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Original im Internet

Bereit für Heilung? Jederzeit!

Aus der November 2018-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 24. September 2018 im Internet.


Jesu Heilung des Lahmen am Teich Betesda (siehe Johannes 5:2–9 in der Bibel) ist der bemerkenswerte Bericht über einen Mann, der 38 Jahre lang am Ufer des Teiches ans Bett gefesselt war und darauf wartete, dass sich das Wasser bewegte.

Es hieß, dass der, der unmittelbar nach der Bewegung des Wassers in den Teich stieg, geheilt werden würde, doch da der Mann gehbehindert war, konnte er das Wasser nie als Erster erreichen. Also war er jahrelang dort. Jesus geht zu ihm, hört sich seine Geschichte an und befiehlt ihm nicht nur aufzustehen, sondern auch, seine Matte aufzuheben und wegzutragen. Und das tut er!

Am besten gefällt mir an dieser Geschichte, dass der Mann „sofort“ aufsteht. Er erklärt Jesus nicht weiter, warum er das nicht kann; er jammert nicht, dass andere vor ihm ins Wasser steigen – er gehorcht Jesu Aufforderung. Er muss auch nicht erst warten, bis er sich erholt hat – nein, er ist ohne jeden Verzug vollständig und vollkommen.

Diese Geschichte änderte meine Sichtweise über das Heilen. Ich hatte oft gedacht, dass ich nur geheilt werden könnte, wenn ich erst längere Zeit eifrig studierte und forschte und dann auf den richtigen Augenblick wartete. Doch dieser und andere Berichte in der Bibel zeigen mir, dass wir jederzeit für Heilung bereit sein können!

Die Vorstellung, dass Menschen heutzutage einfach auf diese Weise geheilt werden können, wird in der Christlichen Wissenschaft näher erklärt, die – wenn verstanden und angewandt – beweist, dass wir den heilenden Christus in unserem Gebet hier und jetzt empfangen können. Das Verständnis von unserer Einheit mit Gott kann Suchenden auch heute Heilung bringen.

Und wir müssen nicht erst abwarten, bis etwas schief geht, um zu beten. Gebet kann vorbeugend und heilend sein. Ich kann dazu ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung geben, wo hingebungsvolles Gebet zu rascher Heilung führte.

Es war an einem kalten Wintertag und ich trug einen schweren elektrischen Heizkörper von einem Zimmer in ein anderes. Ich hatte ihn nicht sehr fest im Griff und ließ ihn plötzlich fallen. Trotz der Kälte war ich barfuß und die scharfe Kante des Heizkörpers landete auf meinem großen Zeh und hinterließ eine klaffende Wunde. Der Zeh tat entsetzlich weh und blutete stark, daher legte ich einen Verband an. Die Wunde war sehr tief und ich überlegte einen Augenblick, ob sie genäht werden müsse. Doch fast gleichzeitig änderte ich meine Denkweise. Ich wusste, dass ich über den physischen Anschein hinwegsehen und erkennen musste, dass die Materie weder Leid noch Schmerzen verursachen konnte, denn in der geistigen Realität sind wir keine körperlichen Wesen, sondern die geistige Schöpfung Gottes, des Geistes. Dieser Wahrheitsgedanke befähigte Jesus, den Mann am Teich Betesda zu heilen. Sein Augenmerk lag nicht auf dem körperlichen Zustand, sondern auf der geistigen Wahrheit – dem vollkommenen Sein des Menschen als der geistigen Widerspiegelung Gottes.

Wenn wir unser Denken mit der Wahrheit über unser Dasein in Gott gefüllt halten, sind wir ständig bereit, Heilung zu erleben.

Wie ich immer wieder in meiner Praxis der Christlichen Wissenschaft gelernt habe, ist es wichtig, schlimme Szenarien nicht ständig in Gedanken nachzuspielen oder sich das Bild eines Unfalls vor Augen zu halten. Vielmehr machte ich mir bewusst, dass Gott hier und jetzt bei mir war und dass ich nie etwas tun konnte, was mich aus Gottes vollkommener Fürsorge entfernte. Die Christliche Wissenschaft lehrt, dass der Mensch – also jeder – als Gottes geistige, vollkommene Widerspiegelung Gott beständig widerspiegelt. Das bedeutete demnach, dass ich als Widerspiegelung Gottes keine Sekunde von Ihm und Seiner Vollkommenheit getrennt worden war.

Ich wusste, dass die Heilung vollständig war, als ich mir wegen möglicher Nachwirkungen des Vorfalls nicht die geringsten Sorgen machte. Ich machte meinen Sohn weiter schulfertig. Dann brachen mein Mann und ich zu unserem täglichen 9-km-Spaziergang auf. Ich hatte nicht die geringsten Probleme mit dem Zeh.

Tägliches Gebet und das tägliche Lesen der Bibellektion aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft – zusätzlich zu meinem Umdenken unmittelbar nach dem Vorfall – halfen mir die Wahrheit zu erkennen, dass wir immer vollkommen und stets bereit sind, diese Vollkommenheit in unserer Erfahrung wahrzunehmen. 

Diese Heilung ereignete sich im vergangenen Jahr, und es hat keine Nachwirkungen gegeben. Als ich einen oder zwei Tage nach dem Vorfall den Verband abnahm, merkte ich zudem, dass ein Teil meines Zehennagels, der mehrere Jahre lang ungerade gewachsen war, abgefallen war. Seitdem wächst der Nagel völlig gerade.

Ich wusste, dass folgendes Zitat aus Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes von Mrs. Eddy in dieser Situation zutraf: „... haltet euer Gemüt so von Wahrheit und Liebe erfüllt, dass Sünde, Krankheit und Tod nicht eindringen können. Es ist klar, dass einem Gemüt, das schon voll ist, nichts hinzugefügt werden kann. Ein von Güte erfülltes Gemüt hat keine Tür, durch die das Böse eindringen, und keinen Raum, den es ausfüllen kann. Gute Gedanken sind ein undurchdringlicher Panzer; damit angetan, seid ihr gegen die Angriffe des Irrtums jeder Art vollständig geschützt. Und nicht nur ihr seid geborgen, sondern alle, auf denen eure Gedanken ruhen, werden dadurch gesegnet“ (S. 210). Egal wo wir sind und was wir tun, wir sind fähig, den ständig verfügbaren heilenden Christus zu erleben, der unsere Einheit mit Gott offenbart. Das ist die göttliche Wahrheit, die Jesus kannte, als er den Lahmen am Teich Betesda heilte, und es ist dieselbe Wahrheit, die immer bereitsteht, um uns zu heilen. Wenn wir unser Denken mit der Wahrheit unseres Daseins in Gott füllen, sind wir jederzeit bereit, geheilt zu werden.

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