Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 188
Das Folgende ist eine bearbeitete Zusammenfassung der Jahresversammlung 2025 der Mutterkirche, die am 2. Juni im Erweiterungsbau der Mutterkirche stattfand. Die vollständige Aufzeichnung ist auf christianscience.com/jahresversammlung in Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch und Spanisch abrufbar. Der Link zu dieser Aufzeichnung ist bis zum 7. Juni 2026 aktiv.
Zur Eröffnung der Jahresversammlung hieß Scott Preller, der gegenwärtige Vorsitzende des Vorstands der Christlichen Wissenschaft, die weltweite Kirchenfamilie willkommen, die persönlich oder per Internet an der Versammlung teilnahm. Scott Preller stellte die anderen Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber für das kommende Jahr vor: die weiteren Vorstandsmitglieder Moji George, Mary Alice Rose, Beth Schaefer und Keith Wommack, das neue Leserpaar Susan Booth Mack Snipes (Erste Leserin) und Robert Witney (Zweiter Leser), die Schriftführerin Martha Moffett, den Schatzmeister Lyon Osborn sowie den neuen Präsidenten Josh Niles, ein Praktiker und Lehrer der Christlichen Wissenschaft aus Boise, Idaho, USA.
Scott Preller: Niemand von uns wäre heute hier ohne die Gründungsarbeit unserer Pastorin Emerita Mary Baker Eddy. Diese Tatsache ist in diesem Jahr besonders bedeutsam, denn es jährt sich zum 150. Mal die Veröffentlichung ihres Buchs Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift. Wir haben bedeutsame Veröffentlichungen durch unsere Leseräume vor, die diesen Meilenstein würdigen. Doch in jedem Gespräch über die Würdigung dieses 150. Jahrestages kamen wir immer wieder auf denselben Punkt zurück: Die am dringendsten benötigte „Ausgabe“ des Lehrbuchs sind Sie.
Wir müssen daran arbeiten, diese Jubiläumsausgabe von Wissenschaft und Gesundheit durch die Art zu sein, wie wir dieses Buch studieren, wie wir es leben, wie wir es weitergeben, wie wir die darin enthaltenen Ideen unter Beweis stellen und durch unser Leben fördern. Und während der heutigen Jahresversammlung werden Sie verschiedene Hinweise darauf sehen, wie genau diese Arbeit, diese Ausgabe von Wissenschaft und Gesundheit zu sein, Wurzeln im Leben verschiedener Personen geschlagen hat.
Nach Lied Nr. 234 aus dem Liederbuch der Christlichen Wissenschaft las Josh Niles Stellen aus der Bibel und den Schriften von Mary Baker Eddy vor. Darauf folgten ein stilles Gebet und dann das Gebet des Herrn.
Josh Niles: Wie viele von Ihnen wissen, bat uns der Vorstand der Christlichen Wissenschaft Anfang des Jahres, Videoclips einzusenden, die zeigen, wie unser Leben durch Wissenschaft und Gesundheit beeinflusst und gesegnet worden ist. Schauen wir uns nun eine Zusammenstellung dieser Clips an.
In dem Video äußerten Studierende der Christlichen Wissenschaft aus aller Welt ihre Dankbarkeit dafür, was das Lehrbuch für sie bewirkt hat (siehe 00:24:24 in der Aufzeichnung der Jahresversammlung).
Danach erzählte Mimi Sitterly aus Melbourne, Florida, USA, wie sie Wissenschaft und Gesundheit in ihrem Umfeld weitergegeben hat: „Jedes Jahr bei unserer Schülerversammlung der Christlichen Wissenschaft fordert uns unser Lehrer auf, während des Jahres mindestens zwei Exemplare von Wissenschaft und Gesundheit an andere weiterzugeben. Als ich letztes Jahr über dieses Projekt nachdachte, kam mir die Zahl 50 in den Sinn. Ich hatte ein warmes, wundervolles Gefühl, dass diese Botschaft von Gott kam, und so wusste ich, dass Gott sie unterstützen würde.“ Als die nächste Schülerversammlung bevorstand, hatte Mimi Sitterly auch wirklich 50 Exemplare des Lehrbuchs verschenkt. Mehr über ihre Abenteuer beim Weitergeben von Wissenschaft und Gesundheit können Sie ab 00:26:41 in der Aufzeichnung der Jahresversammlung erfahren.
