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Für Kids

Wir gehören doch alle zusammen!

Aus der November 2008-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Letztes Jahr habe ich in der Schule etwas Tolles erlebt. Es gab da eine Gruppe von Klassenkameraden, fünf Jungen und zwei Mädchen, mit denen es echt schwer war auszukommen, weil sie so frech und gemein waren.

Einmal schmiss mich ein Junge so sehr an einen Container, dass mir einen Augenblick lang die Luft wegblieb und ich zu Boden sackte. Meine Freunde halfen mir, aber irgendwie haben sich alle ziemlich gefürchtet. Eigentlich machte mir die Schule Spaß, aber ehrlich gesagt hatte ich jetzt Angst, in die Schule zu gehen.

In der Schule war es, als schauten alle weg, und ich wollte auch nicht petzen. Ich habe meinen Eltern von der Situation erzählt und mit meiner Mutter gebetet, um Kraft und Mut zu finden, niemandem etwas heimzuzahlen und auch nicht frustriert zu sein. Ich wollte lieben können.

In der Sonntagsschule haben wir oft darüber gesprochen, dass wir unsere Feinde lieben sollen und wenn uns jemand auf die eine Backe schlägt, sollen wir die zweite Backe auch hinhalten. (siehe Lukas 6) Wenn ich zu Hause gebetet habe, habe ich viel darüber nachgedacht, dass auch diese Jungs Gottes Kinder sind und Er sie lieb hat und sie rein und vollkommen gemacht hat.

Ich dachte auch über das Gleichnis vom verlorenen Schaf nach. Jesus erzählt darin von einem Hirten, der hundert Schafe hatte. Als er eines davon verliert, lässt er alle 99 anderen Schafe auf dem Feld zurück und sucht nach dem, das verlorenen gegangen ist, bis er es gefunden hat. Für mich bedeutete es, dass ich das Gute der Kinder Gottes, das verloren gegangen schien, suchen und finden musste und zwar genau dort, wo Aggression, Gemeinheit und Furcht alles zu überdecken schien. Ich habe viel gebetet und richtig gerungen, es war wahrlich nicht einfach – aber es hat sich gelohnt!

In einer Kunststunde sollte ich mit dem einen schwierigen Jungen zusammenarbeiten. Und genau da war mir Gottes Hilfe ganz spürbar nahe und so hat es mir nichts ausgemacht und ich habe das richtig gern getan.

Der Junge war sehr schlecht in der Schule, er wollte nicht mitbasteln, ich hab ihn gelassen und ihm alles gezeigt. Irgendwie hatte ich ihn richtig gern und er war erstaunlicherweise mal ganz ruhig. Am Ende der zwei Stunden hat er mich angestoßen, mich angeschaut und ganz leise gesagt: „Du, ich glaub, ich mach etwas total verkehrt.“ Dann ist er weggelaufen. Das war schon stark, er begann etwas zu merken und es wirkte, als ob ihm vieles ehrlich Leid täte.

Das war der Anfang einer Wende. Wenig später begannen auch die Lehrer freundlich und bestimmt, aber vor allem gerecht einzugreifen. Diese Gruppe bekam mehr Unterstützung und war nicht mehr so aggressiv.

Am Ende des Schuljahres waren wir nicht mehr die eine und die andere Gruppe. Wir hatten Spaß miteinander und waren jetzt eine Klasse, die miteinander lernte auszukommen. Ich freu mich schon riesig darüber und dass es stimmt, was ich in der Sonntagsschule lerne, dass wir alle zusammengehören und Liebe uns zusammenhält.

Probiert das doch auch mal! Liebe hat eine megagroße Wirkung. Man fühlt sich dann echt ganz „groß“ und am Ende fühlen sich nämlich alle größer.

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