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Original im Internet

Ohrenentzündung geheilt

Aus der Juni 2018-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 23. April 2018 im Internet.


Ich bin Komponist, Dirigent und Pianist. In der Woche vor einem großen Konzert, bei dem ich ein Orchester und sieben Solisten führen sollte, traten starke Entzündungssymptome im rechten Ohr auf. Ich hatte Druck und starke Schmerzen im Ohr und konnte auf der Seite deutlich schlechter hören. Die täglichen Proben erforderten enormen Einsatz und dauerten bis zu sechs Stunden ohne Pause. Mir wuchs alles über den Kopf, und so rief ich einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft um Hilfe.

Er empfahl mir, „eine starke Verdünnung der Wahrheit“ als Heilmittel einzunehmen (Mary Baker Eddy, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 153). Er wies mich darauf hin, dass die Symptome eines kranken Ohrs nicht von Gott, der göttlichen Wahrheit, stammten und somit eine Illusion waren, eine völlig irrige Behauptung. Außerdem erwähnte er Beethoven, um mir nahezubringen, dass das Gehör kein körperliches, sondern ein geistiges Merkmal ist, das nichts mit der materiellen Apparatur des sterblichen Ohrs zu tun hat.

Als ich die Sorge äußerte, dass eine anhaltende Infektion meine Hörfähigkeit dauerhaft in Mitleidenschaft ziehen könnte, wies mich der Praktiker energisch und klar darauf hin, dass ich eine Wahl zu treffen hatte. Er wollte damit mein Denken aufrütteln. „Chad“, sagte er, „Sie können entweder diese starke Verdünnung der Wahrheit nehmen oder zum Arzt gehen und sich Penicillin spritzen lassen. Sie haben die Wahl.“

Ich erinnere mich sehr klar an diese Worte, denn sie waren genau das, was den hypnotischen Zustand zerstörte – sie erweckten mich zu der Wahl, die ich zu treffen hatte: entweder eine geistige Herangehensweise ans Heilen oder der Einsatz materieller Mittel. Nun konnte ich die richtige Wahl treffen. Als ich die Lage betrachtete, empfing ich eine klare Anweisung, eine geistige Intuition, die mir klarmachte, dass ein Medikament bestenfalls eine vorübergehende Lösung wäre, und wenn ich nicht auf die Wurzel des Problems vordrang, das doch ganz und gar mental war, dann würde es mit Sicherheit später erneut auftreten, um dann gelöst zu werden. Ich wollte jetzt mit dem irrigen Anspruch fertigwerden, nicht erst später. Als ich die Entscheidung getroffen hatte, mich gänzlich auf Gebet und nicht auf materielle Mittel zu stützen, fühlte ich inneren Frieden und Zuversicht und war entschlossen, den irrigen Anspruch zu überwinden. Ich wollte ein Streiter für die Wahrheit sein.

Der Praktiker versprach, bis nach dem Konzert mit mir zu beten. Als Gottes geistiger Ausdruck, so erklärte er mir, würde ich all die Energie und Gelassenheit haben, die ich brauchte, und ich würde auch alles hören. Er erinnerte mich ferner daran, dass ich dankbar für diese Gelegenheit sein konnte, die Wahrheit zu demonstrieren.

Während der weiteren Proben vergaß ich den sogenannten Zustand jedes Mal. Mir waren die Symptome nur in der Zeit zwischen den Proben bewusst. Manchmal erschienen sie mir überwältigend, und sie waren besonders nachts schlimm. Doch keiner der Musiker und Sänger, mit denen ich tagsüber zu tun hatte, wusste, womit ich kämpfte.

Am Nachmittag vor dem Konzert bat ich den Praktiker um eine zusätzliche Behandlung und fing an, mich bei ihm über die Dauer und Stärke der Schmerzen zu beklagen. Doch er unterbrach mich sofort und versicherte mir, dass ich mich „in der Stärke des Geistes [erheben konnte], um allem zu widerstehen, was dem Guten unähnlich ist“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 393).

An jenem Abend hatte ich während des Konzerts alle Energie, die ich je brauchen könnte. Und wichtiger noch: ich war mir stärker denn je bewusst, dass die anderen Musiker und ich die Musik nicht allein, von unserem Schöpfer getrennt, machten. Vielmehr bezeugten wir die Schönheit und Harmonie von Gottes Natur und drückten sie aus. Aus diesem Grund hatte unsere Musik eine natürliche Präzision, Eleganz und Stimmigkeit, die schwer zu beschreiben ist. Das Konzert war ein enormer Erfolg. Jeder konnte es spüren.

Es dauerte noch einige Tage, bevor die Entzündungssymptome ganz verschwanden. Einmal lief etwas aus dem betroffenen Ohr aus, und wieder stellte sich die Frage, ob es nicht besser sei, zum Arzt zu gehen, statt auf Gott zu vertrauen. Ich musste mich daraus erheben und meinen Entschluss, eine völlig wissenschaftliche Demonstration bis zum Ende durchzuführen, untermauern.

Nach ungefähr zehn Tagen verschwanden die Symptome völlig. Und dann stellte ich etwas Beachtliches fest: Die Hörfähigkeit im rechten Ohr, die seit einer Ohrenentzündung im Alter von elf Jahren immer dumpfer gewesen war als im linken, hatte sich deutlich gebessert. Ich konnte mit neuer Tiefe, Präzision und Dimensionalität hören. Ich hörte die verschiedenen Stimmen in einer komplexen musikalischen Passage mit solcher Klarheit, dass ich die Form und Beschaffenheit der einzelnen Phrasen fast „sehen“ konnte − als ob sie sichtbare Objekte seien.

Das ließ mich an etwas denken, was Mrs. Eddy im Lehrbuch schreibt: „Wenn die Sterblichen korrektere Anschauungen über Gott und den Menschen erlangen, werden zahllose Dinge der Schöpfung sichtbar werden, die vorher unsichtbar waren“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 264). Und ich musste an Mrs. Eddys Definition von Ohren im Glossar von Wissenschaft und Gesundheit denken: „Nicht Organe der sogenannten körperlichen Sinne, sondern geistiges Verständnis“ (S. 585).

Meine Demonstration, die durch den Entschluss zustande gekommen ist, mich kompromisslos auf die Seite der Wahrheit und gegen den Augenschein zu stellen – mit der klaren Überzeugung und Unterstützung des Praktikers –, hat mein geistiges Verständnis gestärkt und mein Wachstum als Student der Christlichen Wissenschaft beschleunigt.

Chad Hardin
Guilford, Connecticut, Vereinigte Staaten

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