Josh Niles leitete über zu einem Video mit Fredy Kaganga aus Princeton, New Jersey, USA, der die Christliche Wissenschaft online gefunden hat, als er „Heilung von Epilepsie“ in eine Suchmaschine eingab. Nachdem er viele Jahre lang an Epilepsie gelitten und sich davon gefangen gefühlt hatte, wurde er durch das Lesen von Wissenschaft und Gesundheit geheilt, als er von seiner gottgegebenen Freiheit von Krankheit erfuhr. Wenn Sie mehr über Fredy Kagangas Erfahrung hören möchten, rufen Sie 00:35:00 in der Aufzeichnung der Jahresversammlung auf.
Nach dem gemeinsamen Singen von Lied Nr. 82 übergab Josh Niles das Wort an den Schatzmeister.
Bericht des Schatzmeisters
Lyon Osborn: Mrs. Eddys Weisheit und Weitsicht bewirkten, dass sie Satzungsbestimmungen in das Handbuch der Mutterkirche einfügte, die wir bis heute zur Verwaltung, Bewahrung und Verwendung der Kirchengelder befolgen. Als wir im vergangenen Jahr gebetvoll über ihre Anweisungen nachdachten, wurden wir dazu geführt, das Geschäftsjahr der Kirche Ende Dezember anstelle von Ende März enden zu lassen, um die Auflagen im Kirchenhandbuch, was die Berichterstattung und Rechnungsprüfung angeht, wirksamer befolgen zu können. Von nun an entspricht das Geschäftsjahr der Kirche dem Kalenderjahr. Aus diesem Grund wurde das vergangene Geschäftsjahr auf neun Monate verkürzt, damit es zum 31. Dezember 2024 enden konnte.
Scott Preller: Es ist mir eine Freude, im Namen des Vorstands zu berichten, dass sich der verfügbare Betrag, zu dem das Bargeld plus die Anlagen der Kirche gehören, zum 31. Dezember 2024 auf 1,835 Mrd. US-Dollar belief. Die Kirche ist nicht verschuldet und die Ausgaben des vergangenen, auf neun Monate verkürzten Geschäftsjahres beliefen sich auf 89 Mio. US-Dollar. Die Höhe der Ausgaben entsprach aufs ganze Geschäftsjahr hochgerechnet fast genau der des Vorjahres.
Lyon Osborn: Es ist wichtig zu verstehen, dass die Nutzung von fast der Hälfte der Ersparnisse der Kirche in irgendeiner Weise Beschränkungen unterliegt und dass das Wachstum der Ersparnisse der Kirche in der jüngeren Vergangenheit nicht darauf zurückzuführen ist, dass wir Ihre Beiträge auf die Seite legen. Vielmehr war es das Ergebnis von Gewinnen aus Kapitalanlagen, Einkünfte aus dem Verkauf und der Vermietung von nicht genutztem Grundbesitz der Kirche sowie der finanziell ausgewogenen Verwaltung der Kirche. Alle Ihre derzeitigen Spenden und Zahlungen kommen hier und heute zum Einsatz. Ihre Pro-Kopf-Steuer- und Abonnementzahlungen sowie großzügige Vermächtnisse von Mitgliedern, die weitergegangen sind, decken die laufende wichtige Arbeit der Kirche.
Wie zu Mrs. Eddys Zeiten sind wir bestrebt, die Gelder der Kirche angemessen zu verwalten, und wir erwarten, dass diese Gelder unsere Kirche und die Heilarbeit, die sie fördert, auf Jahre hinaus unterstützen werden. Wir danken Ihnen für Ihre gute Arbeit und wissen all die Wege zu schätzen, auf denen Sie zu dieser Kirche und der großen Sache beitragen.
In einem Video beschrieben Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie sie durch das Studium von Wissenschaft und Gesundheit gesegnet wurden (siehe 00:53:54 in der Aufzeichnung der Jahresversammlung).
