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Original im Internet

Beschränktes, voreingenommenes Denken überwinden

Aus der August 2018-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 18. Juni 2018 im Internet.


Ich habe mir gelegentlich gestattet, Leute selbst in der Kirche negativ und ausgrenzend zu betrachten. Das geschah immer dann, wenn ich die jeweilige Person gar nicht richtig kannte. Doch ich arbeite daran, begrenztes, voreingenommenes Denken zu überwinden und alle Menschen vorbehaltloser anzunehmen.

Alter, zum Beispiel, ist ja nichts Neues. Es gibt von jeher die Tendenz, sich mit Leuten des eigenen Alters zu umgeben, sogar in der Kirche. Das kann eine halbherzige Haltung anderen Generationen gegenüber umfassen – bis hin zu dem Hang, sie zu meiden oder sich abzugrenzen.

Es gab immer mal Zeiten, wo ich dachte, dass die Mitglieder meiner Kirche mehr von dem Christus-Geist aufnehmen müssen. Doch dann verstand ich, dass ich meinen Teil beitragen und mein Studium in die Tat umsetzen kann, indem ich jeden unabhängig vom Alter akzeptiere. Daraus ergab sich ganz natürlich, dass ich freundlicher wurde. Zum Beispiel fing ich an, den Leuten nach der Mittwoch-Zeugnisversammlung herzlich für ihre Zeugnisse zu danken. Und ich unterhalte mich mit Personen außerhalb meiner Altersgruppe, manchmal sogar, bis die Kirche abgeschlossen wird! Das war vorher fast nie vorgekommen. Es war ein ganz natürlicher Schritt – mehr Liebe, mehr Selbstvergessenheit.

In den vergangenen zwei Jahren habe ich Seite 244–249 in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Im letzten Absatz von Seite 244 lautet der erste Satz neben der Randüberschrift „Der Mensch nicht durch Evolution hervorgebracht“: „In der Wissenschaft ist der Mensch weder jung noch alt.“ Das ist eine geistige Wahrheit – und so wundervoll und klar. Wissenschaft und Gesundheit hat mir geholfen, klarer und tiefgehender zu verstehen, dass ich durch die Überzeugung, der Mensch bestehe aus vielen jungen und alten Sterblichen, dem irrigen Konzept des Menschen Glauben schenke – der fleischlichen Sichtweise –, die nur eine Fälschung des wahren, vollständigen, alterslosen Menschen ist, des christusgleichen Menschen, der jetzt und immerdar Ihr und mein Selbst ausmacht.

Der christusgleiche Mensch macht jetzt und immerdar Ihr und mein Selbst aus.

Die geistige Identität des Menschen zu erkennen und fest darauf zu bestehen, heilt eine engstirnige, selbstgerechte Haltung und beschert uns eine wundervolle Freiheit, die sich anderen automatisch mitteilt. Wenn wir die geistige Sichtweise vom Menschen annehmen, erfüllen wir Christi Jesu Gebot: „Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Matthäus 5:16).

All diese einschränkenden, ausgrenzenden Haltungen und Handlungen, die sich auf ein Alter beziehen, sind ganz natürlich weggefallen. Ich ignoriere meine eigene Generation nicht, doch ich richte mein Denken mehr auf Eigenschaften als auf eine Persönlichkeit aus, oder ob jemand jung oder älter ist. Auch beurteile ich die Leute weniger nach Erscheinung, Hintergrund, Einstellung, religiöser Überzeugung usw. und grenze andere weniger aus.

Mrs. Eddy schreibt in Nein und Ja: „Wahrhaft beten heißt nicht Gott um Liebe bitten, es heißt lieben lernen und die ganze Menschheit in eine Liebe einschließen“ (S. 39). Ich denke, der Schlüssel zum Erfolg – der Pfad zur Heilung von Vorurteilen und Diskriminierung – liegt darin, „die ganze Menschheit“ bewusst in unsere Gebete einzuschließen, und das können wir fröhlich den ganzen Tag lang tun. Solch ein von Herzen kommendes Gebet veranlasst uns, alle zu lieben, mit denen wir während des Tages in Kontakt kommen.

Fällt es uns schwer, andere zu lieben? Wenn wir ehrlich und beständig darum beten, die ganze Menschheit in eine Liebe einzuschließen, stellen wir fest, dass es nicht mühevoll ist, andere anzunehmen, sondern eine Freude. Und geistige Inspiration zeigt uns den Weg!

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