Als ich am Elementarunterricht in der Christlichen Wissenschaft teilnahm, lernte ich, dass wahres Sehen geistiges Erkennen ist, und ich habe viel Fortschritt dabei gemacht, dieses Wahrheitskonzept zu verstehen und zu demonstrieren.
Rund 35 Jahre lang trug ich eine Brille. Während der Zeit war ich dreimal beim Augenarzt, und jedes Mal mussten die Gläser etwas stärker sein. Doch Jahre nach der letzten Untersuchung bemerkte ich, dass sich meine Sehfähigkeit nach zwei Heilungen, die zu erheblichem geistigem Wachstum geführt hatten, verbessert hatte.
2014 erlebte ich Haarausfall. Ich betete drei Monate lang, um dieses Problem zu überwinden. Erst hielt ich an der Wahrheit von Gottes Allheit fest, doch ich bemerkte keinen Fortschritt. Als ich eines Tages die Bibellektion der Christlichen Wissenschaft zum Thema „Materie“ studierte, begriff ich, dass verschiedene Ansprüche in Verbindung mit dem Altern aufgetreten waren, darunter gelegentliche Gliederschmerzen. Ich wusste, dass das Suggestionen waren und dass ich sie durch mein Verständnis der Christlichen Wissenschaft überwinden konnte.
Eine Suggestion kann definiert werden als „der Prozess, durch den einem eine Idee mithilfe ihrer Verbindung oder Assoziation mit einem Gedanken kommt, den man bereits hegt“. Wenn man sich also als körperlich betrachtet, können Suggestionen über unseren Körperzustand daraus erwachsen. Doch wenn wir unser Denken durch ein Verständnis der Wahrheit schützen und uns als Gottes völlig geistiges Bild und Gleichnis verstehen, wird ein höheres und besseres Verständnis von der wahren Natur des Menschen unser Bewusstsein durchdringen. Gegenteilige materielle Suggestionen können keinen Einfluss haben. Ich fing sofort an, die suggestiven Irrtümer durch beständige Wahrheitsgedanken über die geistige Identität des Menschen zu ersetzen, und der Haarausfall wurde geheilt.
Im folgenden Jahr litt ich während eines Besuchs im Nordosten der Vereinigten Staaten im Winter an Grippesymptomen. Dies war wiederum eine Gelegenheit, mein Studium der Christlichen Wissenschaft zu vertiefen. Ich verbrachte mehr Zeit damit, über die Bibellektion sowie über Artikel und Zeugnisse aus dem Christian Science Sentinel und Journal nachzudenken. Dies bestärkte meinen Entschluss, Mary Baker Eddys Anweisung zu befolgen: „Halte das Denken beständig auf das Dauernde, das Gute und das Wahre gerichtet, und du wirst diese in dem Verhältnis erleben, wie sie dein Denken beschäftigen“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 261).
Die Symptome hielten mehrere Wochen an, doch am Ende konnte ich in meinem Denken die „Spreu“ vom „Weizen“ – den Irrtum von der Wahrheit – besser trennen. Es wurde mir wichtiger, zu beten und mein Denken zu überwachen. Außerdem liebte ich Gott hingebungsvoller. Eine hilfreiche Stelle, über die ich viel nachdachte, lautet: „Die großen Wahrheiten der Wissenschaft werden die Spreu vom Weizen sondern, bis es dem menschlichen Wahrnehmungsvermögen klar wird, dass der Mensch Gottes vollkommenes Gleichnis war und ist, das alles widerspiegelt, wodurch wir Gott erkennen können“ (Mary Baker Eddy, Vermischte Schriften 1883–1896, S. 79). Obwohl diese Heilung viel Durchhaltevermögen erforderte, war das Ergebnis ein solch klares Verständnis von meiner Herrschaft über diesen Glauben, dass ich im folgenden Winter den Nordosten ohne jede Furcht vor dem kälteren Klima und einer Ansteckung besuchte und auch keine Nachteile erlebte.
Einige Zeit danach fuhr ich mit dem Auto zur Kirche. Mir rutschte die Brille von der Nase und ich stellte fest, dass ich ohne Brille genauso gut, wenn nicht besser sehen konnte. Das war ein Grund zu großer Freude, und heute sehe ich weiterhin sehr gut. Ich erzählte einer Praktikerin der Christlichen Wissenschaft davon, und sie sagte: „Sie waren treu.“
Ich bin sehr dankbar für diese Heilung, doch der Fortschritt in meinem geistigen Wachstum bedeutet mir am meisten.
Nancy Barrett Schlegel
Delray Beach, Florida, Vereinigte Staaten