Als Nächstes stellte Herr Niles Carolyn Gentle aus Yelverton, Devon, England, vor. Bevor sie etwas über die Christliche Wissenschaft erfuhr, hatte Carolyn Gentle ihr Leben lang Medikamente genommen, um ein Hautekzem zu behandeln. Nach einem Schub, der einen Krankenhausaufenthalt erforderte, kam sie mit einer ganzen Tüte voll Medikamenten zurück, die aber keine Eindämmung der Symptome bewirkten. „Ich fühlte mich schlecht, tief erschöpft und ohne Hoffnung“, erinnerte sie sich. „Eines Tages fragte ich Gott, was ich in dieser Situation tun musste, und mir kam der Gedanke, Wissenschaft und Gesundheit von Anfang an zu lesen. Also schlug ich das Vorwort auf und las (S. vii): ‚Für alle, die sich auf den erhaltenden Unendlichen verlassen, ist das Heute reich an Segnungen.‘“ Carolyn Gentle verließ sich auf dieses Versprechen, vertraute auf Gott und wurde geheilt. Wenn Sie mehr über ihre Erfahrung hören möchten, rufen Sie 00:56:30 in der Aufzeichnung der Jahresversammlung auf.
Hierauf folgte ein Video mit einem Zeugnis von Todd Hollenberg aus Lafayette, Kalifornien. Eines späten Abends hatte er starke Schmerzen und war kurz davor, sich auf den Weg zur Notaufnahme zu machen, als er beschloss, einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft anzurufen. „Meine langjährige Ehe war am Ende, und ein Gefühl des Scheiterns und der Trauer belastete mich sehr“, sagte er. Der Praktiker wies ihn auf eine Stelle in Wissenschaft und Gesundheit hin (S. 365): „Das arme, leidende Herz braucht seine rechtmäßige Nahrung, wie Frieden, Geduld in Trübsal und das unschätzbare Gefühl von des lieben Vaters liebevoller Güte.“ Ermutigt, Gottes Liebe zu akzeptieren, empfing Todd Hollenberg tiefe Inspiration – und wurde geheilt. Die Schmerzen lösten sich auf, und damit lag das Problem hinter ihm. Sie können das vollständige Zeugnis ab 01:06:05 in der Aufzeichnung der Jahresversammlung hören.
Josh Niles übergab nun das Wort an die Schriftführerin der Mutterkirche.
Bericht der Schriftführerin
Martha Moffett: Unsere Herzen vereinen sich in Liebe zur Christlichen Wissenschaft und in Dankbarkeit ihrer Entdeckerin Mary Baker Eddy gegenüber. Wir sind täglich bestrebt, diese höhere, geistigere Denk- und Lebensweise zu demonstrieren, und folgen unserem Wegweiser Christus Jesus, indem wir heilen.
Neue Mitglieder der Mutterkirche haben von wundervollen Heilungen berichtet und ein neues Gefühl von Sinn und Freude beschrieben, bewirkt durch das Kennenlernen, Studieren und Praktizieren der Christlichen Wissenschaft – und den Beitritt zur Mutterkirche. Ein neues Mitglied schrieb: „Wenn meine Gesundheit belastet ist, lese ich Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy. Und schon bald ist das Problem verschwunden.“
Ein anderes erklärte: „Seit ich begonnen habe, mich mit der Christlichen Wissenschaft zu befassen, tritt wiederkehrende Malaria bei mir nicht mehr auf. Wenn ich krank bin, nehme ich meine Bücher, die Bibel und Wissenschaft und Gesundheit, und lese darin. Dann werde ich geheilt. Ich habe über Mrs. Eddy gelesen und bin berührt davon, wie sie gelebt hat.“ Und hier ein besonders schöner Kommentar: „Ich habe mich sehr gefreut, den Aufnahmebrief in die Mutterkirche zu bekommen. Es ist ein Privileg und ermahnt mich, wachsam zu sein, damit mein Verhalten zeigt, dass ich Mitglied der Mutterkirche bin.“
Letztes Jahr ist eine neue spanische Übersetzung von Wissenschaft und Gesundheit herausgekommen, und, ganz neu, zum ersten Mal eine portugiesische Übersetzung von Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes von Mary Baker Eddy.
