Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer
Original im Internet

Kühn die Christliche Wissenschaft beweisen

Aus der Januar 2021-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 24. September 2020 im Internet.


Jesu erste Jünger lebten zu einer einzigartigen Zeit – unmittelbar nach Jesu Auferstehung –, was ihrem Beitrag zum Wohl der Menschheit wie auch ihrem Beispiel unermesslichen Wert verlieh. Ihr Leben bezeugte die heilende Macht des Christus, der Wahrheit, und legte für alle Zeit den Standard für das Christentum fest. Doch auch wir leben zu einer einzigartigen Zeit und in einem besonderen Raum und haben dieselben Möglichkeiten, die universale Familie zu segnen. Um dies zu tun, müssen wir denselben geistigen Mut aufbringen wie die ersten Jünger.

Wenn wir glauben, wir seien allein und müssen irgendwie den Mut finden, uns auf einem morschen Ast entlang zu hangeln, dann fragen wir uns vielleicht, ob wir das können und ob es sich lohnt. Doch wenn wir erkennen, dass unser Weg als Nachfolger Jesu – wie langsam wir ihn auch entlanggehen – nicht unsicher, sondern Teil von Gottes Plan zur Erlösung der Menschheit ist, dann können wir Gottes Unterstützung fühlen und Zuversicht erlangen. 

Zuversicht, um was zu tun? Um das zu beweisen, was die Bibel und das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, uns vermitteln: dass Gott, göttliche Liebe, über alle Maßen gut und unendlich ist. Zu demonstrieren, dass alles, was Gott erschafft, als Ausdruck dieses allwissenden Gottes existiert. Zu beweisen, dass die Allgegenwart des Guten auf einem Gesetz der Harmonie beruht, das verstanden und angewandt werden kann, um im menschlichen Leben und Körper Klarheit und Heilung zu bewirken. All das ist der Wille der göttlichen Liebe

Diese grundlegende Wahrheit dient als starke Grundlage, als Fels, der uns trägt und ermutigt, während wir sie in unserem Leben beweisen. Dann geht es nicht darum, Kühnheit um der Kühnheit Willen zu zeigen, sondern, die erhabene Regierung Gottes zu demonstrieren. Und das erfordert häufig Mut, den Gott uns durch Seine Gnade verleiht.

Die Christliche Wissenschaft lehrt, dass wir guten Grund dafür haben, zuversichtlich und sogar fröhlich zu sein, wenn wir vor einer Herausforderung stehen. Mary Baker Eddy verwendet den Begriff Irrtum als das, was sich der göttlichen Liebe und Harmonie in den Weg stellen will, wenn sie in Wissenschaft und Gesundheit schreibt: „Das Vertrauen, das die Wissenschaft einflößt, beruht auf der Tatsache, dass Wahrheit wirklich und Irrtum unwirklich ist. Der Irrtum ist ein Feigling vor der Wahrheit“ (S. 368). 

Wir können denselben geistigen Mut aufbringen wie die ersten Jünger.

Die Christliche Wissenschaft lehrt ferner, dass die Materie, die Gott, dem unendlichen Geist, widerstehen will, keine wirkliche Substanz hat, sondern nur in der materiellen Gesinnung existiert, die die Bibel „die Gesinnung des Fleisches“ nennt (siehe Römer 8:6, 7). Sie ist ein verkehrtes, irriges Verständnis von Intelligenz, das selbst keine Substanz hat, da es nicht von Gott erschaffen ist. Wenn wir geistig wachsen, erkennen wir diese materielle Gesinnung als unwirklich, und damit verschwindet sie aus unserem Bewusstsein und Leben. Ja, egal wie aggressiv der Irrtum erscheint, sein Erscheinungsbild muss letztendlich verschwinden, da es kein göttliches Prinzip hat, das es erhält. Und doch wird häufig völlige Hingabe und Durchhaltevermögen gefordert, um diese große Wahrheit von der Erhabenheit des Geistes im Alltag zu beweisen. Es lohnt sich aufgrund der geistigen Segnungen, die dies für andere – ja, die ganze Menschheit – und uns selbst bewirkt.

Gott, das unendliche Prinzip, braucht keinen Mut im herkömmlichen Sinn, denn der erhabene Herrscher hat keinen Widersacher. Der gänzlich harmonische Tag Gottes wird von keiner Nacht überschattet. Und dieser Gott ist der Ursprung unseres wahren Bewusstseins, Denkens und Handelns. Da unsere Quelle in Gott liegt, leuchten wir als Seine geistigen Kinder, Sein Ausdruck, somit gehören Kraft, Kühnheit, moralischer Mut und Überzeugung zu unserer geistigen Natur. Wenn wir dies erkennen, können wir mit demütiger Zuversicht vorangehen, egal wie unsere Situation derzeit aussehen mag. 

Kühnheit und Kraft sind geistige Qualitäten des Denkens. Sie sind das Gegenteil von Wagemut und Heldentaten. Statt eines einmaligen Sprungs auf ein Ziel hin verkörpert eine tiefe, unerschütterliche Entschlossenheit, beständig mit der geistigen Realität der unendlichen Liebe und Güte Gottes zu leben, Kühnheit. Das bedeutet, dass wir mental Gott als göttlichen Geist und jeden Menschen als Ausdruck dieses Geistes erkennen. 

