Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer

Weihnachten — das große Geschenk

Aus der Dezember 2007-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Das Weihnachtsfest bewegt uns immer wieder wie kaum ein anderes Fest. Wenn wir uns nicht vom Einkaufen gehen, Geschenke einpacken, Festessen vorbereiten und dem allgemeinen Trubel gefangen nehmen lassen, kommt der Moment, wo uns eine heilige Ruhe umgibt und wir die große Liebe spüren, nach der sich alle Menschen sehnen. Dann schließen wir unsere Nächsten und die von uns Gegangenen in Gedanken der Freude und des Wohlwollens ein und erleben den Frieden, der für die ganze Welt so wichtig ist.

Christen in aller Welt feiern die Geburt eines Kindes mit Namen Jesus, das als Heiland der Welt die Menschen von der Last der Unterdrückung befreien sollte. Damals war den Menschen — auch seinen Eltern — nicht bewusst, welch' geistiger Ursprung sich mit der Geburt dieser göttlichen Idee offenbarte, die uns auch heute noch aus der Last der Unterdrückung durch Sünde, Krankheit und Tod befreien kann. Schon im Alten Testament wird von verschiedenen Propheten dieses Erscheinen von Jesus Christus vorhergesagt und es ist bemerkenswert, dass Micha ihn bereits 700 Jahre vor der Geburt als „Herr“ bezeichnet hat, „dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist“. Damit ist die Zeitlosigkeit von Jesus Christus deutlich beschrieben worden.

Wir können das Weihnachtsfest viel besser verstehen, wenn wir es aus den begrenzenden menschlichen Vorstellungen herausheben. Der Geburt und dem Leben Jesu können wir nur gerecht werden, wenn wir seine geistige Bedeutung erkennen, nämlich die beständige Gegenwart des sanftmütigen, tröstenden, heilenden Christus. Dann spüren wir auch, warum Jesus als der Erlöser bezeichnet wird. Im biblischen Sinn hat der „Löser“ ein Anrecht auf sein Eigentum; er löst es aus fremden Händen und übernimmt selbst die Sorge dafür. Wir sind die Erlösten des Herrn, „dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit“, wie es im Epheserbrief in der Bibel heißt. Wir sind schon die Kinder Gottes und tragen das Bild des Vollkommenen in uns.

So gewinnt Weihnachten eine tiefere Bedeutung, weil uns das Geschenk der Erlösung zuteil wird. Wir können es sofort annehmen. Es steht in unserer, von Gott verliehenen Macht, einengende Bindungen aufzulösen, uns von der Sünde zu trennen, Krankheit als gesetzwidrig anzusehen und den Tod als machtlos zu erkennen. Dieser Prozess der Reinigung und Lösung von allen falschen Behauptungen und Begrenzungen sollte ein Bestandteil unserer täglichen Erfahrung sein.

Was ist mit den Geschenken, die Jesus zur Geburt erhielt? „Die Weisen wurden so geführt, dass sie diesen Morgenstern der göttlichen Wissenschaft, der den Weg zu ewiger Harmonie erleuchtet, erblicken und ihm folgen konnten“. So beschreibt es Mrs. Eddy in ihrem Lehrbuch auf Seite vii. Die Weisen brachten Gold mit, das in der Bibel zum bildlichen Vergleich mit geistigen Gütern herangezogen und in den Sprüchen auch als göttliche Weisheit bezeichnet wird. Weiterhin hatten sie Weihrauch im Gepäck, das hebräische Wort für weiß, glänzend. Dazu schreibt die Autorin im erwähnten Buch (S. 267): „Die Kleider des Geistes sind 'weiß und glänzend' wie das Gewand Christi. Darum 'lass deine Kleider immer weiß sein', schon in dieser Welt“, und bezieht sich auf den entsprechenden Vers im Buch der Prediger. Das dritte Geschenk war Myrrhe, auch Salbe von Gilead genannt, eine große Kostbarkeit, die sinnbildlich für Heilung steht. Die Geschenke waren also Weisheit, Reinheit und Heilung. Sind das nicht die besten Weihnachtsgeschenke, die wir auch heute brauchen und auch weitergeben können?

Wenn dann die Festtage vorbei sind, kehren wir nicht mehr zu unseren alten Anschauungen zurück, denn inzwischen ist uns eine neue Idee geboren, die sich entfaltet und einen Platz braucht, wo sie behütet wachsen kann. Diese Idee heißt 'christliche Nächstenliebe' und bei guter Pflege breitet sie sich immer weiter aus, so dass sie uns und anderen zum Heil, zum Heiland wird. Der Heiland, auch Befreier genannt, erhebt uns zum Licht und es wird keine Finsternis mehr sein. Dann erleben wir jeden Tag Weihnachten, nämlich die Gegenwart des Christus. Das ist das große Geschenk.

Wenn Sie mehr Inhalte wie diese erforschen möchten, können Sie sich für wöchentliche Herold-Nachrichten anmelden. Sie erhalten Artikel, Audioaufnahmen und Ankündigungen direkt per WhatsApp oder E-Mail. 

Anmelden

Mehr aus dieser Ausgabe / Dezember 2007

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

                                                                                                                            Mary Baker Eddy

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.