Martha Moffett hat daraufhin ein Video von Summits der Christlichen Wissenschaft in Ost- und Westafrika gezeigt. Sie können die fröhlichen Kommentare der Teilnehmenden ab 01:20:45 in der Aufzeichnung der Jahresversammlung hören.
Daraufhin übergab Josh Niles das Wort an den Leiter der Komitees für Veröffentlichungen Scott Shivers.
Bericht der Komitees für Veröffentlichungen
Scott Shivers: Mrs. Eddy schrieb in einem Brief an eine Zweigkirche (Verschiedenes, S. 201): „So lasst uns den Verkrampfungen des sterblichen Gemüts sanftmütig begegnen und sie erbarmungsvoll vergeben, weise überdenken und liebevoll prüfen, damit seine plötzlichen Ausbrüche uns nicht nur zu anfänglicher, sondern zum Besitz unveränderlicher Freude verhelfen mögen.“ Für Komitees für Veröffentlichungen spricht dies die Wachsamkeit und christlichen Werte im Kern unserer Berichtigungsarbeit an.
Die meisten von uns mögen Kommentaren, Nachrichten, Podcasts, YouTube Videos, Posts auf sozialen Medien usw. über die Christliche Wissenschaft begegnet sein, die diese Wissenschaft oder unsere Führerin in einem falschen Licht darstellen. Doch wie das jeweilige Missverständnis auch aussehen mag, die Wahrheit gebetvoll zu bekräftigen erhebt und heilt unser Denken, bereichert unser Verständnis von Kirche und hilft uns, ein inspiriertes Verständnis der Vitalität, Relevanz und Effektivität der Christlichen Wissenschaft zu demonstrieren. Die hingebungsvollen Gebete aller Mitglieder weltweit tragen zu dieser Wachsamkeit und dem liebevollen Einbeziehen der Menschheit bei. Diese Berichtigungsarbeit wird durch die demonstrierte Einheit der Kirche erheblich gestärkt.
Auf diese Weise machen wir der Welt die kostbare Perle verfügbarer, da Unwahrheit und Missverständnisse ausgeräumt werden. Die Öffentlichkeit erlangt ein erweitertes Verständnis von Hoffnung und Glauben, und die hungrigen Herzen finden einen Leseraum oder fühlen sich frei, einen Gottesdienst zu besuchen.
Ganz gleich, ob Komitees für Veröffentlichungen mit Regierungsvertretern, Journalisten, Wissenschaftlern, Autoren und Mitgliedern kommunizieren, ob sie Fragen von Studierenden oder Akademikern oder Forschenden, die sich mit Einzelheiten der Christlichen Wissenschaft befassen, beantworten oder ob sie auf Blogs oder Posts in sozialen Medien antworten – die Öffentlichkeit reagiert auf das Herz des heilenden Christus. Hier geht es weniger darum, Meinungen oder Einstellungen zu ändern, sondern „Christi Gesinnung“ zu haben. Es geht weniger um Worte als um die Kraft des heiligen Wortes, das zum Ausdruck bringt, was ausschließlich das göttliche Gemüt seiner Idee vermittelt.
Nach Lied Nr. 574 aus dem Liederbuch der Christlichen Wissenschaft: Lieder 430–603 brachten Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem Video ihre Dankbarkeit für die Auswirkungen von Wissenschaft und Gesundheit auf ihr Leben zum Ausdruck (siehe ab 01:42:43 in der Aufzeichnung der Jahresversammlung).
Als Nächstes wurde ein Video mit Mitgliedern Erster Kirche Christi, Wissenschaftler, Boise, Idaho, USA, gezeigt, die das 125-jährige Bestehen ihrer Kirche feierten, indem sie frische Ideen für eine engere Verbindung zu ihrem Umfeld fanden. Sie installierten unter anderem eine neue elektronische Anzeigetafel, schufen ein Wandgemälde an der Rückseite ihres Gebäudes und sponserten einen Vortrag über die Christliche Wissenschaft speziell zur Unterstützung der seelischen Gesundheit Jugendlicher. Melissa Hassler sagte: „Wir alle haben dasselbe Ziel: offen für die Stadt zu sein, ihr Nutzen zu bringen und als heilende Kirche erkannt zu werden.“ Karen Hathaway bemerkte: „Die gebetvolle Arbeit, die wir leisten, ist enorm wichtig. Sie hat wirklich Auswirkungen und ist unwiderstehlich“ (siehe 01:49:45 in der Aufzeichnung der Jahresversammlung).
