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Original im Internet

Allein und mit anderen beten

Aus der September 2025-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 16. September 2024 im Internet.


Die Aufforderung, in unser Zimmer zu gehen (siehe Matthäus 6:6), um zu beten, ist eines der angenehmsten Gebote, die Jesus uns gegeben hat. Er hat natürlich nicht gesagt, dass wir nur dann beten sollen, wenn wir allein in einem Zimmer sind, sondern es geht darum, im „Verborgenen“ zu beten, allein mit Gott. Das können wir im Herzen überall tun, wenn nötig auch mitten in einer Menschenmenge.

Vielen hilft es, sich von anderen abzusondern, wenn sie beten, und Ablenkungen von außen zu verringern. Sie gehen vielleicht wandern oder machen eine kleine Radtour, um allein zu sein. Einige behaupten, dass diese private Art der Anbetung der einzige Gottesdienst ist, den sie brauchen.

Doch reicht das wirklich? Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, schreibt: „Jesus betete; er wandte sich von den materiellen Sinnen ab, um sein Herz mit klareren, mit geistigen Ausblicken zu erfrischen“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 32). Das Wesen wahren Gebets ist, dass es die immer-gegenwärtige Güte, Gesundheit und Heiligkeit unseres wahren Selbst sowie des aller anderen Menschen offenbart. Die klareren, geistigen Ausblicke, mit denen Jesus sein Herz erfrischte, erfüllten ihn mit einer so starken und reinen Liebe, dass es überquoll und zum Wunsch führte, seinen Mitmenschen zu Diensten zu sein.

Auf dieselbe Art erkennen auch wir, ob wir wirklich Kontakt zu Gott, Liebe, hatten. Wenn ja, fließt unser Herz mit dem klaren Verständnis über, wie wundervoll, schön und der Liebe würdig Seine Schöpfung wirklich ist. Die Inspiration und Liebe, die wir empfinden, lassen sich nicht im Zaum halten. Wir müssen die übersprudelnde Dankbarkeit an unsere Schwestern und Brüder weitergeben.

Der Impuls dazu kommt von dem Christus, den Jesus demonstrierte. Christus, die wahre Idee von Gott, die das Gute verkündet, heilt die Kranken und Sündigen und überwindet jede Form von Bösem, mit der wir konfrontiert werden. Jesus zeigte dies und erwartete dasselbe auch von uns. „Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue“, sagte er (Johannes 14:12). Die überfließende Inspiration und Güte, zu der unsere Kommunikation mit Liebe führt, zeigt sich direkt als heilende Macht. Jesu Jünger unterstützten sich gegenseitig darin, diese heilende Mission zu verbreiten und andere zu lehren, seinem Beispiel zu folgen.

Wenn wir zusammenkommen, finden wir auch eine Gemeinschaft vor, durch die wir einander in unserer Heilpraxis ebenso unterstützen können, wie die Jünger. Doch manchmal mag Widerstand gegen eine Teilnahme an Aktivitäten in unserer Zweigkirche in uns aufkommen. Dieser Widerstand kann die verschiedensten Gründe haben. Einige davon erscheinen uns vielleicht sehr triftig. Doch sie alle sorgen entweder dafür, dass wir zu Hause bleiben oder versuchen, auf eigenen Füßen zu stehen. Dadurch können wir die Unterstützung der anderen Kirchenmitglieder nicht genießen und sie unsere auch nicht.

Annie Knott, eine frühe Schülerin von Mrs. Eddy, schrieb: „Mrs. Eddy entdeckte früh, dass die Menschheit nicht nur Gott erkennen musste, sondern eine Kirche brauchte. ... In meiner eigenen Arbeit kamen die meisten Heilungen schnell zustande, doch blieben die, die geheilt wurden, in ihrer alten Kirche, denn in Detroit hatten wir noch keine eigene Kirche, zu der wir sie hätten einladen können; daher machten sie nur geringe oder gar keine Fortschritte. Einige wurden jedoch Schüler, und durch die Teilnahme an den Schülerversammlungen wurden sie darauf vorbereitet, aus ihrer früheren Kirche auszutreten und Mitglieder der Kirche Christi, Wissenschaftler, zu werden. Das erforderte aber nicht nur in Boston, sondern auch im ganzen Feld sehr ernsthafte Arbeit; doch wurde immer klarer erkannt, dass allein Kirchen der Christlichen Wissenschaft das Christus-Heilen aufrichten und bewahren konnten“ (We Knew Mary Baker Eddy, Expanded Edition, Vol. I [Wir kannten Mary Baker Eddy, Erweiterte Ausgabe, Bd. 1], S. 171).

Gemeinsam zu beten ist machtvoll und wirksam. Die Bibel berichtet, dass Petrus aus dem Gefängnis entlassen wurde, als die christliche Gemeinde zusammenkam und betete (siehe Apostelgeschichte 12:5–11), und dass Paulus nach seiner Steinigung genas, „als ihn ... die Jünger umringten“ (siehe Apostelgeschichte 14:19, 20). Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen in Kirchen, Vereinigungen und informellen Gruppen zusammen und beten im Gottesdienst „insgesamt und ausschließlich für die Gemeinden“ (Mary Baker Eddy, Kirchenhandbuch, S. 42). Warum sollten wir nicht mit dabei sein wollen, um unsere Gebete – die aus unserer Kommunion mit Liebe entstehen – in die der anderen Kirchenmitglieder einzureihen? Und während wir dort sind, können wir diese Schwestern und Brüder in Christus in ihrer heilenden Mission unterstützen und uns von ihnen unterstützen lassen.

Also ja – gehen wir in unser Zimmer, um zu beten. Wir sollten durchaus unsere stille Kommunion allein mit Liebe halten – zu Hause, am Arbeitsplatz, im Park oder an einem See. Doch wir sollten auch unser Zimmer mit so vor Liebe überfließendem Herzen verlassen, dass wir diese Liebe mit anderen teilen müssen. Kommen wir also mit den anderen Kirchenmitgliedern zusammen, um genau das zu tun!

Lisa Rennie Sytsma
Stellvertretende Chefredakteurin

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