In einer Welt, die manchmal von aggressiven mentalen Bildern durchdrungen scheint, können Kühnheit und von Gott motivierte Entschlusskraft vonnöten sein, um einen anderen mentalen Weg einzuschlagen, die materiellen Suggestionen zurückzuweisen und nur reine, geistige Gedanken der göttlichen Liebe zu hegen. Still die Zehn Gebote einzuhalten, statt eine allgemein sichtbare Tat zu tun, ist beispielsweise das Tapferste, Mutigste, was wir tun können. Dieser von dem reinen Wunsch beseelte Gehorsam mag nie öffentlich anerkannt werden, doch er trägt selbstlos zur Harmonie in der Welt bei. 

Eine Bekannte von mir brachte einst viel Kühnheit und Zuversicht zum Ausdruck. Als sie fünfzehn war, sah sie, wie ihr Vater bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Natürlich war das ein Schock für sie, ihre vier Geschwister und die Mutter. Doch wie reagierte meine Bekannte darauf? Zweifelte sie an Gott und wandte sich von Ihm ab? Nein. Sie entdeckte selbstlose Kühnheit und Kraft in sich. Sie wurde ihrer Mutter eine große Stütze, half ihr sofort auf vielfältige Weise und stand in den Jahrzehnten, die folgten, ihren älteren und jüngeren Geschwistern auf mütterliche Weise bei. Ein wichtiger Teil ihrer Kraft kam aus dem Verständnis, dass Gott ihr wahrer, ewiger Vater ist, von dem weder sie noch sonst jemand jemals getrennt sein kann.

Wir haben guten Grund dafür, zuversichtlich und sogar fröhlich zu sein, wenn wir vor einer Herausforderung stehen.

Kühnheit ist Furchtlosigkeit ohne menschlichen Willen, und diese Furchtlosigkeit entsteht aus der Überzeugung von der Erhabenheit des Guten – so wie Nehemia sicher war, dass nichts ihn davon abhalten konnte, die Mauern von Jerusalem wiederaufzubauen (siehe Nehemia, Kapitel 2–6). Sie wird ersichtlich darin, wie klar David verstand, dass der hünenhafte Philister Goliat mit Gottes Allmacht nicht zu vergleichen war (siehe 1. Samuel 17). Sie zeigt sich in Paulus’ mutiger Verteidigungsrede vor König Agrippa, einem vom Römischen Kaiser bestellten lokalen Herrscher, weil er auf den Allmächtigen vertraute (siehe Apostelgeschichte 26). All diese Personen verstanden, dass ihre Entscheidung, Gottes Herrschaft zu folgen, göttlich autorisiert war, und stützten sich demütig darauf.

Erfahrung und Überzeugung verliehen der Kühnheit Form, die Jesu Jünger im Neuen Testament an den Tag legten. In 1. Johannes wird diese Überzeugung folgendermaßen ausgedrückt: „Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unseren Augen, was wir angeschaut haben und unsere Hände betastet haben: es betrifft das Wort des Lebens; und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkünden euch das Leben, das ewig ist, das bei dem Vater war und uns erschienen ist; was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir euch“ (1:1–3).

Worauf gründete sich diese Überzeugung? Auf die Erfolge, die Jesus ihnen gezeigt hatte – zum Beispiel, als sie sahen, wie er Lazarus von den Toten erweckte (siehe Johannes 11). Gelegentlich stützten seine Jünger ihre Überzeugung auf ihr fehlgeschlagenes Bemühen, Gutes zu tun (als Petrus in Lukas 22:49–51 z. B. dem Knecht des Hohepriesters das Ohr abschnitt), und ihre Bereitschaft, einen weiteren Versuch zu unternehmen (z. B. als Petrus sich in Johannes 21 beim Morgenmahl am See von Tiberias neu dazu verpflichtete, Jesus zu lieben und nachzufolgen).

Wie die damaligen Jünger haben auch wir sicher unsere Kämpfe und Hürden, die unüberwindlich scheinen. Wir haben vielleicht über einen körperlichen Zustand gebetet und keinen Fortschritt erlebt, oder wir kämpfen seit längerer Zeit damit, einen Charakterfehler zu überwinden. Doch sie hielten durch und wuchsen in ihrer Überzeugung. Wir können ebenfalls durchhalten und siegen. Schließlich liegt es in unserer gottgegebenen Natur, Herrschaft über den Irrtum zu haben und ihn zu besiegen. Was hält uns davon ab, dies heute kühn zu beweisen?

Welche Herausforderungen uns auch erwarten, wir können sie mit Gottes Gegenwart und Gnade meistern und dadurch wie die ersten Jünger die ganze Menschheit segnen. Die Bibel verheißt: „Gott ist es, der beides in euch wirkt, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen“ (Philipper 2:13).

Wenn Sie mehr Inhalte wie diese erforschen möchten, können Sie sich für wöchentliche Herold-Nachrichten anmelden. Sie erhalten Artikel, Audioaufnahmen und Ankündigungen direkt per WhatsApp oder E-Mail. 

Anmelden

Mehr aus dieser Ausgabe / Januar 2021

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

                                                                                                                            Mary Baker Eddy

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.