Scott Preller: Dieses Video ist so ein gutes Beispiel einer Kirche, die die zu vollbringende Arbeit erkennt und neue Energie fühlt, sie zu tun. Genau darum geht es bei dem Thema dieses Jahr – „Durch eure Arbeit kommen die Zeiten voran“.
In ihrer Botschaft an die Mutterkirche für 1900 sagt Mrs. Eddy (S. 2): „Das Lied der Christlichen Wissenschaft ist: ‚Arbeitet – arbeitet – arbeitet – wachet und betet!‘“ Ich denke, wir haben wahrscheinlich alle als Kirchenmitglieder schon erlebt, dass sich die Wiederholung von „arbeitet – arbeitet – arbeitet“ weniger wie ein Lied und mehr wie ein Klagelied angehört hat bezüglich all der Dinge, die wir zu tun hatten. Doch wir sind heute hier, weil wir auch Zeiten erlebt haben, in denen sich die Arbeit so anhörte: „Meine Güte, was für eine Inspiration ich heute aus meinem Studieren erlangt habe. Das Leben ist neu.“ Oder: „Oh, die Heilung, die ich erlebt habe. Alles ist ganz anders als es vorher aussah.“
Beim diesjährigen Thema geht es um das, was wir tun können, um diese letztere Variante des Lieds der Christlichen Wissenschaft zu erleben – die Freude an der Arbeit, die vor uns liegt. Ich habe Erhellendes in der Geschichte im Lukasevangelium gefunden, in der Petrus und seine Freunde die ganze Nacht gefischt hatten und nichts vorweisen konnten. Jesus sagt ihnen, sie sollten hinausfahren und noch einmal ihre Netze auswerfen. Sie gehorchen, und dieses Mal sind ihre Netze so voll, dass sie ihre Gefährten rufen müssen, um deren Boote zu füllen, bis diese fast sinken (siehe Lukas 5:4–11).
Es gibt einiges in dieser Geschichte, was mich wirklich anspricht. Zum einen, dass man sich darüber wundern kann, warum sich Petrus dazu entschied, rauszufahren und das zu tun, was er die ganze Nacht über schon getan hatte, nur weil dieser Mann Jesus es ihm aufgetragen hat. Aber wenn Sie ein wenig über diese Geschichte hinausblicken, sehen Sie, dass Petrus auch den Lehren von Jesus zugehört hatte. Und vielleicht am bedeutsamsten, dass er miterlebt hatte, wie Jesus heilte.
Eines der größten Bedürfnisse in unserer Kirche, und ich denke, darin stimmen wir alle überein, ist das nach mehr Heilung. Doch es gibt Zeiten, wenn wir gefühlt die ganze Nacht an etwas gearbeitet haben, jedes uns bekannte Gebet gebetet haben und nicht die Resultate sehen, die wir gerne sehen würden. In diesen Augenblicken können wir uns an Heilungen erinnern, über die wir in unseren Zeugnisversammlungen gehört haben, an Heilungen, die wir erlebt haben, an Heilungen in unseren Zeitschriften. Das kann so viel dazu beitragen, den Mesmerismus zu durchbrechen, der sagt: „Du kannst genauso gut aufgeben. Du hast die ganze Nacht gefischt und es gibt nichts mehr zu fangen.“
Etwas anderes, was ich aus dieser Geschichte mitgenommen habe, ist, dass als Petrus nochmals rausfuhr, er in demselben Boot war, im selben Gewässer, er dieselben Netze nutzte. Worin lag also der Unterschied? Lag er nicht darin, dass Petrus der Stimme des Christus gehorchte? Anstatt einfach mit denselben alten Gewohnheiten vorzugehen, hatte er eine frische Erwartung des Guten, weil er der Anweisung des Christus folgte.
