Auf dem Weg von Kalifornien nach Hause fuhren meine Familie und ich zum Grand Canyon. Es lohnt sich, den Grand Canyon zu besuchen, denn er ist farbenfroh, felsig und sehr schön. Er ist außerdem sehr groß und hat tiefe Schluchten.
Auf der Rückfahrt abends zum Hotel wurde es dunkel. Und dann fing es an, sehr, sehr stark zu schneien. Meine Eltern nannten es „dichtes Schneetreiben“. Wir konnten fast nichts sehen, weil die Flocken so dicht fielen.
Es gab keine Möglichkeiten, umzukehren oder anzuhalten. Meine Eltern hatten Angst und wussten nicht, was sie tun sollten. Ich hatte auch Angst. Doch dann sagte meine Mama, dass wir alle beten können.
Ich habe in der Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft ein paar Lieder gelernt, die ich als Gebet singen kann. Deshalb bat ich alle, „Weide meine Schafe“ von Mary Baker Eddy zu singen. Es ist ein schönes Lied über Gott, der uns wie ein Hirte führt. Der Anfang gefällt mir besonders: „Hirte, über Berge steil / zeig den Weg mir klar“ (Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, Nr. 304). Damit fühle ich mich besser und nicht mehr ängstlich. Wenn ich dieses Lied singe, fühle ich mich sicher.
Meine ganze Familie sang mit mir, und schon bald fiel weniger Schnee. Einmal kam das Schneetreiben zurück, aber nur kurz! Wir sangen „Weide meine Schafe“, bis der Himmel auf dem restlichen Weg klarer wurde, und wir kamen sicher an.
Ich habe gelernt, dass ich mich besser fühle, wenn ich bete, und dass Gott uns immer helfen kann. Wenn du Angst hast, kannst du auch beten!
