über das Selbst unmittelbar in Frage gestellt. Er war in der Lage, Menschen wie den unehrlichen Steuereintreiber Zacchäus ins Licht der Wahrheit zu führen, die die wahre geistige Natur offenbarte. Ein Augenblick mit dem Meister-Christen beendete Zachäus' Vorstellung, dass die „übliche Bestechung“ in Ordnung wäre. Stattdessen akzeptierte er die geistige Überzeugung, dass seine Beziehung zu Gott wichtiger war als persönlicher Gewinn, und er schwor, sein Verhalten zu ändern.

Jesus lehrte, dass unsere Identität nicht durch die Anzahl der Dinge definiert ist, die wir haben, oder dadurch, wie wir politisch verankert sind oder welche Ausbildung wir erhalten haben. Stattdessen verstand er, dass wir durch Geist, in geistigen Begriffen, definiert sind. Und weil Geist unendlich ist, bedeutet das, dass wir tatsächlich im Geist leben und unsere Identität daher ableiten, was Geist ist und tut. Das Ergebnis ist eine Identität, die leuchtet, erhebt und stärkt. Das verleiht Energie.

Wenn wir diese Tatsache erfassen, wird die Wirklichkeit der Gegenwart des Geistes klarer, und wir erkennen, dass wir nicht auf bessere Zeiten oder Gelegenheiten warten oder erst danach suchen müssten. Genau jetzt sorgt Gott für uns und diese Fürsorge zeigt sich durch die endgültige Herrschaft der Liebe über das Böse. Im Lukas-Evangelium heißt es: „Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete [Jesus] ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man's beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es! Oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ (Lukas 17).

Gottes nachhaltige Gegenwart als Wirklichkeit in unserem Leben zu erkennen heißt, durch die Macht der Liebe die Unwissenheit über uns selbst auszumerzen, die die Apathie, Unehrlichkeit und Täuschung rumoren lässt. Sie tut das nicht durch Verurteilung, sondern durch die Offenbarung der reinen geistigen Natur, die Gott uns gegeben hat.

Im Reich Gottes zu leben bedeutet, sich auch um andere zu kümmern. Es bedeutet alles andere als apathisch zu sein. Liebe schaut nach außen, sie umfasst alles und alle, die sich selbst als Gottes geliebte Ideen verstehen. Sie sind mitfühlend für die Nöte anderer. Mary Baker Eddy hat diese Liebe gelebt und hingebungsvoll gearbeitet, der Menschheit die Christus-Wissenschaft zu geben, die die Welt wirklich erretten kann. Diese Wissenschaft erklärt, wie Jesus die grundlegenden Gesetze der geistigen Existenz gelehrt und geprüft hat, um den großen physischen und mentalen Nöten der Menschen zu begegnen. Mehr als 100 Jahre haben Schüler der Christlichen Wissenschaft dies geprüft und nicht versagt.

Wo das Licht der göttlichen Liebe unsere geistige Identität als reine und vollkommne Menschen enthüllt, beginnen Unehrlichkeit und Sünde ihre Anziehungskraft zu verlieren. Wir wenden uns von der Selbstbetrachtung ab und fragen uns wie der Apostel Paulus: „Herr, was soll ich tun?“ (nach der engl. Bibel, Apostelgeschichte 9). Diese selbstlose Liebe zerstört die Fesseln der Apathie und setzt die geistige Macht für Gutes frei, die jedem von uns innewohnt. Sie inspiriert zu neuen Ideen, verleiht Mut, Beweglichkeit, Weisheit und Stärke. Sie kann sogar den Lauf der Welt verändern.

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