Nun, ich denke, dass wir wohl auch alle darin übereinstimmen, dass wir mehr Wachstum in unseren Kirchen sehen möchten. Doch fühlt es sich nicht manchmal so an, als ob wir „rausfahren“, um denselben Gottesdienst abzuhalten, mit derselben Herangehensweise? Welchen Unterschied erwarten wir davon? Wenn wir zu unseren Gottesdiensten gehen, was können wir darüber hinaus tun, um sicherzustellen, dass wir nicht einfach einer Gewohnheit des menschlichen Gemüts folgen, sondern auf den Christus, Wahrheit, lauschen, mit der Erwartung, dass das, was der Christus sagt, geschehen kann?
Eine andere Sache, die ich aus dieser Geschichte rausziehe, ist, dass Petrus nach diesem enormen Erfolg mit seinem großen Fischfang zurückkommt und sich weigert, zur Tagesordnung überzugehen. Die Bibel sagt uns, dass er alles verlässt, um Christus Jesus zu folgen. Etwas, was wir häufiger tun können, ist uns zu fragen: „Wenn wir Segnungen der Heilung und des Fortschritts in unserer Arbeit als Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten, reagieren wir wie Petrus? Sind wir bereit, alles für Christus zu verlassen und zu sehen, wohin uns das dabei führt, wie wir unsere Kirchenarbeit gemeinsam angehen?“
Scott Preller leitete zu einem Video mit dem leitenden Redaktionsteam und dem Produktionsteam des Christian Science Monitors über, in dem die Mission der Zeitung diskutiert wurde. Chefredakteurin Christa Case Bryant wies darauf hin, dass im selben Absatz, in dem Mrs. Eddy schreibt: „Durch eure Arbeit kommen die Zeiten voran“, sie fortfährt, dass „… die Majestät der Christlichen Wissenschaft … die Majestät des Menschen“ lehrt (Verschiedenes, S. 188). Christa Case Bryant führte weiter aus: „Hinter welcher anderen Zeitung steht der Gedanke der Majestät des Menschen? Wir sehen so viel in den Nachrichten von Verfall, Fehlverhalten, Verbrechen, Problemen. Doch wie bestimmt der Monitor, was eine Nachricht wert ist? Wir halten Ausschau nach Gelegenheiten, das Licht des Christus den Weg zu dem zeigen zu lassen, was höher gehoben werden muss.“
Der Geschäftsführende Redakteur Kurt Shillinger sagte: „Neulich habe ich die Artikel des Monitors von einer Woche gelesen und auf die Personen darin geachtet, die in schwer erreichbaren Gebieten in Syrien, Südafrika, der Ukraine und so weiter waren. Ihre Würde, ihr Mitgefühl, ihre Integrität in schwierigen Umständen durchscheinen zu sehen, hat die Welt für mich ein kleines bisschen verändert. Die Herausforderungen, mit denen diese Menschen leben, sind nicht größer als die Eigenschaften, die sie widerspiegeln. Das ist der Beweis dafür, dass das göttliche Gemüt den sterblichen, materiellen Zustand überwindet.“ Das gesamte Gespräch finden Sie in der Aufzeichnung der Jahresversammlung bei 2:11:34.
Moji George: Wenn man über unser Thema „Durch eure Arbeit kommen die Zeiten voran“ nachdenkt, könnte man dazu neigen, sich auf das Wort Arbeit zu konzentrieren, das ein Gefühl von Last vermitteln kann. Doch ich denke, der Schwerpunkt sollte auf dem Wort voran liegen. Wenn wir unseren Schwerpunkt mehr auf die Krone als auf das Kreuz legen, dann brennt man darauf, die Arbeit zu tun, dann ist da eine Erwartung des Sieges.
Wann immer sich jemand der Mutterkirche oder einer ihrer Zweige auf der ganzen Welt anschließt, verschreibt sich diese Person der heilenden Praxis der Christlichen Wissenschaft, ob sie sich dann im Christian Science Journal bzw. Herold eintragen lässt oder nicht. Das ist unsere Arbeit, und jede und jeder Nachfolgende von Jesus weiß, dass es durch die Gnade des Christus getan werden kann.
