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Original im Internet

Für Junge Leute

„Ich weiß nicht, wie man betet.“

Aus der November 2018-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 10. September 2018 im Internet.


F: Ich weiß nicht, wie man betet.

A: Halt dich fest – Gebet ist das schönste Abenteuer, das es gibt! 

Das ist Gebet: Für mich bedeutet Gebet, mich dem Schöpfer des Universums nahe zu fühlen. Es bedeutet, ganz bei Gott zu sein. Man erforscht den unendlichen geistigen Raum und die dort enthaltenen Ideen.

So geht es: Mary Baker Eddy, die Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, widmete in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift dem Thema Gebet ein ganzes Kapitel. Dort lesen wir: „Verlangen ist Gebet ...“ (S. 1). Mrs. Eddy redet hier nicht von Dingen wie Freunden, Autos oder guten Zensuren, sondern vom Verlangen, uns Gott nahe zu fühlen. Gebet hat mit Sehnen zu tun, mit Offenheit für die göttliche Quelle alles Guten. Wenn wir mitten in dieser echten Offenheit sind, gibt es viele Möglichkeiten, mit Gebet fortzufahren. Hier sind einige Beispiele.

Das Bittgebet: Ein gutes Beispiel hierfür ist das Gebet des Herrn. In diesem Gebet weist Jesus uns an, zu bitten – wir bitten um Gnade, um tägliches Brot, um Vergebung und darum, nicht in Versuchung geführt zu werden. Auf Seite 16 und 17 von Wissenschaft und Gesundheit gibt Mrs. Eddy uns eine wundervolle geistige Interpretation dieses Gebets.

Zusätzlich zu den Bitten im Gebet des Herrn bitte ich Gott täglich, mich zu führen, mir zu helfen, aufnahmebereiter für Seine Güte zu sein, mir zu zeigen, wie es ist, Seine Tochter zu sein, mich zu lehren, wie ich Ihn und Seine Schöpfung besser lieben kann, und anderes mehr.

Das Gebet der Bekräftigung und des Verneinens: Das kann auch als Gebet des „Argumentierens“ bezeichnet werden. Man bekräftigt Gottes Gegenwart und Macht und verneint die Wirklichkeit von etwas, das Gott, dem Guten, unähnlich ist. Es könnte ungefähr so lauten: „Gott ist gut und füllt allen Raum. Daher kann das, was ein Problem hervorzurufen scheint nicht existieren.“ Dieses Gebet ist hilfreich, wenn wir mit etwas kämpfen, das wir in unserem Leben nicht haben wollen – Furcht oder Unwohlsein zum Beispiel.

Das Dankgebet: Manchmal reicht Dankbarkeit schon, um uns in Harmonie mit dem Göttlichen zu bringen, oder sie setzt die nötigen Hebel in Bewegung. Dankbarkeit lenkt uns von dem Problem fort und hin zu einem Bewusstsein – und sogar der Überzeugung – von der Allheit Gottes. Dankbarkeit für kleine und große Dinge ist hilfreich. Wolken, Rosen, Musik, Beweise für Gottes Gegenwart sind meine Favoriten, doch jeder hat seine eigene Liste. Es handelt sich nicht um Lippenbekenntnisse, sondern ehrliche, wahre Dankbarkeit.

Das Gebet des Lauschens: Lauschen bedeutet zu lernen, so still zu sein, dass wir bei Geist Gehör finden, wie Mrs. Eddy es ausdrückt (siehe Wissenschaft und Gesundheit, S. 15). Wir stellen den Redeschwall der Welt ab und öffnen unser Herz und unser Denken, um die Ideen wahrzunehmen, die Gott, Gemüt, uns vermittelt. Es liegt in der Natur des Gemüts, alles Gute zu entfalten. Uns kommt die Rolle des Zuhörers zu. Tun wir dies, hören wir bemerkenswerte Dinge über das Universum des Geistes und uns als dessen unendliche Ideen.

Das Gebet des sich Überlassens: Das ist die stille Aufforderung: „Gott, übernimm Du das Ruder.“ Dazu braucht man ein absolutes Vertrauen auf Gott; man lässt jeden Gedanken daran, von Ihm getrennt zu sein, los.

Gott erhört unser Gebet. Das zeigt sich auf millionenfache Art und Weise. Eine davon ist, das Gute zu fühlen – vielleicht sogar trotz widriger Umstände. Wir fühlen uns leichter, fröhlicher, zuversichtlicher. Eine andere Art ist völliger Frieden – eine unbeschreibliche Gewissheit, von Liebe geliebt zu sein. Furcht verschwindet aus unserem Denken. Manchmal hören wir auch Gottes Worte, vielleicht sogar laut ausgesprochen. Die Dinge in unserem Leben fangen an, sich zu verändern – manchmal nach und nach und manchmal plötzlich.

Eine Achtzehnjährige erzählte mir neulich, wie ihr Gebet erhört wurde: durch ein schlichtes Gefühl der Überzeugung. „Ich hatte plötzlich keinen Zweifel, dass Heilungen stattfinden“, sagte sie. Das war, nachdem sie ein paar Tage vor einer Schulaufführung, bei der sie eine Hauptrolle sang, wegen einer schweren Erkältung gebetet hatte. Am nächsten Tag war die Erkältung fast verschwunden, und sie konnte ihren Part ungehindert singen.

Wenn wir nicht sofort Ergebnisse aus unseren Gebeten erkennen, dürfen wir nicht aufgeben. Wir können Gott im Gebet um Durchhaltevermögen bitten. Gott gibt uns immer alles, was wir brauchen, und zeigt uns das, was wir wissen müssen – einschließlich, auf neue Art und Weise zu beten, wenn wir uns uninspiriert fühlen oder meinen, nicht weiterzukommen.

Gebet ist keine Einbahnstraße. Es öffnet unser Denken für Gott, und das führt zu Veränderungen und Heilung. Auf diese Weise können wir Ergebnisse aus unseren Gebeten erwarten. Schließlich geht es beim Beten um Gott, den Alles-in-allem. Wenn wir unser Denken erwartungsvoll auf Gott ausrichten, eröffnen sich unendliche Möglichkeiten. Und dieses Abenteuer lohnt sich!

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