Sie erinnern sich vielleicht daran, dass Jesus im Markusevangelium, kurz vor seiner Himmelfahrt, seine Jüngerinnen und Jünger anwies (16:15): „Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung.“ Nun, das scheint vielleicht unmöglich, bis wir die geistige Bedeutung der Anweisung erlangen. Mrs. Eddy erklärt in Wissenschaft und Gesundheit (S. 418): „Sprich die Wahrheit zu jeder Form des Irrtums.“ Das können wir ganz sicher tun. Ja, Mrs. Eddy schreibt ebenfalls in Wissenschaft und Gesundheit (S. 37): „Es ist möglich – ja, es ist die Pflicht und das Vorrecht jedes Kindes, jedes Mannes und jeder Frau –, dem Beispiel des Meisters durch das Demonstrieren von Wahrheit und Leben, Gesundheit und Heiligkeit in einem gewissen Grade zu folgen.“
Mary Alice Rose: Kürzlich musste ich an ein Zeugnis eines Hubschrauberpiloten im Vietnamkrieg denken. Er hatte mehr als 700 Einsätze in extrem gefährlichen Situationen geflogen, und bei diesem Zeugnis fiel mir sein standhaftes Vertrauen in Gott auf, was, wie er sagte, vom Lesen in Wissenschaft und Gesundheit kam, etwas, das er tat, wann immer er in diesem Einsatz die Möglichkeit dazu hatte. Er fühlte sich veranlasst, Mrs. Eddys Rat zu folgen, unser „… Gemüt so von Wahrheit und Liebe erfüllt [zu halten], dass Sünde, Krankheit und Tod nicht eindringen können“ (Verschiedenes, S. 210).
Er schrieb: „Es mag seltsam klingen, aber ich habe mich in Vietnam nie verletzlich oder hilflos gefühlt, und wenn ich in einen Kugelhagel geriet, bin ich nie vor Angst erstarrt. Stattdessen schwebten meine Gedanken über dem, was im Gefecht geschah, weil mein Denken so erfüllt von inspirierenden Ideen war, die ich durch mein ständiges Studium von Wissenschaft und Gesundheit gewonnen hatte.“
Dieses Zeugnis hat mich so sehr berührt, weil es die Arbeit repräsentiert, die wir alle tun müssen. Wie dieser Hubschrauberpilot können wir mit dem Pastor leben – die Bibel und Wissenschaft und Gesundheit als unsere ständigen Begleiter haben und unsere Gedanken so mit Wahrheit und Liebe erfüllt halten, dass wir, egal was uns begegnet, Gott vertrauen und erwarten können, Sein Gesetz in Tätigkeit zu sehen.
Dieses Zeugnis finden Sie in der Ausgabe des Christian Science Sentinels vom 27. Januar 2003. Und im Laufe dieses Jahres werden Sie es in einem neuen Buch lesen können, das von der Verlagsgesellschaft der Christlichen Wissenschaft in englischer Sprache herausgegeben wird, zusammen mit einigen anderen Zeugnissen, die wir heute gehört haben.
Keith Wommack: Wir haben Berichte aus der ganzen Welt erhalten, die zeigen, dass Kirchen den Widerstand des Bösen dadurch überwinden, dass sie ihre Hingabe und Liebe zu Christus vertiefen. Ein Bericht kam von einer Zweigkirche in Michigan City, Indiana, USA. Darin hieß es unter anderem: „Wir sind dankbar, dass unsere Kirche die Früchte der Erkenntnis erlebt hat, dass wir nicht nur für uns zur Kirche gehen, sondern um ein Licht in unserer Stadt zu sein. Wir sind nicht mehr überrascht, Gäste zu haben, denn wir sind besser vorbereitet.“
Sie berichteten, dass ein Mann, der früher ihre Kirche besucht hatte, mit seiner Frau zu ihrem Vortrag kam, und nach dem Vortrag kauften die beiden die Bibel und Wissenschaft und Gesundheit und erfuhren vom Leseraum. Seit diesem Vortrag kommt der Mann jeden Monat zum Leseraum und kauft eine Ausgabe des Vierteljahreshefts der Christlichen Wissenschaft.
Ein anderer Mann rief an und sagte: „Ich habe den Vortrag verpasst, aber ich möchte wissen, wie hat Jesus geheilt?“ Zwei Tage später war er im Leseraum und kaufte Wissenschaft und Gesundheit, ein Journal und einen Sentinel. Ein anderer Mann kam in den Leseraum und sagte: „Die Worte Christliche Wissenschaft haben mich angesprochen.“ Am darauffolgenden Mittwoch war er bei der Zeugnisversammlung. Er gab dann sogar ein Zeugnis ab.
Nun, auch in diesem Jahr haben wir kurze Antworten auf einige Fragen.
Können wir uns jemals auf vergangener Arbeit ausruhen? Nein, niemals.
Werden unsere Gebete heute genug für heute sein? Ja, immer.
Ist der kleinste Wahrheitsgedanke, den wir kennen, mächtiger als die größte Lüge, die das Böse jemals geäußert hat? Ja, immer.
Ist Liebe die Arbeit, die wirkt? Ja, immer.
Und wenn sie nicht wirkt? Verdoppeln Sie die Dosis. Liebe wirkt immer.
Beth Schaefer: Als die Neue hier, direkt aus der Zweigkirchenarbeit, kann ich mir gut vorstellen, dass einige von Ihnen denken: „Oh, Sie meinen, ich soll noch mehr Arbeit tun?“ Aber Mrs. Eddy sagt uns nicht, dass wir mehr arbeiten sollen als uns möglich ist. Sie fordert uns auf, die Arbeit der Zweigkirchen auf einer ganz neuen Grundlage zu tun. Im Satz direkt nach dem, den wir für unser Thema dieses Jahr genommen haben, schreibt sie: „Wenn erkannt wird, dass der geistige Sinn, nicht die materiellen Sinne, dem Menschen alle Eindrücke vermittelt, dann wird der Mensch ganz natürlich die Wissenschaft seiner geistigen Natur suchen, und wenn er sie findet, wird er von Gott für die Jüngerschaft ausgerüstet sein“ (Verschiedenes, S. 188). Sie spricht also über die Vergeistigung des Denkens, die zur Jüngerschaft mit Christus führt. Das ist die Arbeit, die wir tun müssen.
Wenn man darüber nachdenkt, ist die größte Bedrohung für die Menschheit nicht Atomkrieg, nicht Klimawandel oder instabile Regierungen oder Missbrauch von Technologien. Das sind Symptome der größten Bedrohung. Doch die Bedrohung selbst ist das sterbliche Gemüt – materielle Gesinnung. Denn Tyrannei, Habgier – alle diese Dinge, die zu Krieg und Zerstörung führen – sind im sterblichen Gemüt verwurzelt. Und genau das ist es, was unsere Kirche in einzigartiger Weise aufdecken, verurteilen und entschärfen kann. Wir können also erkennen, dass das die Aufgabe unserer Zweigkirchen und auch unserer globalen Kirche ist.
Und wie tun wir das? Wir tun es durch göttliche Liebe. Diese göttliche Liebe wollen wir in unserer Zweigkirchenarbeit wertschätzen. Wenn wir also je in Versuchung geraten zu denken, wie klein unsere Kirche ist, lassen Sie uns anstelle dessen darüber nachdenken, wie groß unsere Sichtweise von Gott ist. Dieses umfassende Verständnis von Gott und unsere Liebe für Gott, für unseren Nächsten, für die anderen Kirchenmitglieder und die gesamte Menschheit, all das macht unsere Bewegung riesengroß.
Scott Preller: Das Einzige, was wir zum Abschluss unseres Vorstandsgesprächs sagen wollen, ist, dass wir alle gemeinsam daran arbeiten, die lebendige Ausgabe von Wissenschaft und Gesundheit zu sein, und dass wir dabei an Ihrer Seite arbeiten werden. Das versprechen wir.
Scott Preller bat Josh Niles wieder auf das Podium. Nach dem gemeinsamen Singen von Lied 12 beendete Josh Niles die Versammlung mit den Versen 16 und 17 aus 2. Thessalonicher 2: „Er aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung durch Gnade gegeben hat, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Wort und Werk.“
